Superbike-WM: Was Toprak über Stoppies sagt

Charles Leclerc: «Das macht den Sieg noch besser!»

Von Vanessa Georgoulas
Charles Leclerc triumphierte vor heimischer Kulisse

Charles Leclerc triumphierte vor heimischer Kulisse

Monaco im Freudentaumel: Lokalmatador Charles Leclerc nutzte die Pole in Monte Carlo, um sich den Heimsieg im prestigeträchtigen Grand Prix im Fürstentum zu sichern. Oscar Piastri und Carlos Sainz komplettierten das Pode

Das Rennen begann mit viel Aufregung, endete dann aber doch sehr gesittet: Der diesjährige Grand Prix in Monaco wurde kurz nach dem Start unterbrochen, nachdem Kevin Magnussen, Sergio Pérez und Nico Hülkenberg in der ersten Runde aneinandergeraten waren und für viel Schrott gesorgt hatten. Auch die beiden Alpine-Piloten Pierre Gasly und Esteban Ocon gerieten aneinander, wofür Letzterer eine Strafe kassierte, die wegen seines Ausfalls in eine 5-Positionen-Startplatz-Strafe für das nächste Rennen umgewandelt wird.

Ein weiterer Zwischenfall ereignete sich zwischen Carlos Sainz und Oscar Piastri, und der Spanier hätte keine Chance gehabt, das Rennen auf dem Podest zu beenden, wenn der GP nicht abgebrochen worden wäre. Doch der Spanier schaffte es nach dem unliebsamen Treffen zurück an die Box und zum stehenden Restart von Position 3 aus schaffte es das Ferrari-Team, dass der rote Renner des dreifachen GP-Siegers wieder einsatzbereit war. Zwischen den beiden Teamkollegen kreuzte Oscar Piastri die Ziellinie.

Sieger Leclerc strahlte mit der monegassischen Sonne um die Wette und schwärmte: «Es ist ein derart schwieriges Rennen. Und dass ich es zwei Mal von der Pole nicht geschafft habe, den Sieg zu holen, macht diesen Triumph noch schöner.»

Den Tränen nahe betonte der 26-Jährige: «Bereits 15 Runden vor dem Fallen der Zielflagge hoffte ich, dass alles gut gehen würde und ich dachte an meinen Vater, dessen Traum es war, dass ich hier im Rennen mitfahre und den Sieg hole. Das ist einfach unglaublich.»

Der sechsfache Sieger bedankte sich bei seinem Team dafür, dass es ihm die Erfüllung seines Kindheitstraums ermöglicht hat und er erklärte: «Das Auto hat sich sehr gut angefühlt. Es war einfach sehr speziell und es bedeutet mir sehr viel. Vielen Dank an alle.»

So lief das Rennen:

Kurz nach dem Löschen der Startampel in Monaco wurde das Rennen schon wieder unterbrochen. Grund dafür war ein Unfall von Sergio Pérez mit den beiden Haas-Rennern von Kevin Magnussen und Nico Hülkenberg auf dem Weg zum Casino.

Aber auch zwischen den beiden Alpine-Piloten krachte es, als Esteban Ocon kurz vor dem Tunnel an seinem Teamkollegen Pierre Gasly vorbei wollte. Und auch Oscar Piastri und Carlos Sainz kamen sich zu nahe, wobei der Ferrari-Star sich ins Aus bremste, wegen der Unterbrechung aber wieder an die Box zurückkehren konnte, wo sein Team seinen GP-Renner wieder einsatzbereit machte.

Die Regelhüter schauten sich den Unfall zwischen dem Australier und dem Spanier an und verzichteten auf zunächst auf eine Untersuchung, nur um später dennoch eine genauere Analyse anzukündigen. Auch den Crash der Alpine-Streithähne schauten sie sich genauer an und brummten Ocon eine 10-sec-Zeitstrafe auf. Der Franzose war da aber schon nicht mehr im Rennen, deshalb wird die Strafe in eine Startplatz-Strafversetzung fürs nächste Rennen umgewandelt.

Zum stehenden Re-Start reihten sich die 16 Fahrer folgendermassen ein: Charles Leclerc vor Oscar Piastri, Carlos Sainz, Lando Norris, George Russell, Max Verstappen, Lewis Hamilton, Yuki Tsunoda, Alex Albon, Pierre Gasly, Lance Stroll, Fernando Alonso, Daniel Ricciardo, Valtteri Bottas, Logan Sargeant und Guanyu Zhou.

An der Reihenfolge änderte sich nichts, erst als Bottas an die Box abbog und ans Ende des Feldes zurückfiel, kam Bewegung ins Feld. Auch Stroll steuerte später die Box an, der Kanadier aus dem Aston Martin Team kam in Runde 50 der Streckenbegrenzung zu nahe und verlor auf dem Weg zur Box dann das linke Hinterrad.

Zwei Umläufe später steuerte Hamilton die Box an, um sich harte Reifen zu holen und Verstappen tat es ihm eine Runde später gleich. Danach waren die beiden Rivalen wieder auf den gleichen Positionen unterwegs. In dieser Reihenfolge kamen sie auch ins Ziel. Leclerc durfte sich über den ersten Heimsieg freuen, Piastri und Sainz komplettierten die Top-10. Norris, Russell, Verstappen, Hamilton, Tsunoda, Albon und Gasly komplettierten die Top-10. Auch Alonso, Ricciardo, Bottas, Stroll, Sargeant und Zhou sahen die Zielflagge, gingen aber leer aus.

Monaco-GP, Circuit de Monaco

01. Charles Leclerc (MC), Ferrari, 2:23:15,554 h
02. Oscar Piastri (AUS), McLaren, +7,152 sec
03. Carlos Sainz (E), Ferrari, +7,585
04. Lando Norris (GB), McLaren, +8,650
05. George Russell (GB), Mercedes, +13,309
06. Max Verstappen (NL), Red Bull Racing, +13,858
07. Lewis Hamilton (GB), Mercedes, +14,9 08
08. Yuki Tsunoda (J), Racing Bulls, +1 Runde
09. Alex Albon (T), Williams, +1
10. Pierre Gasly (F), Alpine, +1
11. Fernando Alonso (E), Aston Martin, +1
12. Daniel Ricciardo (AUS), Racing Bulls, +2 Runden
13. Valtteri Bottas (FIN), Sauber, +2
14. Lance Stroll (CDN), Aston Martin, +2
15. Logan Sargeant (USA), Williams, +2
16. Guanyu Zhou (RCH), Sauber, +2
Out
Esteban Ocon (F), Alpine, Unfall
Sergio Pérez (MEX), Red Bull Racing, Unfall
Nico Hülkenberg (D), Haas, Unfall
Kevin Magnussen (DK), Haas, Unfall

WM-Stand (nach 8 von 24 Grands Prix und 2 von 6 Sprints)

Fahrer
01. Verstappen 169 Punkte
02. Leclerc 138
03. Norris 113
04. Sainz 108
05. Pérez 107
06. Piastri 71
07. Russell 54
08. Hamilton 42
09. Alonso 33
10. Tsunoda 19
11. Stroll 11
12. Oliver Bearman (GB) 6
13. Hülkenberg 6
14. Ricciardo 5
15. Albon 2
16. Ocon 1
17. Magnussen 1
18. Gasly 1
19. Zhou 0
20. Bottas 0
21. Sargeant 0

Konstrukteurspokal
01. Red Bull Racing 276 Punkte
02. Ferrari 252
03. McLaren 184
04. Mercedes 96
05. Aston Martin 44
06. Racing Bulls 24
07. Haas 7
08. Williams 2
09. Alpine 1
10. Sauber 0

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