Ferrari: Wie kann der Monaco-Fluch gebrochen werden?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Fernando Alonso mit Simone Resta

Fernando Alonso mit Simone Resta

Monaco ist kein Grand Prix wie jeder andere: Auch Ferrari rüstet die Rennwagen von Fernando Alonso und Kimi Räikkönen für die Jagd im Leitschienenkanal nach.

Wir könnten jetzt nicht behaupten, dass Monaco für Ferrari in den vergangenen Jahren ein goldenes Pflaster war: Der bislang letzte Sieg des berühmtesten Rennstalls der Welt auf der berühmtesten Grand-Prix-Strecke der Welt geht auf 2001 und Michael Schumacher zurück. Aber die Italiener sind Durststrecken in Monaco gewöhnt: Zwischen den Triumphen von Jody Scheckter 1979 und Michael Schumacher 1997 klaffte sogar eine Wunde von 17 Jahren!

Vor dem Hintergrund der Mercedes-Überlegenheit erwartet niemand einen Sieg von Fernando Alonso oder Kimi Räikkönen. Doch Monaco hat seine eigenen Gesetze, da ist so gut wie alles möglich. Alonso sagt sehr treffend: «Aus eigener Kraft ist Mercedes derzeit nicht zu schlagen. Aber wir müssen bereit sein, wenn etwas Unvorhergesehenes passiert.»

Simone Resta, stellvertretender Ferrari-Designer, erklärt: «Aus der Sicht des Technikers ist Monaco eine Ausnahmeerscheinung. Keine Bahn erfordert eine solche Abstimmung. Besonderes Augenmerk gilt der Rollbewegung des Autos, der Wagen soll viel Steifigkeit über die Längsachse als möglich aufweisen, damit der Wagen auf der sowieso buckeligen Piste nicht zu unruhig wird. Wir brauchen jede Menge mechanischen Grip, denn die Aerodynamik spielt hier eine untergeordnete Rolle. Dabei helfen natürlich die superweichen und weichen Reifen von Pirelli, auch was Traktion aus den Kurven heraus angeht.»

Wie andere Teams tritt Ferrari mit umgebauter Lenkung an: Sie ist extrem übersetzt, um mit vollem Lenkeinschlag die enge Loews zu schaffen. Mit der Lenkübersetzung von, sagen wir Monza würden Alonso und Räikkönen nicht um die Spitzkehre herum kommen. Die Aufhängungen am Ferrari sind rundum verstärkt, weil es in Monte Carlo durchaus normal ist, dass die Fahrer kurz die Leitschienen berühren.

Der Mangel an Geraden führt dazu, dass die Kühlung in Monaco ein grosses Thema ist, selbst wenn Hitzrennen hier eher selten sind. Auch die Bremsen können zum Überhitzen neigen, und das Getriebe hier ist einer besonderen Tortur ausgesetzt: auf keiner anderen Bahn werden die Gänge öfter gewechselt als in Monaco – mit den früheren Siebenganggetrieben waren das 2013 rund 5000 Schaltmanöver über ein Rennen!

Die Video-Vorschau von Ferrari auf den Monaco-GP sehen Sie hier:

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