Lewis Hamilton nur auf Rang 6: Blufft Mercedes?

Von Mathias Brunner
Formel 1
Lewis Hamilton nach seinem Dreher

Lewis Hamilton nach seinem Dreher

Für Sauber-Pilot Felipe Nasr steht fest: «Mercedes blufft, die haben zu keinem Zeitpunkt gezeigt, wozu sie wirklich fähig wären.» Lewis Hamilton spricht über seinen zweiten Testtag.

Der Brasilianer Felipe Nasr spricht nur aus, was alle im Fahrerlager denken: Mercedes pokert, Mercedes blufft, Mercedes hält sich zurück, Mercedes will verbergen, wie gut der Silberpfeil wirklich ist. Der Technikchef eines gegnerischen Rennstalls macht sich keine Illusionen: «Wenn Mercedes es wollte, würden die hier 17er Zeiten fahren.» Also drei Sekunden schneller als Kimi Räikkönen im Ferrari mit seiner Jerez-Bestzeit ...

Formel-1-Champion Lewis Hamilton meint: «Abgesehen von meinem Dreher, als ich einfach ein Tick zu schnell war, lief alles gut. Du willst immer so viel als möglich zum Fahren kommen bei einem ersten Test, und von daher sind wir gut aufgestellt. Um genau zu sein, war ich selber überrascht, als Nico an einem Tag mehr als 150 Runden zurückgelegt hat. Ich will nicht sagen, dass wir ohne Probleme sind, aber was an Schwierigkeiten auf uns zugekommen ist, liess sich schnell aus der Welt schaffen.»

«In einer gewissen Weise fühlt es sich immer seltsam an, mit einem neuen Wagen auf die Bahn zu gehen. Das Auto steht noch ganz am Anfang seiner Entwicklung, und die Reifen taugen in der Regel wenig, weil sie bei so niedrigen Temperaturen gar nicht richtig haften können. Also hast du immer ein seltsames Gefühl im Wagen. Aber du weisst gleichzeitig auch – so schlimm wird der Wagen nie wieder liegen.»

«Generell würde ich nach zwei Tagen sagen: das Handling des neuen Silberpfeils fühlt sich sehr ähnlich an wie vor einem Jahr. Ich könnte auch bei der Leistungsentfaltung des neuen Motors nicht sagen, dass sich da etwas anders anfühlt als 2014. Ich habe darüber hinaus feststellen dürfen, dass sich mein Training im Winter ausgezahlt hat, ich hatte keine Probleme beim Fahren.»

Jerez-Test, alle Bestzeiten

1. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari, 1:20,841 (Mittwoch)
2. Sebastian Vettel (D), Ferrari, 1:20,984 (Montag)
3. 
Felipe Nasr (BR), Sauber-Ferrari, 1:21,545 (Dienstag)
4. 
Nico Rosberg (D), Mercedes, 1:21,982 (Dienstag)
5. 
Marcus Ericsson (S), Sauber-Ferrari, 1:22,019 (Mittwoch)
6. 
Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:22,172 (Mittwoch)
7. 
Felipe Massa (BR), Williams-Mercedes, 1:22,276 (Mittwoch)
8. 
Valtteri Bottas (FIN), Williams-Mercedes, 1:22,319 (Montag)
9. 
Max Verstappen (NL), Toro Rosso-Renault, 1:22,553 (Mittwoch)
10. Pastor Maldonado (YV), Lotus-Mercedes, 1:22,713 (Dienstag)
11. 
Carlos Sainz (E), Toro Rosso-Renault, 1:23,187 (Dienstag)
12. 
Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing-Renault, 1:23,338 (Sonntag)
13. Romain Grosjean (F), Lotus-Mercedes, 1:23,802 (Mittwoch)
14. 
Daniil Kvyat (RU), Red Bull Racing-Renault, 1:23,975 (Mittwoch)
15. 
Jenson Button (GB), McLaren-Honda, 1:27,660 (Mittwoch)
16. 
Fernando Alonso (E), McLaren-Honda, 1:35,553 (Dienstag)

Jerez-Testzeiten, Mittwoch, 4. Februar

1. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari, 1:20,841 (98)
2. 
Marcus Ericsson (S), Sauber-Ferrari, 1:22,019 (104)
3. 
Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:22,172 (108)
4. 
Max Verstappen (NL), Toro Rosso-Renault, 1:22,553 (88)
5. 
Felipe Massa (BR), Williams-Mercedes, 1:23,116 (68)
6. Romain Grosjean (F), Lotus-Mercedes, 1:23,802 (53)
7. 
Daniil Kvyat (RU), Red Bull Racing-Renault, 1:24,164 (56)
8. 
Jenson Button (GB), McLaren-Honda, 1:27,660 (35)

Jerez-Testzeiten: Dienstag, 3. Februar

1. 
Felipe Nasr (BR), Sauber-Ferrari, 1:21,545 (108)
2. Kimi Räikkönen (FIN), Ferrari, 1:21,750 (92)
3. 
Nico Rosberg (D), Mercedes, 1:21,982 (151)
4. 
Felipe Massa (BR), Williams-Mercedes, 1:22,276 (71)
5. Pastor Maldonado (YV), Lotus-Mercedes, 1:22,713 (96)
6. 
Carlos Sainz (E), Toro Rosso-Renault, 1:23,187 (136)
7. 
Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing-Renault, 1:23,901 (48)
8. 
Fernando Alonso (E), McLaren-Honda, 1:35,553 (32)

Jerez-Testzeiten: Montag, 2. Februar

1. Sebastian Vettel (D), Ferrari, 1:20,984 (88 Runden)
2. 
Felipe Nasr (BR), Sauber-Ferrari, 1:21,867 (87)
3. 
Valtteri Bottas (FIN), Williams-Mercedes, 1:22,319 (61)
4. 
Lewis Hamilton (GB), Mercedes, 1:22,490 (91)
5. 
Max Verstappen (NL), Toro Rosso-Renault, 1:24,167 (73)
6. Pastor Maldonado (YV), Lotus-Mercedes, 1:25,802 (41)
7. 
Jenson Button (GB), McLaren-Honda, 1:54,655 (6)
6. 
Daniil Kvyat (RU), Red Bull Racing-Renault, – (18 Installationsrunden)

Jerez-Testzeiten: Sonntag, 1. Februar

1. Sebastian Vettel (D), Ferrari, 1:22,620 min (60 Runden)
2. 
Marcus Ericsson (S), Sauber-Ferrari, 1:22,777 (73)
3. 
Nico Rosberg (D), Mercedes, 1:23,106 (157)
4. 
Daniel Ricciardo (AUS), Red Bull Racing-Renault, 1:23,338 (35)
5. 
Valtteri Bottas (FIN), Williams-Mercedes, 1:23,906 (73)
6. 
Carlos Sainz (E), Toro Rosso-Renault, 1:25,327 (46)
7. 
Fernando Alonso (E), McLaren-Honda, 1:40,738 (6)

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