Niki Lauda ätzt: «Es gibt keine Charaktere mehr»

Von Andreas Reiners
Niki Lauda, hier mit Bernie Ecclestone

Niki Lauda, hier mit Bernie Ecclestone

Der Mercedes-Aufsichtsratschef fordert echte Männer und keine Jünglinge, dazu mehr Risiko. Man müsse wieder zu mehr Kitzel für Fahrer und Fans.

Niki Lauda hat die Formel 1 scharf kritisiert. «Es gibt zu viel Kontrolle und zu viele Regeln und keine Charaktere mehr», sagte der Mercedes-Aufsichtsratschef der «Bild» und forderte: «Es müssen wieder echte Männer fahren und keine Jünglinge, die nur an Knöpfen am Lenkrad spielen. Nur Piloten mit der höchsten Fahrkunst, ich betone FAHRkunst, dürfen in die Formel 1.»

Harte Worte, die allerdings auch nicht neu sind. Die Motorsport-Königsklasse befindet sich in einer Krise. Kleinere Teams kämpfen ums Überleben, die Formel 1 selbst um die Gunst der Fans. Früher war alles besser? Mit diesem Totschlagargument wird gerne hantiert, wenn es um die aktuelle Situation der Formel 1 geht. «Als ich von der Formel 2 in die Formel 1 umgestiegen bin, habe ich mir in die Hose geschissen», sagte nun Lauda.

Ein bisschen mehr Gefahr und Aufregung wünscht sich auch Ferrari-Pilot Kimi Räikkönen. «Ich bin sicher, dass man etwas unternehmen sollte, um die Formel 1 für den Fan wieder spektakulärer zu machen. Ich will auch mehr Speed, und ein wenig Gefahr kann auch nichts schaden. Das gehört zum Geschäft. Ich will nicht, dass sich jemand verletzt, aber Gefahr erzeugt Aufregung», sagte der Finne zuletzt Canal+.

Lauda sieht es zumindest ähnlich. «Gefährlicher nicht, aber risikoreicher. Ich sage ja nicht, dass die Sicherheit vernachlässigt werden darf. Aber in dem Moment, wo die Autos schneller werden, erhöht sich der Kitzel für Fahrer und Zuschauer automatisch. Da müssen wir wieder hin.»

Lauda weiter: «Man kann das Rad nicht zurückdrehen, aber der Fahrer muss wieder die Kupplung in der Hand haben, dann fahren auch nicht alle – wie jetzt – auf Knopfdruck weg. Höchstes Limit und der Risikofaktor sind abhandengekommen.»

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