Pascal Wehrlein: Die Formel E ist kein Rückschritt

Von Andreas Reiners
Formel E
Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein

Pascal Wehrlein absolviert am Samstag sein erstes Formel-E-Rennen. Für ihn ist der Schritt in die Elektroserie keiner zurück.

Das Warten hat für Pascal Wehrlein endlich ein Ende. Mit rund einem Monat Verspätung startet er in sein Formel-E-Abenteuer. Der Vertragsstreit mit Mercedes? Abgehakt. Da sich beide Parteien nicht auf eine vorzeitige Vertragsauflösung einigen konnten, verpasste der 24-Jährige den Saisonstart im Dezember.

Ohne ihn feierte sein Mahindra-Team durch Wehrleins Teamkollegen Jerome D’Ambrosio einen starken dritten Platz. Sehr zur Freude von Wehrlein: «Mahindra ist ein innovatives, tolles Team. Ich habe mich riesig gefreut, dass mein Teamkollege in Riad die Werksteams ärgern konnte und Dritter wurde. Das zeigt unser Potenzial», sagte er der Sport Bild.

Bedeutet nun aber auch: Die Erwartungen an Wehrlein werden nicht kleiner. Auch wenn ihm das erste Rennwochenende fehlt, er nur auf 148 Runden bei den Tests in Valencia zurückgreifen kann.

Aber: «Ich setze mich nicht unter Druck. Ich bin ein Neuling in der Formel E. Das heißt, ich muss noch einiges lernen, und es ist Luft nach oben.»

Sein mittelfristiges Ziel bleibt die Formel 1. Angeblich soll er Ferrari-Simulatorfahrer werden, wodurch er weiterhin einen Fuß in der Tür hätte. Gegen die Einwände, die Elektroserie hingegen sei ein Schritt zurück für einen jungen Fahrer wie ihn, wehrt er sich allerdings.

Wehrlein: «Das sehe ich nicht so. Die Formel E ist eine neue Chance für mich. Sie ist die Serie, die am meisten wächst, und der Ort, wo man sich für die Zukunft positionieren will. Das Level der Fahrer ist sehr hoch, im Durchschnitt ist das Fahrerfeld das stärkste im gesamten Motorsport.»

Hinzu kommt: Als Pilot könne man auf den Stadtkursen noch den Unterschied machen – mehr als in der Formel 1, so Wehrlein. «Und: Die Serie ist hart umkämpft. Audi ist dabei, Jaguar, Nissan, BMW und bald auch Porsche und Mercedes. Die Autos der neuen Generation haben einen großen Sprung in Sachen Leistung und Speed gemacht. Ein Sieg ist mittlerweile viel wert. In der DTM habe ich schon mit dem Titel 2015 alles erreicht. Meine Zukunft liegt ganz klar im Formelsport, und die Formel E ist eine der attraktivsten Serien in diesem Bereich.»


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