Assen-Wild-Card für Danny de Boer - und dann?

Von Esther Babel
IDM
Danny de Boer wartet aufs Reglement

Danny de Boer wartet aufs Reglement

Drei der vier Wild-Cards für die Rennen der Superbike-Weltmeisterschaft in Assen gehen an IDM-Piloten. Neben Danny de Boer sind auch Vasco van der Valk und Milan Merckelbagh dabei.

Auf der Website des niederländischen Motorsportverbandes KNMV wurden jetzt die vier Piloten bekanntgegeben, die beim Auftritt der Superbike-Weltmeisterschaft und den Klassen im Rahmenprogramm im niederländischen Assen Ende April dabei sein werden.

Das Team Benro Racing schickt seine Neuverpflichtung Vasco van der Valk ins Rennen. Der Teenager hatte im Vorjahr sein Debüt in der Supersport-600-Weltmeisterschaft gegeben und war mit dem Team SWPN Fünfter in der IDM Supersport 600 geworden. Das Assen-Rennen wird van der Valks zweiter WM-Einsatz.

Ebenfalls für das Team Benro Racing ist IDM-Neuzugang Milan Merckelbagh bei der Supersport-300-WM dabei. Da soll es für den 17-Jährigen auch im nächsten Jahr hingehen. Über den Weg in der IDM Supersport 300 will der Yamaha-Pilot 2019 den Sprung in die WM schaffen. Eine weitere Wild-Card in der kleinsten WM-Klasse geht an die 16-jährige Bibi Damen, die sonst in der Niederländischen Supersport 300 Meisterschaft unterwegs ist, die fast alle Rennen gemeinsam mit der IDM austrägt.

Die vierte Wild Card wurde an Danny de Boer verteilt, für die Superstock 1000 EM. Dort trifft de Boer dann auf seinen ehemaligen Teamkollegen und Dauerwidersacher aus der IDM Superbike Saison 2017, Markus Reiterberger. Immerhin war der Niederländer im vergangenen Jahr der einzige, der den späteren Meister und Seriensieger aus Bayern auf dem Nürburgring zumindest einmal schlagen konnte.

Die Verhandlungen zwischen Danny de Boer und dem Yamaha-Team von Michael Galinski sind in Sachen IDM Superbike weit fortgeschritten. Eine endgültige Unterschrift gibt es bisher noch nicht.

Diskussionen um die Reifenfrage

Beim Assen-Einsatz wird Danny de Boer auf einer MGM-Yamaha aus dem Galinski-Team sitzen. Das bestätigte auch der Teamchef. «Und was schreibe ich jetzt über euch in der IDM», lautete die Frage. «Ja nichts», lautete die Antwort von Galinski. «Bevor ich mit der IDM nicht fix bin, bzw. die IDM nicht weiß, unter welchen Regeln inkl. Reifen sie fährt, fahre ich halt mit einer Wildcard in Assen bei der STK.»

Ein offizielles Reglement für die in neun Wochen in Oschersleben beginnende IDM steht noch aus.

Wie jedes Jahr schwebt das Thema Einheitsreifen über dem IDM-Fahrerlager. So auch dieses Jahr. Wie das Team Wilbers-BMW mit Bastien Mackels zählt auch das Team von Galinski zu den eingefleischten Dunlop-Teams und sie sind aktiv an der Entwicklung der Reifen beteiligt. Galinski hatte im Zuge der Vertragsverlängerung mit Florian Alt diesem die Reifenwahl sogar freigestellt. Doch Alt ging auf das Angebot nicht ein und wollte sich auch nach Startmöglichkeiten im Ausland umsehen.

Galinski machte sich daraufhin auf die Suche nach einem anderen schnellen Fahrer, wurde bei IDM-Vize und Reiti-Bezwinger de Boer fündig und verlängerte seinen Deal mit Dunlop. Ausgang offen.

Die Frage der Einheitsreifen, ob Pirelli oder Dunlop, oder ob alles bleibt wie gehabt und ein Wettbewerb zwischen den Herstellern erhalten bleibt, hängt noch in der Luft. Auch das in der IDM dringend benötigte Geld, um das wirtschaftliche Risiko des Promoters klein zu halten, dürfte dabei eine nicht unerhebliche Rolle spielen. Das letzte Wort ist noch nicht gesprochen.

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