BMW startet mit Podestplatz

Von Esther Babel
IDM Superbike
Der Ehrgeiz von Werner Daemen ist noch nicht gestillt

Der Ehrgeiz von Werner Daemen ist noch nicht gestillt

Werner Daemen mit Pech in Lauf 1. Barry Veneman landete bei seiner Premiere auf dem Podest.

Gemeinsam sammelten Werner Daemen, der im ersten Rennen durch einen vor ihm stürzenden Fahrer zu Boden musste und Barry Veneman, der im ersten Rennen gleich auf dem Podest landete, 35 Meisterschaftspunkte für das Team alpha Technik Van Zon BMW beim IDM-Auftakt in der Lausitz ein.

Bei den beiden Trainingssitzungen am Samstag schien für die IDM-Piloten zwar die Sonne, doch das Thermometer wollte nicht so recht auf fahrerfreundliche Temperaturen klettern. Für Barry Veneman war es nach seinem Umstieg von der Supersport-Weltmeisterschaft der erste Einsatz in der IDM. «Am Morgen hatte ich noch ein paar Probleme mit dem Set Up», verriet er. «Bei den Trainings steht man hier gewaltig unter Zeitdruck. Ausserdem muss man mit der durch das Reglement festgelegten Anzahl von lediglich acht Reifen für Trainings und Rennen sparsam umgehen.» Für das Abschlusstraining liess der Niederländer seine BMW S 1000 RR härter abstimmen und sicherte sich Startplatz 7. «Wir haben am Renn-Set Up gearbeitet», schilderte er. «Das ist gut für die Renndistanz, auf eine einzelne schnelle Qualifikationsrunde haben wir dabei nicht das Hauptaugenmerk gelegt.»

Im ersten Rennen mischte Veneman mit seiner BMW kräftig in der Spitzengruppe mit und hielt Konkurrenten wie Stefan Nebel und Didier van Keymeulen gut in Schach. Als Belohnung durfte er mit Platz 3 aufs Podest steigen. «Vor meinem ersten IDM-Rennen war ich schon sehr gespannt», gestand er anschliessend. «Ich kenne die Jungs ja alle nicht. In der ersten Kurve gab es ein gehöriges Durcheinander. Anfangs habe ich es langsam angehen lassen. Am Ende lag ich auf Rang 2, bekam aber ein Problem mit einem Überrundeten. Gabor Rizmayer nutzt diesen Umstand aus und kam noch an mir vorbei.»

Mit Platz 6 im zweiten Lauf war der ehemalige WM-Pilot nicht wirklich zufrieden. «Eins ist klar», hielt er fest, «ich bin nicht in diese Meisterschaft gekommen um Sechster zu werden. Am Set Up hatten wir nur ein paar Kleinigkeiten geändert. Gegen Ende der Renndistanz bekam ich Probleme mit meinem Hinterreifen und es war schwer, dabei die Konzentration zu halten. Doch eins muss ich sagen, mein Motorrad war heute das schnellste auf der ganzen Strecke.»

Werner Daemen hatte im zweiten Training Pech. Dem Belgier wurde seine schnellste Runde aberkannt. Seit diesem Jahr gibt es in der IDM die Regel, sowohl bei der Einfahrt in als auch bei der Ausfahrt aus der Boxengasse das Motorrad zum Stillstand zu bringen und anzuhalten. Die Ausführung der neuen Regel läuft allerdings noch nicht ganz rund. «Ich bin in Schrittgeschwindigkeit Richtung Boxenausgang gerollt», erklärte Daemen. «Der Steward hat mich dann per Handzeichen durch gewunken.» Der Strafzettel folgte umgehend und der Mann vom Team alpha Technik Van Zon BMW wurde auf den 11. Startplatz zurückversetzt.

Das Pech blieb dem BMW-Piloten auch am Sonntag beim ersten Rennen treu. Der 17-jährige Ungar David Juhasz war in der ersten Kurve nach dem Start ein wenig zu optimistisch unterwegs und stürzte. Auch Werner Daemen wurde dadurch in Mitleidenschaft gezogen, das Rennen war für den Belgier gelaufen bevor es richtig losgegangen war.

Mit Platz 7 im zweiten Rennen wurde Daemen halbwegs versöhnt. Ganz zufrieden war der erfolgshungrige Belgier nicht. «Okay, es war nicht schlecht», versicherte er. «Am Start hat mir nach dem Desaster im ersten Lauf ein wenig das Vertrauen gefehlt. Nur als Zwölfter kam ich aus der ersten Runde zurück. Dann hing ich lange hinter dem Schweizer Roman Stamm fest. Als ich da endlich vorbei war, ging es vorwärts. Irgendwann bin ich dann am Hinterrad meines Teamkollegen Barry angekommen. Ich wollte wegen einem Punkt mehr oder weniger nicht mit aller Gewalt ein riskantes Überholmanöver wagen.»

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