Dominic Schmitter: «Wir brauchen den IDM-Live-Stream»

Von Esther Babel
IDM Superbike
Dominic Schmitter

Dominic Schmitter

Mit dem Team Hess Racing will Dominic Schmitter seinen Superbike-Titel in der Schweizer Meisterschaft verteidigen und in der IDM will er mit seiner Yamaha den Titelverteidiger und seine Verfolger herausfordern.

IDM-Kommentator Eddie Mielke hatte sich in seinen letzten Paddock-Talk, zu sehen auf seiner Facebook-Seite, vor dem Pfingstwochenende den Superbike-Piloten Dominic Schmitter eingeladen. Schmitter, aktuell Schweizer Meister mit dem Team Hess, hatte für dieses Jahr neben der Titelverteidigung auch einige Besuche bei der IDM Superbike geplant.

Mielke erinnerte sich vor allem an Schmitters fulminanten Gastauftritt beim IDM-Finale in Hockenheim 2019, wo Schmitter nach überstandener Handverletzung die Punkte für die Plätze 3 und 2 abgesahnt hatte. «Es war schmerzhaft so zu fahren», erinnert er sich. «Es war schon ein schlimmer Bruch und es waren viele Muskeln und Bänder gerissen. Aber es ist alles wieder gut.»

Die IDM Superbike 2020 schätzt Schmitter vom Level der eingeschriebenen Fahrer ein wie «ganz früher» und zählt Namen auf wie den ehemalige Supersport-600-Weltmeister Karl Muggeridge und den heutigen ServusTV-Moderator Stefan Nebel. «Der Einstieg von Jonas Folger tut uns gut», so Schmitter, «er ist eine Konkurrenz für uns alle. Er wird das ganze Prestige höher bringen.» Persönlich hofft er auf spannende Zweikämpfe mit dem ehemalige MotoGP-Piloten Folger, der sich in der Vergangenheit schon ansehnliche Fights mir Marc Marquez geliefert hat.

Als Pilot aus der Schweiz ist es mit dem Testen aktuell noch mühsam. «Die Grenzen sind noch geschlossen», erklärt er die Situation in Corona-Zeiten. «Und Motorradfahrer ist in der Schweiz kein anerkannter Beruf. Für uns macht ein Test auch erst wirklich Sinn, wenn wir wissen, wie und wann die Meisterschaft weitergeht. Denn nur fahren um des Fahren willens, das bringt es nicht.»

Doch Schmitter beobachtet die illustre Konkurrenz natürlich ganz genau. «Ilya Mikhalchik trainiert ja wohl schon jeden Tag wie ich gehört habe», berichtet der Schweizer über den IDM-Superbikemeister aus der Ukraine, dessen Interview er sich ebenfalls zu Gemüt geführt hatte. «Das bringt natürlich enorm viel. Letztes Jahr bin in ja in der IDM wenig gefahren. Aber jedes Mal, wenn wir dabei waren, waren wir saustark. Auch in Assen konnte ich Mikhalchik herausfordern. Ich habe das Rennen lange angeführt, ich glaub bis zur letzten Runde. Ich freu mich jetzt einfach drauf. Ich bin wieder fit, so fit wie noch nie wahrscheinlich.»

Tim Reeves, achtfacher Seitenwagen-Weltmeister, erklärte im gleichen Interview, dass Features wie zuletzt der Live-Stream aller Rennen über Youtube in Hockenheim in der heutigen Zeit unerlässlich sind, um den Sport und auch sich selbst als Team und Fahrer vernünftig zu vermarkten. Schmitter verteilte erst einmal Komplimente an die IDM-Stream-Macher von Radio Viktoria, bevor er Reeves zustimmte. «Es ist unausweichlich», so die Meinung des Schweizers. «Vor allem in der heutigen Zeit. Viele Fans bleiben auch zuhause und wollen die Rennen trotzdem schauen. Das ist ja auch bequemer. Das kann ich schon auch verstehen. Deswegen brauchen wir den Live-Stream, unbedingt.»

Den nächsten Live-Talk veranstaltet Mielke am kommenden Mittwoch um 19 Uhr. Mit am Start IDM-Teamchef Werner Daemen und der ehemalige WM-Pilot Vladimir Leonov.

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