Bastien Mackels: Aufgeben war nie eine Option

Von Esther Babel
IDM Superbike
Bastien Mackels

Bastien Mackels

Der Belgier will es in der IDM Superbike nochmal wissen. Nach mühsamen Jahren will Mackels in der Saison 2021 wieder an die Spitze und startet mit dem niederländischen Team SWPN einen neuen Anlauf.

Vor gut zehn Jahren war der Belgier erstmals in der IDM aufgetaucht, damals noch in der Klasse Supersport 600. Sein Landsmann Werner Daemen erkannte sein Potenzial und holte ihn 2013 zu sich ins BMW-Team. Mackels holte sich im Gegenzug den Titel in der IDM Superstock 1000. Mit Zwischenstationen bei MGM-Yamaha landete Mackels im Jahr 2018 mit der Wilbers-BMW als Vize hinter Meister Ilya Mikhalchik sein bisher bestes Saison-Ergebnis und auch für das Wilbers-Team war es das bis dahin bestes Resultat.

Dennoch lag das gemeinsam geplante IDM-Engagement 2019 in der IDM Superbike vorerst auf Eis. Firmeninterne Gründe, ein zu spät fertig gewordenen Neubau, zu spät eingetroffene Rennsportteil und Stau bei der Bearbeitung der Kundenaufträge waren die Gründe dafür, das IDM-Projekt ruhen zu lassen. Mackels hielt sich mit Gastauftritten in der Langstrecken-WM über Wasser und trat erst die letzten beiden IDM-Läufe für Wilbers an. Als Probelauf für die ebenfalls gemeinsam geplante Saison 2020. Doch dazu kam es nicht. Für Mackels gab es keine Vertragsverlängerung und der Belgier musste sich kurzfristig noch einen neuen Job suchen. Ein weiteres Jahr, das unter keinem guten Stern stand und mit einem Handgelenksbruch vorzeitig endete.

«Bastien hat zwei schwierige Jahre hinter sich, aber es braucht viel mehr, damit er aufgibt», ist sich die Mannschaft vom Team SWPN um den heute 35-Jährigen sicher. «Trotz einer schlechten Reifenwahl in Oschersleben wurde er im ersten Rennen, das er lange Zeit dominierte, Dritter und im zweiten Rennen Vierter. Er ist glücklich, und sein Team ist es auch.»

«Ich bin immer noch dabei, das Motorrad und das Team kennenzulernen», meint Mackels bevor es für ihn in Most zum zweiten IDM-Wochenende ging, « aber das Oschersleben-Wochenende hat mir Hoffnung und Zuversicht gegeben, dass wir die richtige Entscheidung getroffen haben, zusammenzuarbeiten. Im Alter von 35 Jahren auf diesem Niveau zu fahren, kombiniert mit einem Vollzeitjob, erfordert viel Energie und mentale Stärke, und jetzt bin ich froh, dass ich nicht aufgegeben und körperlich und geistig weiter trainiert habe. Ich möchte mich bei meinem Team Yamaha SWPN für die hervorragende Arbeit bedanken und freue mich darauf, die Saison mit ihnen fortzusetzen.»

Die Fortsetzung erfolgt seit heute im tschechischen Most. Für den IDM-Einsatz hatte Mackels, nach Oschersleben Dritter in der IDM-Gesamtwertung, extra auf seinen Job bei den 24-Stunden von Le Mans verzichtet. Im ersten Freien Training bewies Mackels, dass seine Entscheidung richtig war. Mit einer 1.35,877 war er der schnellste Mann auf der Strecke, gefolgt von Julian Puffe mit einer 1.36,040 und Luca Grünwald und dessen 1.36,280.

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