Dirk Geiger (KTM): «Versuche, das Tempo anzugeben»

Von Sarah Göpfert
Vor dem IDM-Saisonfinale in Hockenheim erzählt SSP-300-Pilot Dirk Geiger, welche Taktik er in einem Rennen verfolgt. Zudem gibt der Mannheimer aus dem Team Freudenberg Einblicke in das Training mit Kumpel Lukas Tulovic.

Dirk Geiger galt vor Saisonbeginn als einer der heißesten Kandidaten im Kampf um die IDM Supersport 300-Krone. Vor dem Finale in Hockenheim liegt der KTM-Pilot aus dem Team Freudenberg jedoch 50 Punkte hinter Teamkollege Lennox Lehmann. Zwei unverschuldete Stürze und technische Probleme gestalteten die Saison des 19-Jährigen zu einer Herausforderung: «Ich hatte viele Höhen und Tiefen. Das schlimmste Wochenende war in Spielberg. Leider hatte ich dort in beiden Rennen das gleiche technische Problem.»

«Das größte Highlight war für mich in Schleiz. Ich habe mich dort von Anfang an wohl gefühlt, die Strecke ist der absolute Wahnsinn», grinste Dirk, der beide Rennen von der Pole-Position dominierte und überlegen den Doppelsieg einfuhr. «Vor all den Fans zu fahren und im ersten Rennen mit 12,5 Sekunden Vorsprung zu gewinnen, das war der Hammer.»

In Assen qualifizierte sich Geiger auf Position 2, hinter WM-Pilot und IDM-Gaststarter Tom Booth-Amos (Füsport-RT Motorsports by SKM-Kawasaki). Im ersten Rennen lieferten sich die beiden einen spannenden Zweikampf, in dem sich Dirk dem Briten um nur 0,032 sec geschlagen geben musste. Im zweiten Rennen lag der KTM-Pilot ebenfalls auf Platz 2, wurde jedoch in der letzten Kurve von einem Kontrahenten abgeräumt. Dennoch diente dem ehemaligen Moto3-Piloten das Wochenende als gute Orientierung für die Zukunft: «In Assen haben wir die Bestätigung bekommen, dass wir in der WM weit vorne mitfahren können. Es wäre sehr schön gewesen, dieses Jahr einen Gaststart in der WM zu beschreiten, jedoch sind die Aussichten hierfür momentan eher schlecht.»

Auch wenn die Weltmeisterschaft das ausgesprochene Ziel des Nachwuchspiloten ist, zeigte er sich von der Leistungsdichte der IDM angetan: «Die IDM macht einen super Job. Das Niveau der 300er-Klasse ist wirklich sehr hoch. Besonders in Assen oder am Red Bull Ring, als die WM-Fahrer dabei waren, mussten sich diese ordentlich ranhalten.»

Auf die Frage, ob er eine gleichbleibende Taktik hat, mit der er die Rennen angeht, reagierte der Mediendesigner-Azubi: «In der 300er-Klasse sind die Rennen sehr eng, da ist es oft schwer, sich so zu platzieren, dass es am Ende gut für dich ausgeht. Ich versuche mich immer vorne aufzuhalten und den Speed anzugeben, um die große Gruppe zu spalten. Je weniger Fahrer in der Gruppe sind, desto besser kann man die letzte Runde timen.»

In den sozialen Medien sieht man Dirk häufig mit CEV Repsol Moto2-Kollege Lukas Tulovic: «Lukas und ich kennen uns schon seit wir klein sind. Wir verstehen uns wie Brüder. Wir trainieren oft gemeinsam Ausdauer, Reaktion oder gehen Pitbiken. Manchmal treffen wir uns auch nur mal auf der Kartbahn und fighten dort mit der 600er und 390er-KTM. Es macht immer aufs Neue Spaß mit ihm zu trainieren.»

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