Marcel Brenner: «Ein Sorry wäre nett gewesen»

Von Esther Babel
Marcel Brenner

Marcel Brenner

Der IDM Supersport-600-Pilot vom Team Hess wurde im ersten Rennen in Most Dritter, im zweiten Rennen kam das frühe Aus direkt nach dem Start. Durch Anschubhilfe von hinten war in der Schikane Feierabend.

«Der Start in Rennen 1 war erst mal richtig schwierig, weil welche übers Gras gedonnert sind», schildert Marcel Brenner seinen Samstag bei der IDM Supersport in Most. «Ich habe dann ein bisschen zurückgesteckt, weil es da sehr gefährlich war. Ich selbst hab dann auch noch einen Fehler gemacht in der ersten Runde. Auf der Boxentafel habe ich gesehen, da sind noch zwei, drei Jungs hinter mir. Faktisch war es dann noch einer und das war Valentin Debise. Der ist mir nachgefahren, die ganze Zeit. Ich habe da einen guten Rhythmus gehabt. Dann dachte ich mir, warum mach ich es nicht so, dass ich ihn nach vorne und ihn mal bisschen die Arbeit machen lasse. Ich bin ihm dann nachgefahren. Locker. Zum Schluss habe ich dann nochmal angegriffen, wo seine Schwachstelle war.» Platz 3 war anschließend der verdiente Lohn.

Am Ende des Wochenendes war der Schweizer dann nur halb zufrieden. So gut wie es am Samstag im ersten Rennen lief, so bescheiden war Brenners Rennen am Sonntag. Weiter als bis zur ersten Schikane war er nicht gekommen.

«Mit dem dritten Platz bin ich natürlich zufrieden», versichert er. «Am Sonntag-Morgen im Warm-up hatte ich noch ein gutes Gefühl, da ich mit dem alten Reifen gleich schnell gefahren bin wie am Tag zuvor im Rennen. Ich hatte noch was am Set-up gemacht und auch an meiner Linie. Das hatte was gebracht und ich war fürs Rennen sehr motiviert. Doch leider kam dann da die erste Kurve. Beim Anbremsen war ich eigentlich perfekt auf der Bremse. Und plötzlich kam jemands von rechts mit Überschuss. Das war Martin Vugrinec.»

Während sich der Kroate noch retten und sein Rennen fortsetzen konnte, war für Brenner Schluss. «Er war mir in die Seite gefahren», so Brenners Bericht. «Er hat mich weggedrängt auf die Außenlinie, ich konnte nicht mehr einlenken, bin dann dem Thomas Gradinger aufs Hinterrad gefahren und bin dann gestürzt. Zum Glück hat sich Thomas dabei nichts getan oder ist gestürzt.» Auch der Schweizer blieb bei dem Ausritt unverletzt.

«Schade finde ich, dass die Fahrer, die einen da abdrängen, hinterher nicht sorry sagen können», findet Brenner, «und dann in Berichten noch schreiben, sie wären abgedrängt worden. Naja, das müssen wir so akzeptieren und auf der Strecke mit solchen Typen noch etwas bitterer werden.»

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