Marco Nekvasil (BMW): Sieg für Oma Hermine

Von Esther Babel
IDM Superstock 1000

IDM Superstock-Pilot Marco Nekvasil vom Team Interwetten by Fritze Tuning siegt auch zu Beginn der zweiten Saisonhälfte in Schleiz. Der Österreicher ist weiterhin Erster in der Tabelle.

Ein Sieg und ein zweiter Platz in der IDM Superstock auf dem Schleizer Dreieck: Das war die Ausbeute des 17-jährigen Marco Nekvasil vor 25.000 begeisterten Zuschauern. In der Gesamtwertung hat der junge Österreicher nun schon so viele Punkte Vorsprung vor der Konkurrenz, dass ihn selbst eine Nullrunde nicht die Tabellenführung kosten würde.

Es zeichnet sich immer deutlicher ab: der Weg zum Superstock-Titel führt über Marco Nekvasil. In Lauf 1 überquerte der BMW-Pilot noch als Zweiter hinter Dominik Vincon (BMW) die Ziellinie. Im zweiten Rennen triumphierte er als Sieger über Gastfahrer Marc Moser (Ducati) und Vincon.

Nekvasil sammelte auf dem Schleizer Dreieck insgesamt 45 wertvolle Meisterschafts-Punkte. Er hat bisher als Einziger über 200 Zähler auf dem Konto. Weil seine ärgste Konkurrentin Lucy Glöckner (BMW HP4) im ersten Lauf stürzte, baute Nekvasil zugleich wieder ein beruhigendes 37-Punkte-Polster als Vorsprung gegenüber der Sächsin auf. Zuletzt war es auf sechs Zähler geschrumpft.

«Das erste Rennen war sehr hart, nicht nur wegen der Hitze», erklärt Nekvasil, der in Schleiz Besuch von seinem Techniker Fritz Schwarz bekam. «Am Start sackte plötzlich die Motordrehzahl meiner BMW ab. Ich musste einen Gang zurückschalten, während andere Fahrer rechts und links an mir vorbeischossen. Vier von ihnen konnte ich schon in der ersten Runde wieder einholen, danach wurde es schwieriger.»

«Im zweiten Lauf hatte ich am Ende ein cooles Duell mit Marc Moser. In der letzten Runde hat er sich kurz an mir vorbeigepresst, doch ich konnte kontern. Für mich ist das Wochenende einerseits sehr gut, andererseits auch tragisch verlaufen. Meine Oma ist am Wochenende gestorben. Ihr widme ich meinen Sieg.»

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