Tagessieg für Kris Meeke

Von Toni Hoffmann
Meeke hängte seine Verfolger am 1. Brasilien-Tag deutlich ab

Meeke hängte seine Verfolger am 1. Brasilien-Tag deutlich ab

Basso besiegt IRC-Champion Vouilloz äusserst knapp im Kampf um den Ehrenrang

Kris Meeke hat bei der Südamerika-Premiere der Intercontinental Rally Challenge (IRC) seinen tiefschwarzen Stempel der Überlegenheit aufgedrückt. Meeke, der schon mehrmals in der Rallye-WM überzeugte, gewann im Peugeot 207 S2000 klar die erste von zwei Etappen der brasilianischen Rallye Curitiba. Während Meeke auf dem brasilianischen Kieselschotter mehr oder weniger seine eigene Rallye fuhr, entbrannte hinter ihm ein bis auf den letzten Tageskilometer heisser Kampf um den Ehrenplatz.

Bis vor der letzten Prüfung lag Meeke’s Kronos-Teamkollege und IRC-Titelverteidiger Nicolas Vouilloz auf dem Ehrenrang, hatte aber mit nur 5,3 Sekunden Giandomenico Basso, IRC-Gewinner 2006, im Fiat-Abarth Grande Punto S2000 dicht hinter sich. Auf der letzten Tagesentscheidung setzte Basso auf volles Risiko. Mit Erfolg – um den Wimpernschlag von nur drei Zehntelsekunden verdrängte er seinen Titelnachfolger Vouilloz auf den dritten Platz, auf den Tagessieger Meeke hatte er aber schon einen Rückstand von 48,6 Sekunden.

«Mir hat die Rallye bisher gut gefallen. Unser Tag war perfekt», meinte Meeke. «Ich habe heute wirklich richtig attackiert, fast schon am Limit. Ich wollte mir für morgen ein gutes Polster schaffen», meinte der Irländer Meeke, der er auf der ersten Brasilien-Etappe Bestzeit an Bestzeit reihte und so seine Führung kontinuierlich zum Tagessieg ausbaute. Ein kleines Trostpflaster für seinen total verkorksten IRC-Auftakt in Monte Carlo. Dort schied er nach einer mehrfachen Rolle auf der zweiten Etappe vorzeitig aus.

Freddy Loix, der nach seinem zweiten Platz bei der Saisoneröffnung in Monaco als Tabellenbester mit seinem Kronos-Peugeot 207 S2000 als erstes Fahrzeug auf die Schotterpisten musste, zollte der Rolle als Strassenfeger Tribut. Er erreichte mit einem Rückstand von 1:22,5 Minuten den fünften Rang. «Unter diesen Umständen kann man keine guten Zeiten fahren», meinte Loix,

Als Überraschung vor ihm platzierte sich der Argentinier Alejandro Cancio im besten seriennahen Mitsubishi Lancer mit einem Rückstand von 1:03,5 Minuten auf Meeke vor ihm. Sein Landsmann und Teamkollege Marcos Ligato, ein in der Produktionswagen-WM (PRWC) sehr erfahrener und bekannter Pilot, zerstörte auf der sechsten Prüfungen den Kühler und schied aus.

Ergebnis der Rallye Curitiba nach 1 von 2 Etappen und 7 von 13 Prüfungen (= 100,87 von 220,38 km) und 388 von 686 Gesamtkilometern:
1. Kris Meeke/Paul Nagle (GB/GB), Peugeot 207 S2000, 50:47,0 min.
2. Giandomenico Basso/Mitia Dotta (I/I), Fiat-Abarth Grande Punto S2000, + 48,6 se.
3. Nicolas Vouilloz/Nicolas Klinger (F/F), Peugeot 207 S2000, + 48,9 sec.
4. Alejandro Cancio/Santiago Garcia (RA/RA), Mitsubishi Lancer, + 1:03,6 min.
5. Freddy Loix/Isidoor Smeets (B/B), Peugeot 207 S2000, + 1:22,5 min.
6. Viktor Galeano Tomboly/Diego Fabiani (PY/PY), Mitsubishi Lancer, + 2:31,6 min.
7. Oswaldo Scheer/Gilson Rocha (BZ/BZ), Mitsubishi Lancer, + 5:36,6 min.
8. Paulo Nobre/Edu Paula (BZ/BZ), Mitsubishi Lancer, + 7:03,6 min.

Ausführlicher Bericht in der Print-Ausgabe Nr. 12 am Dienstag, 10. März.

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