Meeke gewinnt auch auf den Azoren

Von Toni Hoffmann
IRC
Kris Meeke mit zweitem Sieg an die Tabellenspitze

Kris Meeke mit zweitem Sieg an die Tabellenspitze

Mit seinem zweiten Saisonsieg in der Intercontinental Rally Challenge (IRC) erobert Kris Meeke auch die Tabellenführung.

Der vierte IRC-Lauf auf den Azoren war einfach die Rallye von Kris Meeke. Er übernahm im Peugeot 207 S2000 auf der zweiten Entscheidung die Führung und verwaltete diese am Ende schon fast problemlos bis ins Ziel. Mit zehn von 17 Bestzeiten fuhr er auf der Atlantik-Insel Sao Miguel einen Vorsprung von 53,1 Sekunden auf Jan Kopecky im Skoda Fabia S2000 heraus. Mit seinem zweiten Saisonsieg setzte er sich in der IRC-Tabelle mit 20 Punkten an die Tabellenspitze und verdrängte um zwei Zähler seinen Teamkollegen Freddy Loix, der auf den Azoren nach anfänglichen Schwierigkeiten mit einem Rückstand den vierten Platz (Rückstand: 2:15,2 Minuten) erreichte.

«Als ich am Nachmittag einen komfortablen Vorsprung und eine sichere Führung hatte, habe ich mein Tempo gedrosselt. Weil ich meinen Sieg nicht verspielen wollte, habe ich jedes Risiko vermieden», sagte der zweifache Saisonsieger Meeke.

Der zweite Rallyetag begann wenig erbaulich. War es am Freitag noch trocken mit etwas Sonnenschein, wurde die zweite Etappe unter starkem Regen und teils mit dichtem Nebel gestartet. Die Schotterpisten gestalteten sich teils als eine Rutschpartie und wegen der Sicht zu einem Trip ins Unbekannte. Erst am Nachmittag hörte es zu regnen auf. Während Meeke sich mit einer Reihe von Bestzeiten von seinen Verfolgern entfernte, duellierten sich der IRC-Champion Nicolas Vouilloz im einem weiteren Peugeot 207 S2000 des belgischen Kronos-Teams mit Kopecky um den Ehrenrang. Auf der 12. Prüfung zog Kopecky am Titelverteidger vorbei und hielt ihn am Ende 11,7 Sekunden hinter sich.

Loix profitierte bei seinem Aufstieg vom fünften auf den vierten Platz vom Pech des vor ihm platzierten Anton Alen. Der drehte sich in der letzten Entscheidung und blieb in einem Hohlweg mit seinem Fiat-Abarth Grande Punto stecken. Mit einem Zeitverlust von mehr als 15 Minuten stürzte auf den 16. Platz ab. Auf der ersten Entscheidung am Samstag schlug sein bis dahin auf dem sechsten Platz liegender Teamkollege Gaindomenico Basso an, mit der Folge, dass er eine Prüfung später mit Aufhängungsschaden aufgeben musste.

Mit einem Achtungserfolg schloss Franz Wittmann seinen zweiten IRC-Start ab. Im Mitsubishi Lancer erreichte bei der stark besetzten Azoren-Rallye einen beachtlichen sechsten Platz (Rückstand: 5:33,2 Minuten). Dieser brachte dem Sohn des zwölffachen Österreichischen Staatsmeister Franz Wittmann die ersten drei IRC-Punkte ein. «Schade, dass es nicht zum sportlichen Herzschlagfinale gekommen ist. Ich war bis in die Haarspitzen motiviert. Aber es war einfach zu gefährlich. Meine Bilanz ist positiv. Es gab aber viele Hochs und Tiefs. Es war eine sehr schwierige Rallye und Bernhard hat einen wirklich tollen Job gemacht», freute sich Wittmann über seinen Azoren-Erfolg.

Hinter ihm platzierte sich der WM-Pilot Conrad Rautenbach, der bei seinem IRC-Einstand im Peugeot 207 S2000 5:35,8 hinter Meeke und 2,6 Sekunden hinter Wittmann.

Ergebnis der Rallye Azoren nach 2 Etappen und 17 Prüfungen (= 207,82 km) und 795 Gesamtkilometern:

1. Kris Meeke/Paul Nagle (GB), Peugeot 207 S2000, 2:36:48,3 h.
2. Jan Kopecky/Petr Stray (CZ), Skoda Fabia S2000, + 53,1 sec.
3. Nicolas Vouilloz/Nicolas Klinger (F), Peugeot 207 S2000, + 1:04,8 min.
4. Freddy Loix/Frédéric Miclotte (B), Peugeot 207 S2000, + 2:15,2
5. Fernando Peres/José Pedro Silva (P), Mitsubishi Lancer, + 4:45,2
6. Franz Wittmann/Bernhard Ettel (A), Mitsubishi Lancer, + 5:33,2
7. Conrad Rautenbach/Daniel Barritt (ZW/GB), Peugeot 207 S2000, + 5:35,8
8. Ricardo Moura/Sancho Eiro (P), Mitsubishi Lancer, + 5:41,3
9. Bruno Magalhaes/Carlos Magalhaes (P), Peugeot 207 S2000, + 7:03,5
10. Bernardo Sousa/Jorge Calvalho (P), Fiat-Abarth Grande Punto,+ 8:13,8

IRC-Stand nach 4 von 12 Läufen:

1. Meeke: 20 Punkte
2. Loix: 18
3. Vouilloz: 14
4. Kopecky: 13
5. Ogier: 10
6. Basso: 10
7. Tundo: 10
8. Cavennagh: 8
9. Rose: 6
10. Sarrazin: 6

Ausführlicher Bericht in der Print-Ausgabe Nr. 21 am Dienstag, 12. Mai.

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