Belgische Meister gegen ausländische Legion

Von Toni Hoffmann
IRC
Die IRC-Spitze: Kris Meeke und Freddy Loix

Die IRC-Spitze: Kris Meeke und Freddy Loix

Die belgischen Meister müssen sich bei ihrem Heimspiel in der Intercontinental Rally Challenge (IRC) einer starken ausländischen «Invasion» stellen.

Der fünfte IRC-Lauf im belgischen Ypern, gleichzeitig auch die vierte Runde in der Rallye-Europameisterschaft, ist nach dem Nennungsergebnis die bisher am stärksten besetzte Rallye der «zweiten Liga» in diesem Jahr. Für den belgischen Asphalt-Klassiker in Flandern haben 17 Super 2000-Fahrzeuge mit sieben verschiedenen Herstellern genannt.

Die bedeutendste belgische Rallye wird in diesem Jahr für die einheimischen Top-Stars zu einer Frage der Ehre, denn diese sehen sich diesmal einer starken ausländischen Invasion gegenüber. Als Top-Favorit gilt Freddy Loix, der im letzten Jahr zum fünften Mal in Ypern gewonnen hatte. Bei Loix geht es nicht nur um seinen Heimsieg, er möchte im Peugeot 207 S2000 die beim vorausgegangenen Lauf auf den Azoren verlorene IRC-Führung wieder zurückerobern. Diese hatte ihm auf der Atlantik-Insel sein britischer Kronos-Teamkollege Kris Meeke mit seinem zweiten Saisonsieg weggeschnappt und ihn um zwei Punkte in die Verfolgerrolle gedrängt.

Das einheimische Kronos-Team tritt mit einem starken Aufgebot an. Neben den drei mehr oder weniger offiziellen Peugeot 207 für Loix, Meeke und den IRC-Titelverteidiger Nicolas Vouilloz setzt Teamchef Marc van Dalen noch zwei weitere 207 ein. In einem sitzt der erst 20 Jahre alte Thierry Neuville, der von den belgischen Journalisten in das Peugeot-Cockpit des BFGoodrich Drivers Team gewählt worden ist. Den fünften steuert der vierfache belgische Meister Pieter Tsjoen. Die starke «Löwen»-Armada ergänzen die Italiener Luca Betti, Davide De Benedetto und Corrado Fontana sowie der EM-Spitzenreiter Michal Solowow aus Polen und der Schweizer Brian Lavio.

Im Team des IRC-Herausforderers Fiat gibt es eine Überraschung. Im Fiat-Abarth Grande Punto S2000 ersetzt der Belgier Bernd Casier den bisherigen finnischen Stammpiloten Anton Alen. Den zweiten Punto steuert unverändert der Italiener Giandomenico Basso. Skoda schickt drei Fabia S2000, die diesmal vom belgischen Team von René Georges eingesetzt werden, auf die flämischen Asphaltpisten, mit dem Tschechen Jan Kopecky und dem Finnen Juha Hänninen. Der erklärte Skodafavorit aber dürfte der einheimische Asphaltspezialist und WM-Pilot François Duval sein, auch wenn sein letzter Ypern-Start schon einige Jahre zurückliegt. Zudem bringt René Georges einen VW Polo S2000 für die belgische Rallye-Legende und siebenfachen Meister Patrick Snijers an den Start.

Seine IRC-Premiere feiert der brandneue Opel Corsa S2000, der vom britischen MSD-Team entwickelt worden ist. Diesen pilotiert der einstige französische WM-Pilot Alexandre Bengué, der in Ypern seinen IRC-Einstand gibt.

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