Indy 500: Unerwarteter Sieg für Japaner Takuma Sato

Von Oliver Müller
Indy Car
Sieger der 104. Ausgabe der 500 Meilen von Indianapolis: Der Dallara-Honda von Takuma Sato

Sieger der 104. Ausgabe der 500 Meilen von Indianapolis: Der Dallara-Honda von Takuma Sato

Nach 2017 feierte Takuma Sato im Dallara-Honda von Rahal Letterman Lanigan seinen zweiten Sieg bei den 500 Meilen von Indianapolis. Rang zwei ging an Scott Dixon, der lange dominierte. Fernando Alonso kam auf Platz 21.

Die 104. Ausgabe der 500 Meilen von Indianapolis war eine ganze besondere. Erstmals in der Geschichte fand das legendäre Rennen ohne Zuschauer statt – und erstmals auch im Monat August. Erstmals war auf die Rennwagen zudem der gewöhnungsbedürftige Aeroscreen montiert, der die Piloten vor anfliegenden Teilen/Trümmern schützen soll. Am Ende eines sehr unterhaltsamen Rennens gewann nach circa drei Stunden und 15 Minuten der Japaner Takuma Sato den großen Klassiker. Nach 2017 war es bereits sein zweiter Sieg in Indianapolis.

Nach der wie üblich emotionalen und bewegenden Pre-Race-Show mit amerikanischer Nationalhymne und dem traditionellen Song «Back Home Again in Indiana» gab diesmal der neue Besitzer des Indianapolis Motor Speedways Roger Penske den offiziellen Command «Gentlemen Start Your Engines». Marco Andretti (Andretti-Herta Autosport-Honda) begann das Rennen von der Pole-Position.

Doch schon in der ersten Runde setzte sich zunächst Scott Dixon im Honda von Chip Ganassi Racing an die Spitze. Nach sechs Runden gab es die erste Gelbphase als beim Australier James Davison (Dale Coyne Racing-Honda) die rechte vordere Bremse brannte. In Runde 25 folgte die nächste Neutralisation nach einem Mauerkontakt von Marcus Ericsson (Chip Ganassi Racing-Honda).

Im Anschluss an die anstehenden Boxenstopps im Feld übernahm mit Oliver Askew (Arrow McLaren SP-Chevrolet) erstmals ein anderer Fahrer als Dixon den Lead. Schnell holte sich dann aber Vorjahressieger Simon Pagenaud (Team Penske-Chevrolet) die Spitze. Als beide Chevrolet-Piloten dann jedoch zum eigenen Stopp in die Box kamen, stellte sich die alte Reihung wieder ein und Dixon ging in Runde 50 zurück in Führung.

Dixon befand sich zu diesem Zeitpunkt letztendlich in einem anderen Boxenstopp-Rhythmus als Askew und Pagenaud. In Runde 85 löste dann ein Mauerkuss von Dalton Kellett (A. J. Foyt Enterprises-Chevrolet) die nächste Safety-Car-Phase aus. Diese ließ dann eigentlich das ganze Feld zum Stopp hineinkommen, was die unterschiedlichen Strategien wieder neutralisierte. Eine Änderung an der Spitze gab es jedoch dennoch nicht, da Dixon weiterhin das Feld souverän anführte.

Direkt beim Re-Start crashten Askew und Conor Daly (Ed Carpenter Racing-Chevrolet) heftig in die innere Streckenbegrenzung und sorgten dadurch gleich wieder für die nächste Gelbphase. Kurz nach Rennhalbzeit (Runde 103) wurde Dixon dann auf der Strecke zum ersten Mal überholt, als sich Alexander Rossi (Andretti Autosport-Honda) den ersten Platz vom Neuseländer schnappte.

Wie es schien, hatte Dixon diese Situation jedoch geplant, um im Windschatten hinter Rossi etwas Sprit sparen zu können. In den folgenden Runden wechselten Dixon und Rossi immer mal die Positionen. Das ging bis zur nächsten Gelbphase so, die durch Alex Palou (Dale Coyne Racing-Honda) ausgelöst wurde. Rossi berührte bei den fälligen Stopps in der Boxengasse dann jedoch Takuma Sato (Rahal Letterman Lanigan Racing-Honda) und wurde von der Rennleitung mit einer Strafe belegt und ans Ende der Feldes (der Führungsrunde) beordert.

So machte Dixon im weiteren Rennverlauf wieder alleine die Pace. Doch in Runde 145 musste schon wieder das Safety-Car auf die Strecke, als Rossi etwas übermotiviert ebenfalls in die Streckenbegrenzung rutschte. Somit war einer der größten Konkurrenten von Dixon aus dem Rennen.

Als das Rennen wieder frei gegeben wurde, übergab Dixon dann die Führung an den ebenfalls über das gesamte Rennen stark aufgelegten Sato. Er hielt sich jedoch in Schlagdistanz. 30 Runden vor Schluss machte der Neuseeländer seinen letzten Stopp und reihte sich kurz vor dem Japaner ein.

Doch Sato konterte und holte sich die Spitze zurück. Bis hin zum Rennende kämpften die Beiden sehenswert um die Führung. Dixon fand jedoch keinen Weg mehr vorbei am Japaner. Eine Gelbphase drei Runden vor Schluss (Crash von Spencer Pigot) fror die Rennaction schließlich komplett ein, sodass Sato die 104. Ausgabe der 500 Meilen von Indianapolis gewann.

Sein Rahal Letterman Lanigan Racing-Teamkollege Graham Rahal komplettierte das Podium. Hinter Santino Ferrucci (Dale Coyne Racing-Honda) wurde Josef Newgarden (Team Penske) auf Platz fünf bester Chevrolet-Pilot. Fernando Alonso schaffte es nach einem eher unauffälligen Rennen final auf Platz 21 (mehr zu seinem persönlichen Renngeschehen folgt).

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