Lockdown: Was machten die Rennstrecken-Instruktoren?
Von der Corona-Krise betroffen waren nicht nur die Renntrainings-Veranstalter, sondern auch deren Instruktoren, die meist als Freiberufler arbeiten. Sie unterlagen faktisch einem Berufsverbot.
Der Schweizer Peter "Pedro" Spörri ist freiberuflicher Privat-Trainer auf der Rennstrecke. Pro Jahr ist er an rund 35 Rundstrecken-Events etwa 100 Tage auf der Rennstrecke, An- und Abreisetage nicht eingerechnet.
Sein Konzept heisst "
"Ich war mit zwei Kunden an einem Event von Bike Promotion in Valencia. Am Nachmittag des 13. März hiess es plötzlich: Packt alles zusammen, wir müssen abreisen, um Mitternacht macht Spanien zu Grenzen zu", schildert er seinen letzten regulären Arbeitstag vor der Coronakrise.
Pedro beantragte und bekam Corona-Erwerbsersatz-Entschädigung zugesprochen, da er aufgrund der Corona-Massnahmen seine berufliche Tätigkeit nicht ausüben kann. Diese deckt immerhin seine Fixkosten. "Das ist für mich mehr als in Ordnung, ich bin froh, dass ich überhaupt etwas bekomme", sagt er.
Hochgradig solidarisch zeigten sich seine Kunden, keiner wollte sein Geld für bereits gebuchte und in der Folge abgesagte Trainings zurückhaben, alle akzeptierten Gutschriften. "Stammkunden fragten an, ob sie mir Geld für geplante Coachings vorschiessen sollen", erzählt Pedro, "doch dank der Unterstützung der Erwerbsersatzkasse brauchte ich das nicht."
Als die Rennstrecken ab Mitte Mai wieder öffneten, war das für ihn eher ein Ärgernis denn ein Trost, denn die Reisebeschränkungen blieben in Kraft. Trainieren konnten nur Einheimische. "Ich verlor nicht nur meine Arbeit, sondern auch mein Hobby", resümiert Pedro.
Ganz aufs Motorrad verzichtete Pedro nicht. "Für einmal geht es nicht um Topspeed und Knie am Boden", sagte er verschwitzt nach dem ersten Training auf dem Trialmotorrad. Nun zeichnet sich ein Ende der Rundstrecken-Abstinenz ab, das nächste Coaching mit Kunden ist am 25. Juni auf der berühmten Strecke von Brünn geplant.
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