Vechta: Max Dilger neuer Deutscher Langbahnmeister

Von Rudi Hagen
Das Podest in Vechta mit der Club-Cheffin Sylvia Wollering

Das Podest in Vechta mit der Club-Cheffin Sylvia Wollering

Max Dilger holte sich in Vechta die Deutsche Langbahnmeisterschaft. Der Lahrer kam am Samstagabend vor zirka 4000 Zuschauern auf 26 Punkte. Vizemeister wurde Lukas Fienhage vom AC Vechta (24) vor Stephan Katt (21).

Nach der Absage von Martin Smolinski, der für seinen Club Landshut im Speedway in Polen unterwegs war, reduzierte sich die Favoritenliste für die Deutsche Langbahn-Meisterschaft in Vechta auf eine Handvoll Fahrer. Max Dilger, Lukas Fienhage, Stephan Katt, Michael Härtel und Jörg Tebbe musste man im Vorfeld auf dem Zettel haben, wenn man den künftigen Titelträger tippen sollte.

Letztlich kam es dann auch so, nur der einzige Ausländer im Feld, der Niederländer Dave Meijerink als Reservist, erwies sich im Verlaufe des Abends bei seinen drei Einsätzen mit drei Laufsiegen als echter Top-Pilot.

Nach den Vorläufen führte Max Dilger das Feld im Reiterwaldstadion mit 19 Punkten an vor Lokalmatador Lukas Fienhage, der in Heat 10 schon erstmals hinter Dilger nur Zweiter wurde. Punkte-Dritter war Stephan Katt (16), der im Verlaufe der durch einsetzenden Regen schwieriger werdenden Bahnverhältnisse seine Langbahn-Qualitäten zeigte.

Der starke Michael Härtel machte in seinem dritten Heat unangenehme Bekanntschaft mit der Airfence. Nach dem Start war er gegen Dave Meijerink zu weit nach außen geraten und fuhr hier seinen ersten Null-Punkte-Lauf ein. Damit waren seine Titelaussichten schon arg gesunken. Jörg Tebbe punktete ordentlich, aber nicht konstant genug, um am Ende die Nase vorne zu haben.

Die knapp 4000 Zuschauer, behördlicherseits waren 5000 erlaubt, sahen dann im ersten Semifinale einen tollen Laufsieg des Niederländers Meijerink, der vor Dilger, Härtel, dem B-Lizenzler Timo Wachs und Tebbe ins Ziel fuhr. Das Semifinale 2 gewann Fienhage vor Katt, Christian Hülshorst aus Lüdinghausen, dem Wieder-Einsteiger Keijo Bünning und Fabian Wachs aus Werlte.

Damit war für das Finale Hochspannung angesagt. Da die Punkte aus allen Läufen in die Endabrechnung eingingen, kamen nur noch Katt (19 Punkte), Fienhage (21) und Dilger (22) für die Titelvergabe in Frage. Aber es konnte sich auch noch ein Stechen entwickeln, wenn Fienhage gewinnen würde und Dilger nur Zweiter ankam. Für Härtel stand mit einem eventuellen Sieg noch Podestplatz 3 in Aussicht.

Doch daraus wurde nichts. Dilger legte von grün wieder einen Superstart hin, gefolgt von Härtel und Fienhage. Auf der Gegengeraden attackierte der Dingolfinger dann den führenden Schwarzwälder von außen, touchierte bei voller Fahrt die Planke und stürzte, blieb aber offensichtlich heil.

Der Wiederholungslauf brachte einen tollen Zweikampf zwischen Dilger und Fienhage. Der Pilot vom AC Vechta versuchte alles, kam an Dilger aber nicht vorbei, der hochverdient zum Deutschen Meistertitel fuhr. Dritter wurde Katt vor dem abgeschlagenen Tebbe.

«Wir wussten, dass es hier schwer für uns werden würde», sagte der neue Deutsche Meister Max Dilger bei der Siegerehrung, «der Regen hat dann noch einiges durcheinander gebracht. Bei uns war das heute Teamwork.»

Lukas Fienhage, der eigentlich mit dem Meistertitel in seinen 22. Geburtstag hineinfeiern wollte, zeigte sich «bodenlos» enttäuscht. «Ich habe keine Worte, wir haben alles versucht, haben drei Motorräder ausprobiert, einen Motor gewechselt, aber es hat nicht gereicht.»

Ergebnisse Langbahn-DM Solo Vechta:

1. Max Dilger (Lahr) 26 Punkte. 2. Lukas Fienhage (Lohne) 24. 3. Stephan Katt (Neuwittenbek) 21. 4. Michael Härtel (Dingolfing) 16. 5. Jörg Tebbe (Dohren) 15. 6. Christian Hülshorst (Lüdinghausen) 14. 7. Dave Meijerink (NL) 12. 8. Keijo Bünning (Güstrow) 10. 9. Timo Wachs (Werlte) 10. 10. Fabian Wachs (Werlte) 7. 11. Mario Niedermeier (Langquaid) 6. 12. Marcel Dachs (Weingarten) 4. 13. Daniel Rath (Güstrow) 4. 14. Jens Benneker (Wagenfeld) 4. 15. Danny Maaßen (Augsburg) 3. 16. Marcel Sebastian (Spenge) 2. 17. Dennis Helfer (Weilheim) 2.

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