Langbahn-GP: Warten auf die Rückkehr der Ex-Champions

Von Manuel Wüst
Langbahn-GP
Der zweifache Weltmeister Erik Riss

Der zweifache Weltmeister Erik Riss

Es gab Zeiten, da konnte man die Favoriten auf der Langbahn an einer Hand abzählen. Es kam aber auch schon vor, dass alleine Deutschland zig Spitzenfahrer hatte. Jüngste Entwicklungen verheißen eine spannende Zukunft.

Lukas Fienhage ist Langbahn-Weltmeister 2020, Martin Smolinski war es 2018 und Erik Riss 2014 sowie 2016. Diese drei sind die deutschen Weltmeister seit den vier Titelgewinnen von Joonas Kylmäkorpi in den Jahren 2010 bis 2013. Während Fienhage und Smolinski zumindest in der Saison 2019, als Dimitri Bergé den Titel gewann und der Bayer Vizeweltmeister wurde, als permanente WM-Starter aufeinandertrafen, kam es in diesem Jahr zu keinem Kräftemessen der deutschen Champions.

Nachdem Erik Riss sein Comeback auf der Langbahn im Gespräch mit SPEEDWEEK-Reporter Rudi Hagen ankündigte, es jedoch für eine GP-Dauer-Wildcard 2021 zu spät war, könnte ein Aufeinandertreffen des Weltmeistertrios 2022 Realität werden.

Doch nicht nur die Rückkehr von Erik Riss auf die Langbahn und ein genesener Martin Smolinski lassen die Hoffnung auf glorreiche Langbahn-Zeiten wachsen: In Deutschland stehen weitere starke Fahrer parat. Max Dilger hat 2020 eine gute Saison geliefert und steigert sich auf der Langbahn von Jahr zu Jahr. Michael Härtel hat das Zeug, auf der Langbahn einer der Top-Piloten zu sein, der heute 22-Jährige war 2017 bereits Vizeweltmeister.

Auch im Ausland gibt es einige Fahrer, die Top-Leistungen bringen können. Allen voran Mathieu Tresarrieu aus Frankreich, der seit 2016 in jedem Jahr eine WM-Medaille gewann und 2017 als erster Franzose Langbahn-Weltmeister wurde. Er sagte zwar seinen WM-Start 2021 aufgrund beruflicher Verpflichtungen und dem geplanten Hausbau ab, 2021 will Tresarrieu aber vereinzelte Rennen in Frankreich bestreiten und 2022 in den Grand Prix zurückkehren.

Zu den aufstrebenden Fahrern zählen der diesjährige Vizeweltmeister Kenneth Hansen aus Dänemark, die noch relativ jungen Briten Zach Wajtknecht (22) und James Shanes (23) sowie der Niederländer Romano Hummel (21).

Außerdem ist zu hoffen, dass zwei Weltmeister der letzten Jahre zurückkommen: Dimitri Bergé als Champion von 2019 legt seinen Fokus seither auf Speedwayrennen, hat mit 23 Jahren aber noch eine lange Karriere vor sich. Auf jeden Fall zurückmelden will sich Jannick de Jong, der Weltmeister von 2015 und dreifache Grasbahn-Europameister, dessen Dopingsperre (Marihuana) 2021 ausläuft.

In den 1980er- und 1990er-Jahren, als Fahrer wie Egon Müller, Karl Maier, Gerd Riss, Simon Wigg und Kelvin Tatum auf der Langbahn viele Titel gewannen, herrschte eine erstaunliche Leistungsdichte. Mischen die Medaillengewinner Erik Riss, Härtel, Bergé, Tresarrieu, Smolinski und de Jong wieder im Langbahn-GP mit, erwarten uns spannende Zeiten.

Line-up Langbahn-GP 2021:
Lukas Fienhage (D)
Kenneth Hansen (DK)
Zach Wajtknecht (GB)
Romano Hummel (NL)
Theo Pijper (NL)
James Shanes (GB)
Josef Franc (CZ)
Max Dilger (D)
Bernd Diener (D)
Hynek Stichauer (CZ)
Chris Harris (GB)
Thomas H. Jonasson (S)
Jesse Mustonen (FIN)
Martin Smolinski (D)

Ersatzfahrer:
Dave Meijerink (NL)
Gaetan Stella (F)
Jacob Bukhave (DK)
Fabian Wachs (D)
Jordan Dubernard (F)
Jarno de Vries (NL)
Martin Malek (CZ)

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