MotoE: Wieder Feuer – Ladestation ist explodiert

Von Günther Wiesinger
MotoE

Die Verantwortlichen des neuen MotoE-Weltcups machen sich lächerlich, verbrennen sinnlos Millionen – und sorgen in regelmässigen Abständen für eine Feuersbrunst. Heute auch in Spielberg.

Beim vierten MotoE-Event in diesem Jahr (Test in Jerez, Test in Valencia, Rennen in Sachsen) beim GP von Österreich in Spielberg brach zum zweiten Mal in dieser Saison ein Feuer im MotoE-Paddock aus. Um 15.30 Uhr war von weitem eine Qualmwolke zu sehen. Dann traten die Feuerwehrleute in Aktion, die Dorna-Manager Carlos Ezpeleta und Manel Arroyo stapften im Eilschritt zu den MotoE-Bikes und schauten sich die Misere aus der Nähe an.

Was war passiert? Eine der zehn mit Diesel-Generatoren bestückten Ladestationen von Seriensponsor Enel X war explodiert, als die Batterie der Maschine von Sachsenring-Sieger Niki Tuuli aus dem Aki-Ajo-geladen wurde. Die Trümmer flogen durch die Gegend, aber der Brand wurde zum Glück blitzartig gelöscht. Die Überreste der Ladestation wurden sicherheitshalber in einem feuerfesten Container verstaut.

Bisher fehlen genaue Informationen. Zuerst hieß es sogar, es sei die Batterie der Maschine von Tuuli in der Ajo-MotoE-Box eplodiert. 

Die Teamprinzipals der großen Werke wie Honda, Yamaha, Suzuki, Ducati, KTM und Aprilia haben von diesen dilettantischen MotoE-Eskapaden langsam die Schnauze voll. Auch Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta hat inzwischen ernsthafte Zweifel, ob er sich mit Enel den richtigen Energiepartner ausgesucht und sich mit den richtigen Verantwortlichen umgeben hat.

Ob die MotoE-Serie in dieser Form eine Zukunft hat, wird heute und in den nächsten Tagen heftig diskutiert werden. Bisher gibt es nur Sachschaden. Nicht auszudenken, wenn es die ersten Verletzten gibt.

Die Honda-Topmanager hatten schon nach dem Feuer in Jerez im März, als das gesamte Material samt 23 Bikes verbrannte, ein verbessertes Sicherheitskonzept gefordert. Jetzt steht der MotoE-Paddock etwas abseits des GP-Fahrerlagers. Aber besonders die Japaner wollen ihre Teammitglieder nicht täglich solchen Gefahren aussetzen.

«Ich will mir nicht ausmalen was geschieht, wenn der nächste Brand wieder um Mitternacht passiert. Dann wird er sicher nicht so blitzartig gelöscht wie heute am helllichten Tag», erklärte ein empörter Teammanager.

Statt sich um sichere Ladestationen zu kümmern, montierten die MotoE-Manager lieber Solar-Zellen als Attrappen auf den Dächern der Ladestation, obwohl sie mit keiner Ladestation verbunden sind und erst beim Saisonfinale im November in Valencia Strom erzeugen sollen.

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