Marcel Schrötter (Kalex/3.): «Es war mehr möglich»

Von Günther Wiesinger
Moto2
Marcel Schrötter war nach dem hart erkämpften dritten Platz beim Heim-GP auf dem Sachsenring nicht vollkommen zufrieden. «Ich habe noch nicht dasselbe Gefühl wie am Saisonbeginn.»

Marcel Schrötter (26), der in diesem Jahr schon dreimal auf der Pole-Position stand, wünschte sich nichts sehnlicher als einen Podestplatz beim Heim-GP auf dem Sachsenring, den er aus der ersten Startreihe in Angriff nahm. Nach einem hart umkämpften Rennen brauste der Kalex-Pilot aus dem Dynavolt Intact GP-Team als Dritter hinter Alex Márquez und Brad Binder über den Zielstrich. Seinen hartnäckigen Gegner Iker Lecuona (KTM) wurde Marcel noch in der Zielkurve los,. als der Spanier stürzte. Auf Sieger Márquez fehlten ihm schließlich nach 28 Runden nur 1,630 Sekunden.

Es war der erste Podestplatz für Schrötter seit dem Texas-GP. In der WM liegt er jetzt mit 97 Punkten an fünfter Stelle hinter Márquez (136), Lüthi (128), Fernandez (102) und Baldassarri sowie Navarro (je 97).

Schrötter liegt also vor der Sommerpause 39 Punkte hinter Spitzenreiter Alex Márquez. Trotzdem war der Bayer nicht restlos zufrieden. «Ja, besonders hier ist es eine helle Freude, dass mir die Rückkehr aufs Podium gelungen ist», strahlte der Kalex-Pilot. «Wir haben einige schwierige GP-Wochenenden hinter uns, seit wir in Jerez den neuen, breiten Hinterreifen von Dunlop bekommen haben. Seither habe wir beim Set-up nie mehr die ideale Lösung gefunden. Tom und ich haben nicht mehr das sichere Gefühl, das wir zuletzt in Texas gehabt haben.»

«Das war heute ein großartiges Rennen. Dieser Podestplatz beim Heimrennen ist wirklich erstaunlich. Aber ich spüre, dass wir ein bisschen besser abschneiden hätten können. Doch wenn man in so einen Fight mit einer Gruppe von starken Gegnern verwickelt ist, fällt es schwer, den Rennverlauf optimal zu managen. Alex Márquez hat heute den richtigen Riecher gehabt. Er ist zum richtigen Zeitpunkt nach vorne gefahren. Er hat gepusht und hat die Verfolger distanziert. Wir haben uns hinter ihm gegenseitig das Leben schwer gemacht. Ich bin etwas enttäuscht, weil ich der Meinung bin, es wäre etwas mehr drin gelegen als der dritte Platz. Aber wir müssen das Positive sehen und uns über diesen Podestplatz freuen. Außerdem haben wir ein gutes Qualifying geschafft, obwohl ich mich noch nicht so optimal auf dem Motorrad fühle wie vor dem Jerez-GP. Wir haben noch einige Arbeit vor uns, wenn wir wieder dorthin kommen wollen, wo wir am Saisonanfang waren.»

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