SM Frauenfeld: Auberson makellos, Triest glücklos

Von René Streuli
Motocross-SM

MX2-Titelverteidiger Killian Auberson erhöhte den Druck auf Meisterschafts-Leader Nick Triest mit einem makellosen Tagessieg beim traditionellen Ostermontag-Motocross in Frauenfeld.

Bereits im Zeittraining deutete Auberson vom Team KTM Schweiz an, dass er nicht gewillt ist, dem Yamaha-Piloten Triest irgendwelche Ostergeschenke zu machen, denn gerade mal ein paar wenige Tausendstelsekunden blieb er hinter dem Zeitschnellsten Belgier zurück. Aber auch die beiden Schweizer Andy Baumgartner und Cyrille Scheiwiller – beide auf Yamaha – zeigten sich im Zeittraining ebenfalls bereit für höhere Aufgaben.

Paukenschlag dann unmittelbar nach dem Start zum ersten Lauf: William Kehrli führte die gesamte Meute nach seinem Holeshot in die erste Runde. Dann die entscheidende Szene bereits in der zweiten Kurve unmittelbar vor der Helfer-Box: Triest, der nur mässig aus den Startlöchern kam, wurde durch einen Mitkonkurrenten über die Streckenbegrenzung hinausgedrängt, wodurch der Belgier bis ans Ende des Feldes zurückfiel.

Als Letzter startete er nun zu einer sehenswerten Aufholjagt mit dem Ziel auf Schadensbegrenzung. Während vorne Kehrli das Tempo bestimmte, erhöhte Auberson die Schlagzahl, was ihm bereits in der dritten Runde die Führung einbrachte. Gleichzeitig schien sich der Liechtensteiner Luca Bruggmann an seinen ersten Lauf im vergangenen Jahr zu erinnern, denn er blieb den beiden Führenden bis zur vierten Runde dicht auf den Fersen. Doch dies schien den KTM-Piloten nicht wirklich zu genügen, denn er ging an Kehrli vorbei, um selber Jagd auf Auberson zu machen.

Nach zwei Renndritteln bekam er jedoch selber den Atem von Walther zu spüren, der ganz offensichtlich noch immer hungrig auf Podestplätze ist. Denn nachdem er sich bei Rennhälfte Kehrli geschnappt hatte, gelang es ihm auch noch Bruggmann von Platz 2 zu verdrängen.

Doch nicht nur vorne an der Spitze wurde grosser Sport geboten; nein auch hinten bot der zu Beginn des Rennens von der Strecke gedrängte Triest seine grosse Ein-Mann-Show. Runde für Runde pflügte er sich bis ins vordere Mittelfeld zurück, um schliesslich mit Rang 7 doch noch einige Meisterschaft-Zähler sicherzustellen.

Auberson feierte Doppelsieg

Im zweiten Lauf gewann Cyrille Scheiwiller der beste Start, gefolgt von den gleichen Hauptprotagonisten wie in Lauf 1. Triest, der ebenfalls gut ins Rennen fand, ging bereits in Runde 2 an Scheiwiller vorbei, wurde aber seinerseits durch Auberson unter Druck gesetzt, nachdem dieser eine Runde später ebenfalls an der #501 vorbeigehen konnte.

Kurz darauf dann der Führungswechsel: Auberson übernahm das Tempodiktat mit Triest im Nacken. Hinter den Beiden folgten Scheiwiller und die nimmersatten Walther, Baumgartner und Bruggmann. Dies ging einige Runden so weiter, bis plötzlich wieder Triest an der Spitzte auftauchte. Die beiden boten den zahlreich erschienenen Zuschauern fortan einen unterhaltsamen und hartumkämpften Fight. Schliesslich hatte Auberson am Ende dann doch das bessere Ende auf seiner Seite, nachdem Triest dem permanenten Druck nicht standhalten konnte, Auch wenn er nochmals zu kontern versuchte, sollte es ihm nicht mehr zum Laufsieg reichen. In der Folge feierte Auberson einen verdienten und überzeugenden Doppelsieg, vor Triest und dem nach einer Schulterverletzung wiedererstarkten Andy Baumgartner, der bereits nach acht Runden Platz 3 einnehmen und diesen bis ins Ziel behaupten konnte. Hinter den drei Ersten folgten Walther, Scheiwiller und Bruggmann auf den Rängen 4 bis 6.

Nick Triest nach dem Rennen: «Mit dem Rennen kann ich nicht zufrieden sein, denn im ersten Lauf wurde ich von einem Mitkonkurrenten bereits in der zweiten Kurve von der Strecke gedrängt. Danach stimmte etwas mit meinem Lenker nicht mehr. Ich versuchte mein Bestes, kämpfte um jeden Platz und pushte so gut es eben ging. Mit dem krummen Lenker war dies aber schwierig. Lauf 2 war besser, aber nicht gut genug, denn Auberson konnte schnell an mir vorbeigehen, bevor er kurz zu Boden musste und mir dadurch die erneute Führung ermöglichte. Doch dann hatte ich in einer Runde gleich zwei schlimme Fehler, wodurch er wieder an mir vorbeigehen konnte. Ich versuchte zwar nochmals zu kontern, aber es klappte nicht mehr.»

Auch mit dem Doppelsieg gelang es Auberson nicht, die Meisterschaftsführung zurückzuholen, doch immerhin konnte er den Rückstand auf Triest auf acht Punkte verkürzen. Die spannende Fortsetzung folgt am Pfingstmontag in Muri.

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