Max Nagl (Husqvarna): «Meine neue Lieblingsstrecke»

Von Thoralf Abgarjan
Max Nagl fühlt sich auf den Naturstrecken in Tschechien pudelwohl

Max Nagl fühlt sich auf den Naturstrecken in Tschechien pudelwohl

Der frühere WM-Kurs im tschechischen Dalecín ist der neue Top-Favorit von Max Nagl (Husqvarna), der auch die weitläufigen US-Strecken liebt. Aber die Rennstrecke von Dalecín war für ihn etwas ganz Besonders.

Max Nagl hat in seiner Karriere viel erlebt. Unvergessen ist sein Husarenritt beim Motocross der Nationen auf der Kultstrecke von Red Bud (USA), wo er mit den Rängen 11 und 6 der beste Fahrer des deutschen Nationenteams wurde. Seine Teamkollegen waren damals übrigens Ken Roczen und Henry Jacobi.

«Die amerikanischen Strecken waren schon immer mein Ding», erklärte der Routinier gegenüber SPEEDWEEK.com. «Weitläufig, flüssig, schnell und mit vielen unterschiedlichen Linien. Aber wenn es um meine Lieblingsstrecke geht, spielen natürlich auch andere Faktoren eine Rolle. Der Talkessel in Teutschenthal zum Beispiel gehörte schon immer zu meinen Top-Favoriten. Das hat aber viel mit den Fans zu tun, die dort immer eine einmalige Atmosphäre schaffen. Das waren für mich unvergessliche Momente. Zum reinen Fahren war die Strecke im spanischen Bellpuig bisher stets mein Lieblingskurs.»

Doch seit dem letzten Wochenende hat sich das geändert. Bereits zum zweiten Mal trat Nagl auf der malerisch gelegenen früheren WM-Strecke in Dalecín an, eine in die Landschaft eingebettete Naturstrecke in Tschechien. «Der Kurs hat mir letztes Jahr schon so gut gefallen», erinnert sich Nagl. «Aber in diesem Jahr war es noch viel besser. Die Sprünge wurden verbessert, der Kurs war noch flüssiger und durch das Wetter war die Strecke super griffig. Das Fahren dort hat richtig Spaß gemacht. Ich bin nur im 3. und 4. Gang gefahren. Das war die schönste Strecke, auf der ich je gefahren bin.»

Auch Fahrer wie der legendäre Harry Everts haben Dalecín in bester Erinnerung. Tschechische Hartbodenstrecken sind 'oldschool', doch sie haben einen zeitlosen Charme. Für die Zuschauer ist die in die Landschaft eingebettete Strecke gut einsehbar. Und wenn die Fahrer Spaß haben, sind spannende Rennen schon so gut wie sicher. «Dalecín ist meine neue Lieblingsstrecke», gibt Nagl zu. «Schade, dass es in diesem Jahr diese Terminüberschneidungen mit den Masters gibt, sonst würde ich die ganze tschechische Meisterschaft fahren. Aber in diesem Jahr haben die ADAC MX Masters definitiv Vorrang.» Nagl gewann in Dalecín übrigens beide MX1 Wertungsläufe überlegen.

Ergebnis tschechische Meisterschaften Dalecín:

1. Max Nagl (D), Husqvarna, 1-1
2. Michael Kratzer (A), Honda, 2-3
3. José Butron (E), KTM, 5-2

Zwischenstand nach Runde 3:

1. José Butron (E), KTM, 130
2. Dusan Drdaj, CZ), GASGAS, 110
3. Max Nagl (D), Husqvarna, 100

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