Bradley Smith (KTM): Silverstone mit neuem Crew-Chief

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Crew-Chief Tom Jojic wird durch den Spanier Esteban Garcia ersetzt

Crew-Chief Tom Jojic wird durch den Spanier Esteban Garcia ersetzt

Bradley Smith ist überzeugt, dass die KTM RC16 in Silverstone ein schlagkräftiges Paket sein wird. Mit Esteban Garcia bekommt er einen neuen Crew-Chief.

Red Bull KTM-Werkspilot Bradley Smith musste sich beim GP von Österreich von Testfahrer Mika Kallio (Platz 10) besiegen lassen.
«Das Testteam hat ganz klar etwas gefunden, was wir bisher nicht ausgetüftelt haben, das müssen wir analysieren», stellte der 26-jährige Engländer fest.

Bradley Smith hat aber auf dem Red Bull Ring die Überzeugung gewonnen, dass die leistungsstarke KTM RC16 auf dem Silverstone Circuit ein schlagkräftiges Paket sein wird.

Da Bradley in diesem Jahr immer zu lange brauchte, um auf die Zeiten von Pol Espargaró zu kommen, wird jetzt sein Crew-Chief ausgetauscht. Statt des Kanadiers Tom Jojic kommt der Spanier Esteban Garcia, der bisher für das Testteam mit Mika Kallio zuständig war.

«Wir müssen rausfinden, wo die starken Stellen von Mika in Österreich waren und dann für meinen Heim-GP in Silverstone alles besser auf die Reihe bekommen», meint Smith. «Die Windkanaltests, die wir im Sommer absolviert haben, machen sich bereits bezahlt. Unser Top-Speed war in Spielberg ausgezeichnet, das wird uns auf dem flüssigen Kurs in England entgegenkommen. In Österreich hat mich im Rennen kein einziger Fahrer auf den Geraden überholt. Das Team hat auf diesem Gebiet fantastische Arbeit geleistet. Jetzt liegt es an mir, das Motorrad schneller um die Kurven zu bringen und dann flotter heraus zu beschleunigen.»

«Ich weiß, wie ich das Maximum aus mir und aus dem Motorrad herauskitzle. Ich weiß, wie man ein Motorrad fährt. Aber ich muss in der jetzigen Situation die Ruhe bewahren, ich darf mich nicht zu sehr darum kümmern, wer mich überholt und wer mir davonfährt, ich muss die Emotionen unterdrücken. Es geht immer darum, das Motorrad im Rennen unversehrt an die Box zu bringen und das bestmögliche Resultat zu erringen, das an diesem Tag mit diesem Paket möglich ist. Wenn du emotional wirst und dich verkrampfst, wird alles nur schlimmer.»

Wie fühlt sich Bradley Smith vor dem Heimrennen? «Ich bin extrem aufgeregt. Es ist immer schön, beim Heimrennen anzutreten und mitzufahren. Unser Bike dürfte zum Streckenlayout in Silverstone passen. Auf Pisten, die eine High-Speed-Natur haben, werden wir immer stärker. Aber wir müssen abwarten, welche Reifenmischungen Michelin mitbringt und wie unser Motorrad mit den vielen Bodenwellen fertig wird. Silverstone wird sehr holprig in diesem Jahr, wie immer. Davon bin ich überzeugt. Es wird also interessant für uns.»

Vor dem britischen WM-Lauf hat KTM in Misano getestet. «Nur einen Tag, ähnlich wie Ende April in Le Mans, nur damit wir einen Überblick bekommen, welche Reifen Michelin für Misano vorbereitet hat», schilderte der Brite. «Außerdem haben wir Set-up-Daten gesammelt, damit wir am Freitag, wenn wir im September wieder dorthin kommen, bereits eine Basis haben.»

Die britischen Fans wollen natürlich am Sonntag einen Briten auf dem MotoGP-Podest sehen, aber darum wird sich wohl Cal Crutchlow kümmern müssen, im Regen eventuell auch Scott Redding.

Bradley Smith verschwendet keine Gedanken an solche Träumereien. «Für mich wäre ein Top-Ten-Ergebnis schon sehr nett», meint er. «Wenn wir bei KTM drei Top-Ten-Ergebnisse hintereinander heimbringen könnten, das wäre überwältigend.»

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