Tom Lüthi: «MotoGP-Debüt kam schneller als gedacht»

Von Otto Zuber
MotoGP

Das Marc-VDS-Team nimmt die MotoGP-Saison mit zwei Rookies in Angriff. Dennoch unterscheiden sich die Ausgangslagen: Während Franco Morbidelli bereits Kampfansagen wagt, muss Tom Lüthi noch aufholen.

Die beiden Marc-VDS-Honda-Piloten Franco Morbidelli und Tom Lüthi starten in diesem Jahr in ihre erste Saison in der WM-Königsklasse. Obwohl beide noch keinen GP auf der MotoGP-Maschine bestritten haben, unterscheiden sich ihre Voraussetzungen für das MotoGP-Debüt stark voneinander. Denn während Morbidelli insgesamt fünf Vorsaison-Testfahrten bestreiten konnte, musste sich Lüthi verletzungsbedingt mit den drei Tests in diesem Jahr begnügen.

Dennoch blickt der Schweizer mit viel Zuversicht auf die anstehende MotoGP-Premiere auf dem Wüstenkurs von Katar: «Ich bin sehr aufgeregt, das alles kam jetzt schneller als erwartet. Die Zeit seit meinem ersten Test mit der Honda RC213V in Sepang verging die Zeit wie im Flug», erklärt er aufgeregt.

Lüthi weiss aber auch: «Obwohl ich in den drei Tests in Malaysia, Thailand und Katar schon einige Erfahrungskilometer sammeln konnte, brauche ich noch sehr viel mehr Übung. Deshalb freue ich mich zwar, dass mein erstes MotoGP-Jahr endlich beginnt, aber ich weiss auch, dass ich noch viel zu lernen habe. Ich muss die ersten Rennen deshalb wie einen erweiterten Test ansehen, bei dem ich mehr Erfahrung mit dem Bike und den Reifen sammeln kann. Das gilt auch für den Saisonauftakt in Katar.»

Teamkollege Morbidelli fügt kämpferisch an: «Ich habe ein gutes Gefühl und freue m ich schon auf mein erstes Wochenende in der höchsten WM-Klasse. Ich will es geniessen, gut mit dem Team zusammenarbeiten und präzise zu Werke gehen – im Grunde genommen also einfach alles richtig machen! Ich habe keine speziellen Ziele oder Erwartungen, ich kann nur sagen, dass es wichtig sein wird, da anzuknüpfen, wo wir zum Ende der Tests waren. Die Lücke zur Spitze und zu den besten Honda-Piloten sollte nicht grösser werden. Und natürlich wäre es auch super, wenn ich dann noch etwas zulegen und einige Dinge an der Abstimmung verbessern könnte.»

«Eines der Ziele in diesem Jahr ist natürlich der Titel des besten Rookies. Ich muss mich da gegen verschiedene Gegner aus der Moto2-Klasse behaupten und natürlich will ich auch diesmal der Beste sein. Ich werde alles daran setzen, um dieses Ziel zu erreichen», fügt der Moto2-Champion von 2017 an, und macht sich Mut: «Der Aufstieg in die MotoGP kann das Kräfteverhältnis natürlich verändern, aber wir haben ein gutes Gesamtpaket und sind bereit für den Kampf mit den anderen Neueinsteigern.»

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