Andrea Dovizioso (Ducati): «Hatte eine andere Idee»

Von Maximilian Wendl
MotoGP
Andrea Dovizioso hat noch keinen Vertrag für die Saison 2021

Andrea Dovizioso hat noch keinen Vertrag für die Saison 2021

MotoGP-Pilot Andrea Dovizioso macht sich in der Zwangspause nicht nur über seine eigene Zukunft Gedanken, sondern auch über die seines Honda-Rivalen Marc Márquez. Er hielt für möglich, dass Márquez das Team eintauscht.

Obwohl Andrea Dovizioso derzeit «il dolce far niente», zu Deutsch das süße Nichtstun, genießen könnte, macht sich der Italiener viele Gedanken über seine Zukunft. Der Ducati-Pilot hat ebenso wie sein Teamkollege Danilo Petrucci noch keinen Vertrag für die Saison 2021 in der MotoGP-Klasse unterschrieben. Auf dem Motorrad kann er aktuell keine Pluspunkte für eine Vertragsverlängerung sammeln, Druck verspürt Dovizioso deswegen aber nicht. «Ich habe noch keine gut definierten Pläne. Meine Zukunft hängt von vielen Faktoren ab», sagte er im Interview bei Sky Sport 24.

Geht es nach dem Ausschlussverfahren, dann sieht sich Dovizioso selbst nicht in der Superbike-Weltmeisterschaft. Er findet die Serie zwar «exzellent, aber anders. Wenn man in einer guten Ausgangslage ist, dann kämpft man in der MotoGP-Klasse um die Weltmeisterschaft. Es fällt mir schwer, mich mit einer anderen Serie zu beschäftigen».

Verlockender findet er neben Motocross auch das Duell auf vier Rädern. «Ich habe einige Projekte im Hinterkopf. Es gibt Autos, die geben mir einen Adrenalinschub, der dem auf einem Motorrad ähnelt. Bei Rallye oder Rallye-Cross ist das der Fall und als ich im vergangenen Jahr bei der DTM in Misano am Start war, hat mir das auch Spaß gemacht, obwohl es hart war.»

Der 34-Jährige macht sich aber nicht nur über seine eigene Karriere Gedanken, sondern beäugt auch ganz genau, was sich auf dem Fahrermarkt in der Königsklasse tut. So hat er beispielsweise den Vier-Jahres-Vertrag des Honda-Rivalen und Weltmeisters Marc Márquez durchaus verblüfft zur Kenntnis genommen: «Ich hatte das nicht erwartet. Ich hatte eigentlich eine ganz andere Idee: Ich dachte, er nimmt eine Herausforderung auf einem anderen Motorrad an. Aber hinter den Kulissen wird sich da sicher etwas ergeben haben, worüber wir nicht Bescheid wissen.»

Sobald die Coronakrise überwunden ist, erwartet Dovizioso einen harten Kampf um die Weltmeisterschaft. «Im Vorjahr hat Marc keine Zweifel aufkommen lassen. Aber, das Schöne im Motorradsport ist, dass jede Saison anders ist. Es wird von Beginn an spannend werden. Mindestens vier Fahrer können um Siege und den Titel mitfahren.»

Wäre es planmäßig in Katar losgegangen, so hätten dort nach den Tests gleich sechs oder sogar sieben Fahrer Ansprüche auf den Sieg gehabt. «Kleinigkeiten werden entscheiden, denn das Niveau ist gestiegen», ist sich Dovizioso sicher. Überzeugt ist er auch davon, dass er mit seinem Ducati-Team über den Winter gute Arbeit geleistet hat: «Wir haben eine Menge Material getestet, obwohl man an sechs Testtagen nicht viel machen kann.»

Jetzt sehnt Dovi das Ende der Zwangspause herbei. Bis es aber soweit ist, darf der Italiener das süße Nichtstun noch ein wenig genießen und sich dabei Gedanken über seine Zukunft und die der Kollegen machen.


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