Brad Binder (KTM): «Dafür trainieren wir hart»

Von Nora Lantschner
MotoGP
Brad Binder steigt auf seine Red Bull-KTM

Brad Binder steigt auf seine Red Bull-KTM

Red Bull-KTM-Werksfahrer Brad Binder vermutet, dass die Kombination aus seiner Fahrweise und der RC16 die Herzfrequenz nach oben treibt. Wie der MotoGP-Rookie damit umgeht.

Im Vorjahr führte WM-Promoter Dorna eine neue Grafik ein, um den Zuschauern die Herzfrequenz einiger MotoGP-Stars in Echtzeit auf die TV-Bildschirme zu bringen. In Spielberg sorgte dieses Extra nun einmal mehr für Gesprächsstoff, weil Maverick Viñales sich auf seiner M1 bei 120 Schlägen pro Minute einpendelte, während der Pulsmesser bei Ducati-Pilot Jack Miller deutlich über 160 Schläge pro Minute verzeichnete.

Wie schätzt Red Bull-KTM-Star Brad Binder sich ein? «Es ist verrückt, wenn man auf den Bildschirmen die Unterschiede in der Herzfrequenz sieht. Ich glaube, dass die Kombination aus mir und meinem Bike eher auf einem höheren Level liegt. Aber deshalb trainieren wir unter der Woche auch hart», ergänzte der Brünn-Sieger schmunzelnd.

Verfügt der 25-jährige Südafrikaner über eine besondere Herangehensweise? Immerhin wird er als MotoGP-Rookie auf der rund 290 PS starken RC16 immer wieder mit noch relativ neuen Situationen und Herausforderungen konfrontiert. «Ich glaube, wenn man das Gefühl hat, etwas kurzatmig zu werden oder Probleme zu bekommen, ist es wichtig, einen Schritt zurück zu gehen und sich ein bisschen zu entspannen. Es ist unglaublich, was für einen riesen Unterschied man machen kann, wenn man sich einfach etwas entspannt», betonte Binder. «Es ist merkwürdig, weil die Rundenzeit oft schneller wird, wenn man total gechillt ist und nicht so sehr kämpft.»

Der Moto2-Vizeweltmeister des Vorjahres ist übrigens auch noch immer damit beschäftigt, seinen Fahrstil noch besser an die MotoGP-Maschine anzupassen: «Auf den fließenderen, schnellen Strecken fühle ich mich viel besser. Aber wenn es mehr darum geht, hart zu bremsen, das Bike wirklich zu stoppen und dann die Beschleunigung aus der Kurve zu nutzen, habe ich noch viel mehr Mühe. Sicher geht es darum zu lernen, wie man die Wheelie-Neigung und alles im Kurvenausgang besser kontrolliert. Aber auch im Kurveneingang, da stelle ich das Bike im letzten Moment noch immer etwas quer, was ich eigentlich nicht will. Ich wünschte, das würde nicht passieren. Wir haben hart daran gearbeitet und versucht, das mehr unter Kontrolle zu bekommen. Uns ist auch eine Verbesserung gelungen», versicherte der WM-Vierte.

WM-Stand nach 5 von 14 Rennen:

1. Quartararo, 70 Punkte. 2. Dovizioso 67. 3. Miller 56. 4. Binder 49. 5. Viñales 48. 6. Nakagami 46. 7. Rossi 45. 8. Mir 44. 9. Oliveira 43. 10. Pol Espargaró 35. 11. Morbidelli 32. 12. Zarco 30. 13. Rins 29. 14. Petrucci 25. 15. Alex Márquez 15. 16. Aleix Espargaró 15. 17. Lecuona 13. 18. Bagnaia 9. 19. Smith 8. 20. Rabat 7. 21. Crutchlow 7. 22. Pirro 4.

Konstrukteurs-WM nach 5 von 14 Rennen:

1. Yamaha 88. 2. Ducati 87. 3. KTM 82. 4. Suzuki 57. 5. Honda 46. 6. Aprilia 20.

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