Valentino Rossi (4.): 200. MotoGP-Podium muss warten

Von Maximilian Wendl
MotoGP
In der letzten Runde wurde Valentino Rossi beim ersten Misano-GP von Joan Mir geschnappt. Dadurch wurde der Yamaha-Pilot doch noch vom Podium gestoßen. Seinen erfolgreichen Schützlingen spricht er aber ein Lob aus.

Valentino Rossi beendet den San Marino-GP mit einem lachenden und einem weinenden Auge. Mit Franco Morbidelli und Francesco Bagnaia standen zwei Fahrer seiner VR46-Academy auf dem Podium und auch in der Moto2-Klasse feierte Rossi mit seinem Halbbruder Luca Marini und dessen Teamkollegen beim Sky-VR46-Team Marco Bezzecchi die Plätze 1 und 2. Der neunfache Weltmeister selbst verpasste aber sein 200. MotoGP-Podest. Im Kampf um den dritten Platz zog er in der letzten Runde gegen Joan Mir den Kürzeren, obwohl der Altmeister sich lange Zeit tapfer gegen die Angriffe der beiden Suzuki-Fahrer gewehrt hatte.

Er erklärte: «Auf der einen Seite bin ich sehr glücklich. Auf der anderen Seite ist es sehr schade, dass ich es nicht selbst auf das Podium geschafft habe. Es wäre unglaublich gewesen, wenn ich hier in Misano gemeinsam mit Pecco und Franco auf dem Podium hätte stehen dürfen. Mir ist sehr schnell aufgeschlossen, er hatte eine gute Pace und konnte mich noch überholen. Aber insgesamt war es ein gutes Wochenende.»

Das lag auch an der Teil-Rückkehr der Fans. Viele gelbe Rossi-Kappen, -Fahnen und -T-Shirts waren auf den Tribünen des «Misano World Circuit Marco Simoncelli» zu sehen. «Es ist ein großartiges Gefühl, die Fans wieder dabei zu haben. Das ist das erste Mal in dieser Saison. Es waren nicht alle in gelben Kleidern da, aber die Mehrheit und das ist schön. Es war ein Schritt in die richtige Richtung. Ich hoffe, wir kommen der Normalität dadurch wieder näher.»

Ganz nah dran war Rossi auch an seinem siebten Podest in Misano. 2008, 2009 und 2014 hatte er dort sogar gewonnen. Selbst mit der ungeliebten Ducati war er 2012 auf den zweiten Platz gefahren. Diesmal fehlten ihm 0,4 sec zu einem weiteren Treppchenplatz. Trotzdem sagt der 41-Jährige: «Es war ein gutes Wochenende. Ich bin gut gefahren und war stark.» Probleme bereiteten ihm jedoch die Reifen. Er analysierte: «Ich hatte Schwierigkeiten. Sowohl vorne als auch hinten. Franco hat es besser gemanagt und konnte sich lösen. Am Ende überwiegt für mich aber die gute Performance, die ich hier zeigen konnte.»

In der WM-Wertung liegt Rossi gleichauf mit seinem Teamkollegen Maverick Vinales. Der Rückstand auf den neuen Leader Andrea Dovizioso beträgt lediglich 18 Punkte. Schon im Vorfeld hatte der Italiener gesagt: «Alles ist offen. Mit diesen Zahlen ist alles möglich. Wir werden sicher das Maximum versuchen.» Nach dem ersten Rennen in Misano hat sich die Ausgangslage sogar noch weiter verbessert.

Ergebnis, MotoGP, San Marino-GP

1. Morbidelli, Yamaha, 27 Runden in 42:02,,272 (= 162,8 km/h)
2. Bagnaia, Pramac Ducati, + 2,217 sec
3. Mir, Suzuki, + 2,290
4. Rossi, Yamaha, + 2,643
5. Rins, Suzuki, + 4,044
6. Viñales, Yamaha, + 5,383
7. Dovizioso, Ducati, + 10,358
8. Miller, Pramac Ducati, + 11,155
9. Nakagami, Honda, + 10,839 (eine Position zurückversetzt)
10. Pol Espargaró, KTM, +12,030
11. Oliveira, KTM, + 12,376
12. Binder, KTM, + 12,405
13. Aleix Espargaró, Aprilia, + 15,142
14. Lecuona, KTM, + 19,914
15. Zarco, Ducati, + 20,152
16. Petrucci, Ducati, + 22,094
17. Alex Márquez, Honda, + 22,473
18. Bradl, Honda, + 37,856
19. Smith, Aprilia, + 1:18,831 min

Fahrer-WM nach 6 von 14 Rennen

1. Dovizioso 76 Punkte. 2. Quartararo 70. 3. Miller 64. 4. Mir 60. 5. Viñales 58. 6. Rossi 58. 7. Morbidelli 57. 8. Binder 53. 9. Nakagami 53. 10. Oliveira 48. 11. Pol Espargaró 41. 12. Rins 40. 13. Zarco 31. 14. Bagnaia 29. 15. Petrucci, 25.

Konstrukteurs-WM nach 6 von 14 Rennen

1. Yamaha 113 Punkte. 2. Ducati 107. 3. KTM 88. 4. Suzuki 73. 5. Honda 53. 6. Aprilia 23.

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