Portimão-Test: Schnellste Runde von Aleix Espargaró

Von Otto Zuber
MotoGP
Aleix Espargaró

Aleix Espargaró

So schnell wie Aprilia-Star Aleix Espargaró hat noch kein Motorradfahrer den Algarve-Kurs umrundet: Der Spanier blieb am ersten Portimão-Testtag knapp unter der letztjährigen Pole-Zeit von Superbike-WM-Star Jonathan Rea.

In diesem Jahr wird das Finale der MotoGP-WM auf dem Autodromo Internacional do Algarve über die Bühne gehen, auf dem die GP-Stars am Wochenende des 22. November erstmals einen Grand Prix austragen werden. Einen ersten Vorgeschmack auf die portugiesische Strecke durften die GP-Piloten bereits am heutigen Mittwoch zum Auftakt der zweitägigen Testfahrten bekommen. Und bis auf Fabio Quartararo, Iker Lecuona und Cal Crutchlow waren auch alle Stammfahrer der MotoGP-Klasse dabei.

Sie durften allerdings nicht auf ihren Dienstmotorrädern Gas geben: Abgesehen von den offiziellen Testfahrern der sechs Hersteller und den beiden Aprilia-Piloten Aleix Espargaró und Bradley Smith mussten sich die GP-Stars mit Superbike-Maschinen begnügen, um sich einen ersten Eindruck von der Streckencharakteristik zu verschaffen – die wenigsten hatten dabei einen Transponder an Bord.

Aleix Espargaró führte die Zeitenliste denn auch schon am Mittag an, der 31-Jährige aus Granollers schaffte es sogar, die schnellste Runde zu drehen, die je ein Motorrad-Pilot auf dem portugiesischen Kurs gedreht hatte. Mit seiner Tagesbestzeit von 1:40,170 min blieb der ältere der beiden Espargaró-Brüder unter der letztjährigen Pole-Zeit von Superbike-WM-Pilot Jonathan Rea (1:40,372 min) und war damit auch fast eine Sekunde schneller als sein Teamkollege, der am Ende den zweiten Platz vor HRC-Testpilot Stefan Bradl belegte.

Um die Zeitenjagd ging es aber nicht, im Zentrum stand für alle, sich mit der schwierigen Strecke vertraut zu machen. Valentino Rossi bezeichnete die Strecke als gleichermassen süss und beängstigend, während sein Yamaha-Teamkollege Maverick Viñales speziell viel Freude an der schnellen letzten Kurve hatte.

Die Piloten waren sich schnell einig, dass die Piste ein gutes Pflaster für die M1 ist, während die Ducati-Piloten Andrea Dovizioso, Jack Miller, Danilo Petrucci, Francesco Bagnaia, Johann Zarco und Tito Rabat sowie Testfahrer Michele Pirro deutlich mehr Mühe bekundeten. Alle waren vom Asphalt beeindruckt, der ausreichend Grip bot. Allerdings ist unklar, welche Verhältnisse die Fahrer im November auf ihren MotoGP-Maschinen antreffen werden.

Am morgigen Donnerstag werden die Testfahrer Bradl, Pirro, Dani Pedrosa (KTM), Jorge Lorenzo (Yamaha), Sylvain Guintoli (Suzuki) und Lorenzo Savadori (Aprilia) erneut auf dem Portimão-Rundkurs ihre Runden drehen, um möglichst viele Daten zu sammeln, während die Stammfahrer nach Le Mans reisen, um ins neunte Rennwochenende der GP-Königsklasse zu starten.

Während die Stammfahrer von Honda, Ducati, Yamaha und Suzuki keine Mühe hatten, ein brauchbares Superbike ihrer Marke aufzutreiben, musste die KTM-Manager ein Auge zudrücken. Denn Pol Espargaró rückte mit einer Honda Fireblade Triple R aus, Brad Binder und Miguel Oliveira mit einer R1-Yamaha. Denn die V2-Superduke 1290R vom KTM hätte nicht annähernd so starke Rundenzeiten zugelassen wie die Vierzylinder-Superbikes. Tech3-KTM-Pilot Iker Lecuona blieb daheim.

Portimão-Test, MotoGP, 7. Oktober 2020

1. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:40,170 min
2. Bradley Smith, Aprilia, 1:41,112
3. Stefan Bradl, Honda, 1:41,726
4. Michele Pirro, Ducati, 1:42,189
5. Dani Pedrosa, KTM, 1:42,289
6. Sylvain Guintoli, Suzuki, 1:42,336
7. Maverick Viñales, Yamaha, 1:43,699
8. Miguel Oliveira, 1:44,700
9. Brad Binder, 1:44,820
10. Jorge Lorenzo, Yamaha, 1.44,910

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