Aleix Espargaró (Aprilia): «Ich bin nicht traurig»

Von Johannes Orasche
MotoGP
Aleix Espargaró und sein bisheriger Teamkollege Bradley Smith sparten nicht mit Kritik an ihren Maschinen

Aleix Espargaró und sein bisheriger Teamkollege Bradley Smith sparten nicht mit Kritik an ihren Maschinen

Aprilia-MotoGP-Speerspitze Aleix Espargaró erklärt, warum die hochgelobte Aprilia RS GP20 bisher doch noch nicht die gewünschten Ergebnisse möglich gemacht hat. Er findet deutliche Worte, hofft aber auf Besserung.

Für Aleix Espargaró läuft die MotoGP-Saison, die unter dem Stern des Coronavirus stattfindet, alles andere als nach seinen Erwartungen. Der erfahrene Spanier hatte vor der Saison und auch im Sommer die Aprilia in höchsten Tönen gelobt. Spitzenplätze oder konstante Platzierungen in den Top 10 konnte er bisher jedoch nicht einfahren.

Espargaró belegt vor den drei ausstehenden Abschlussrennen in der MotoGP-WM-Tabelle nur den enttäuschenden 18. Rang. Der gebürtige Katalane mit Wohnsitz in Andorra hat bisher nur 27 Punkte eingeheimst. «Ich weiß nicht, was ich sagen soll», gesteht der 31-Jährige. «Die Ergebnisse sind nicht so, wie wir uns das vorgestellt haben. Sie sind auch nicht so, wie ich sie selbst erwartet habe.»

In Aragon 2 am vergangenen Sonntag war Espargaró auf dem Weg zu einer Top-8-Platzierung, bevor der Motor den Dienst quittierte. Zur Erinnerung: Espargaró hatte Stefan Bradl Ende der Saison 2016 bei Aprilia abgelöst.

«Beim ersten Rennen in Aragón hatten wir einige technische Probleme, konnten das Rennen aber beenden. Wir waren aber nicht schnell», erinnert der Vater von Zwillingen. «Diesmal war es ein klar besseres Rennen von Startplatz 13. Meine Pace war sehr gut - sie war sogar besser als der Rhythmus von Zarco, der am Ende Fünfter geworden ist. Wenn wir über die Distanz eine Menge vom Motor fordern, um lange im Windschatten den schnellen Bikes zu sein, gibt der Motor auf. Diesmal war es wieder so, ich kann nicht mehr tun.»

Espargaró spricht auch positive Aspekte des vergangenen Wochenendes an: «Mein Job ist es, das Maximum zu geben. Ich bin ehrlich gesagt nicht traurig. Ich bin hier mit der Aprilia Zeiten von 1:47,3 min gefahren und war damit nur vier Zehntel von der Pole entfernt. Ich habe fast den Rundenrekord geknackt und war eine Sekunde schneller als mein Teamkollege. Das war eine sehr gute Runde. Und im Rennen war ich beim Ausfall nur drei Sekunden hinter Platz 4.»

Sein Fazit ist aber ähnlich deutlich wie jenes von Teamkollegen Bradley Smith: «Aprilia muss reagieren, muss das Bike verbessern und das wissen sie auch. Ich werde weiter arbeiten und darauf bestehen.»

Smith wird nach seiner harschen Kritik bei den letzten drei WM-Läufen von Lorenzo Savadori ersetzt. Der Italiener war bisher Testfahrer für den Hersteller aus Noale.

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