Joan Mir: Erster Podestplatz brachte die Wende

Von Vanessa Georgoulas
MotoGP
Erleichtert: Joan Mir eroberte in Österreich seinen ersten MotoGP-Podestplatz

Erleichtert: Joan Mir eroberte in Österreich seinen ersten MotoGP-Podestplatz

Mit nur einem Sieg und sechs weiteren Podestplätzen sicherte sich Joan Mir in seiner zweiten MotoGP-Saison die WM-Krone in der GP-Königsklasse. Der Spanier betont: «Der Österreich-GP war ein echter Wendepunkt.»

Die MotoGP-Saison von Joan Mir begann bescheiden, in den ersten drei Rennen musste er zwei Nuller hinnehmen: Sowohl beim Saisonauftakt in Jerez als auch beim dritten WM-Lauf in Brünn verabschiedete sich der Suzuki-Werkspilot mit einem Crash aus dem Rennen. Beim ersten Kräftemessen rutschte ihm das Vorderrad weg, und er gestand hinterher: «Das war mein Fehler.»

Das zweite Aus der Saison in Brünn war allerdings nicht Mirs Schuld, er wurde von Iker Lecuona in der 13. Kurve abgeschossen. Damit belegte er nach den ersten drei Rennen nur den 14. Platz in der WM-Zwischenwertung – dank der elf Punkte, die er für seinen fünften Platz im zweiten Jerez-Rennen kassiert hatte.

Danach wendete sich das Blatt für den 23-Jährigen aus Palma. In Österreich schaffte er es als Zweiter aufs zweithöchste Podesttreppchen – ein Kunststück, das er im zweiten Misano-Lauf und beim darauffolgenden WM-Lauf auf dem Circuit de Barcelona-Catalunya wiederholte.

Auch den ersten GP in Misano und die beiden Rennen in Aragón beendete Mir jeweils als Dritter auf dem Treppchen. Und beim drittletzten Rennwochenende auf dem Circuit Ricardo Tormo gelang ihm dann endlich der langersehnte Sieg. Ein Wochenende später reichte ihm ein siebter Platz, um den Titel zu feiern.

In seinem Weltmeister-Blog lässt Mir die Saison noch einmal Revue passieren und betont: «Der Österreich-GP war ein echter Wendepunkt.» Er habe sich selbst viel Druck gemacht, weil er unbedingt aufs Podest fahren wollte. «Als mir das schliesslich gelang, war es eine grosse Erleichterung für mich. Die ganze Spannung, die ich in mir aufgebaut hatte, löste sich, als ich auf dem Treppchen stand.»

Nachdem er sich selbst und der ganzen Welt bewiesen hatte, dass er in der Lage ist, einen Top-3-Platz zu erobern, sei er entspannter und ausgeglichener gewesen, beteuert der Weltmeister. Sein Erfolgsgeheimnis beschreibt er folgendermassen: «Ich setze mir immer ein Ziel, und sobald ich es erreicht habe, wird mein Hunger immer grösser und ich kann einfach nicht genug davon bekommen, meinem Ziel hinterher zu jagen.»

Endstand Fahrer-WM nach 14 Rennen:

1. Mir 171 Punkte. 2. Morbidelli 158. 3. Rins 139. 4. Dovizioso 135. 5. Pol Espargaró 135. 6. Viñales 132. 7. Miller 132. 8. Quartararo 127. 9. Oliveira 125. 10. Nakagami 116. 11. Binder 87. 12. Petrucci 78. 13. Zarco 77. 14. Alex Márquez 74. 15. Rossi 66. 16. Bagnaia 47. 17. Aleix Espargaró 42. 18. Crutchlow 32. 19. Bradl 27. 20. Lecuona 27. 21. Smith 12. 22. Rabat 10. 23. Pirro 4.

Endstand Konstrukteurs-WM:

1. Ducati, 221 Punkte. 2. Yamaha 204. 3. Suzuki 202, 4. KTM 200. 5. Honda 144. 6. Aprilia 51.

Endstand Team-WM:

1. Team Suzuki Ecstar 310 Punkte. 2. Petronas Yamaha SRT 248. 3. Red Bull KTM Factory Racing 222. 4. Ducati Team 213. 5. Pramac Racing 163. 6. Monster Energy Yamaha MotoGP 178. 7. Red Bull KTM Tech3, 152. 8 LCR Honda 148. 9. Repsol Honda Team 101. 10. Esponsorama Racing 87. 11. Aprilia Racing Team Gresini 54.

Alle MotoGP-Sieger 2020

Jerez-1: Fabio Quartararo (Petronas Yamaha)
Jerez-2: Fabio Quartararo (Petronas Yamaha)
Brünn: Brad Binder (Red Bull KTM)
Spielberg-1: Andrea Dovizioso (Ducati Team)
Spielberg-2: Miguel Oliveira (Red Bull KTM Tech 3)
Misano-1: Franco Morbidelli (Petronas Yamaha)
Misano-2: Maverick Viñales (Monster Yamaha)
Catalunya: Fabio Quartararo (Petronas Yamaha)
Le Mans: Danilo Petrucci (Ducati Team)
Aragón-1: Alex Rins (Suzuki Ecstar)
Aragón-2: Franco Morbidelli (Petronas Yamaha)
Valencia-1: Joan Mir (Suzuki Ecstar)
Valencia-2: Franco Morbidelli (Petronas Yamaha)
Portimão: Miguel Oliveira (Red Bull KTM Tech3)

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