Aleix Espargaró (Aprilia) überrascht: «Wir fliegen!»

Von Ivo Schützbach
Aleix Espargaró

Aleix Espargaró

Aleix Espargaró und Aprilia gehören zu den positiven Überraschungen der MotoGP-Tests in Katar. Den Mittwoch beendete der Spanier als starker Sechster, verlor aber fast 0,8 sec auf die Bestzeit von Jack Miller (Ducati).

Die ersten beiden Testtage auf dem Losail Circuit nahe Doha in Katar beendete Aprilia-Werksfahrer Aleix Espargaró als Erster und Dritter und sorgte damit für die größte Überraschung. Auch am Mittwoch, dem dritten von insgesamt fünf Testtagen, war der 31-Jährige als Sechster wieder weit vorne zu finden – zur Bestzeit von Ducati-Werksfahrer Jack Miller (1:53,183 min) fehlen ihm aber 0,788 sec.

Es wäre schneller gegangen. «Zuerst hatten wir ein technisches Problem und ich konnte nicht viel fahren», erzählte Aleix. «Als wir dann einen neuen Hinterreifen aufzogen fuhr ich gleich eine niedrige 1:54er-Zeit, stürzte aber in meiner zweiten Runde in Kurve 4. Das war ein schwieriger Tag, wir haben nicht gut gearbeitet, ich bin nicht glücklich. Wir konnten unser Programm nicht durchziehen und ich konnte nicht alles versuchen, was ich wollte – ich fuhr nur 31 Runden.»

Zum Vergleich: Maverick Vinales als Fleißigster kam auf 77.

«An so einem Tag trotzdem Sechster zu werden, ist sehr wichtig», betonte der Ältere der Espargaró-Brüder. «Bei dem hohen Level in dieser Klasse kann man auf so ein Ergebnis stolz sein. Ich wollte einiges mit der Geometrie versuchen, damit sich das Motorrad vor allem in Kurve 1 besser einlenken lässt. Diesbezüglich haben wir uns aber nicht verbessert. Ich war um 15 Uhr einer der ersten Fahrer auf der Strecke, dann wurde ich bis 18 Uhr von der Technik ausgebremst.»

2020 waren regelmäßig Klagen über den Hinterreifen von Michelin zu hören, für kommende Saison hat der Einheitsausrüster aus Frankreich einen anderen Weg eingeschlagen. «Der weichste Hinterreifen steht nicht mehr zur Verfügung», erklärte Espargaró. «Der weiche Reifen von jetzt ist der mittlere vom letzten Jahr. Und trotzdem fuhren am Mittwoch sechs Fahrer unter 1:54 min – wir fliegen! Am Donnerstag werden wir die ersten Rennsimulationen sehen. Ich bin mir sicher, dass einige sehr schnelle dabei sein werden. Der Grip ist nicht fantastisch, aber auch nicht schlecht. Aber die Rundenzeiten sind sehr, sehr schnell. Möglicherweise sehen wir am Donnerstag die erste 1:52-min-Runde in Katar, die Wettervorhersage ist nicht schlecht.»

MotoGP-Test Katar, 10. März 2021:

1. Jack Miller, Ducati, 1:53,183 min
2. Fabio Quartararo, Yamaha, + 0,080 sec
3. Maverick Vinales, Yamaha, + 0,327
4. Johann Zarco, Ducati, + 0,716
5. Pol Espargaró, Honda, + 0,716
6. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,788
7. Joan Mir, Suzuki, + 0,895
8. Alex Rins, Suzuki, + 0,960
9. Francesco Bagnaia, Ducati, + 1,053
10. Takaaki Nakagami, Honda, + 1,079
11. Franco Morbidelli, Yamaha, + 1,184
12. Miguel Oliveira, KTM, + 1,343
13. Valentino Rossi, Yamaha, + 1,435
14. Enea Bastianini, Ducati, + 1,555
15. Alex Márquez, Honda, + 1,747
16. Stefan Bradl, Honda, + 1,791
17. Danilo Petrucci, KTM, + 1,795
18. Cal Crutchlow, Yamaha, + 1,815
19. Jorge Martin, Ducati, + 1,827
20. Brad Binder, KTM, + 2,096
21. Iker Lecuona, KTM, + 2,132
22. Luca Marini, Ducati, + 2,145
23. Dani Pedrosa, KTM, + 2,457
24. Sylvain Guintoli, Suzuki, + 2,459
25. Lorenzo Savadori, Aprilia, + 2,985
26. Michele Pirro, Ducati, + 4,072
27. Test 1, Yamaha, + 4,327
28. Takuya Tsuda, Suzuki, + 4,612
ohne Zeit: Test 3, Yamaha

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