Marc Márquez: «2022er-Prototyp sehr interessant»

Von Nora Lantschner
Marc Márquez beim Misano-Test

Marc Márquez beim Misano-Test

In dieser Woche kehren die MotoGP-Asse nach Misano zurück, wo sie im September bereits einen Grand Prix und einen zweitägigen Test absolvierten: Marc Márquez blickt auf die ersten Runden mit der neuen Honda zurück.

Honda brachte beim Misano-Test am 21. und 22. September den Prototyp für die 2022er-RC213V, den Stefan Bradl nach 33 Installationsrunden an Marc Márquez übergab. Einen Tag später bekam dann auch Pol Espargaró einen Vorgeschmack auf die Saison 2022.

Viel verrieten die Repsol-Honda-Werksfahrer zunächst nicht. Marc Márquez erklärte inzwischen aber immerhin: «Es war ein großer Unterschied, einer der größten Unterschiede, seit ich bei Honda bin. Sie arbeiten hart, ich glaube, es war sehr interessant. Wir haben unsere Schwächen verbessert, aber wenn man das macht, treten dann natürlich andere Probleme auf.»

Welche Ziele verfolgt Honda für die nächste Saison? «Natürlich wollen wir ein schnelleres Bike, ein sanfteres, mehr Grip und besseres Turning – alles», lachte der achtfache Weltmeister. «Es stimmt aber, dass unsere Schwäche in diesem Jahr der Hinterradgrip ist. Daher haben wir uns darauf ein bisschen mehr konzentriert. Wir haben uns dort definitiv verbessert, aber dafür ein bisschen beim Einlenkverhalten eingebüßt.»

«Wir haben gesehen, dass wir mit einem anderen Konzept in vielen Bereichen dazugewinnen können, aber gleichzeit dort etwas verlieren, was jetzt zu unseren Stärken zählt – nämlich im Kurveneingang. Die Rundenzeit war am Ende sehr ähnlich, aber es ist wichtig, dass du von Anfang an schon auf derselben Pace bist, wenn du neue Teile bekommst, ohne irgendetwas anzurühren», betonte der 28-jährige Spanier.

«Das Feedback von mir und Pol war sehr ähnlich, beide waren wir mit dem neuen Motorrad schnell. Wir müssen aber weiter arbeiten und sehen, wie es sich auf anderen Strecken und mit weniger Grip verhält. Denn beim Misano-Test waren die Gripverhältnisse unglaublich gut und dadurch war es so einfach, schnell zu sein», räumte Márquez ein.

Bis zum nächsten Test – nach dem Saisonfinale in Valencia am 18. und 19. November in Jerez – sei daher eine detaillierte Analyse sehr wichtig.

MotoGP-Test, Misano, kombinierte Zeiten des 22.9.

1. Aleix Espargaró, Aprilia, 1:31,584 min
2. Bagnaia, Ducati, + 0,080 sec
3. Mir, Suzuki, + 0,123
4. Nakagami, Honda, + 0,151
5. Miller, Ducati, + 0,214
6. Pol Espargaró, Honda, + 0,342
7. Quartararo, Yamaha, + 0,375
8. Viñales, Aprilia, + 0,418
9. Oliveira, KTM, + 0,552
10. Marc Márquez, Honda, + 0,567
11. Marini, Ducati, + 0,572
12. Binder, KTM, + 0,591
13. Alex Márquez, Honda, + 0,675
14. Pirro, Ducati, + 0,747
15. Rins, Suzuki, + 0,768
16. Martin, Ducati, + 0,828
17. Morbidelli, Yamaha, + 1,051
18. Dovizioso, Yamaha, + 1,246
19. Rossi, Yamaha, + 1,258
20. Pedrosa, KTM, + 1,375
21. Bastianini, Ducati, + 1,391
22. Raul Fernandez, KTM, + 2,404
23. Savadori, Aprilia, + 2,459
24. Guintoli, Suzuki, + 2,557
25. Gardner, KTM, + 3,057

MotoGP-Test Misano, Session 2 (21.9.)

1. Bagnaia, Ducati, 1:31,524 min
2. Pol Espargaró, Honda, + 0,107 sec
3. Aleix Espargaró, Aprilia, + 0,319
4. Nakagami, Honda, + 0,389
5. Mir, Suzuki, + 0,403
6. Quartararo, Yamaha, + 0,456
7. Marini, Ducati, + 0,474
8. Miller, Ducati, + 0,520
9. Martin, Ducati, + 0,611
10. Binder, KTM, + 0,645
11. Rossi, Yamaha, + 0,646
12. Oliveira, KTM, + 0,768
13. Zarco, Ducati, + 0,824
14. Rins, Suzuki, + 0,855
15. Marc Márquez, Honda, + 0,924
16. Viñales, Aprilia, + 1,066
17. Alex Márquez, Honda, + 1,068
18. Morbidelli, Yamaha, + 1,129
19. Dovizioso, Yamaha, + 1,141
20. Lecuona, KTM, + 1,227
21. Bastianini, Ducati, + 1,313
22. Petrucci, KTM, + 2,002
23. Pedrosa, KTM, + 2,058
24. Savadori, Aprilia, + 2,973

MotoGP-Test Misano, Session 1 (21.9.)

1. Zarco, Ducati, 1:33,895 min
2. Bradl, Honda, +0,385 sec
3. Pedrosa, KTM, + 1,598
4. Pol Espargaró, Honda, + 4,126
5. Savadori, Aprilia, + 5,118
6. Quartararo, Yamaha, + 11,853
7. Mir, Suzuki, + 13,560
8. Viñales, Aprilia, + 14,669

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