Red Bull-KTM-Star Brad Binder hatte nicht genug Drive beim Rausfahren aus den schnellen Kurven. «Deshalb musste ich Pecco fahren lassen, ich war zu oft in Sturzgefahr.»
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"Schauen wir, was wir zusammenbringen", meinte der KTM-Firmenchef Stefan Pierer, als er den MotoGP-Startplatz aus der Umgebung von Brad Binder Richtung Red Bull-KTM-Box verließ. Und während der ersten Runde des MotoGP-Rennens jubelten mehr als 10.000 Fans auf der orangen KTM-Tribüne zwischen den Kurven 5 und 6 – denn Bagnaia führte vor den beide Werks-KTM von Binder und Miller.
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Brad Binder hielt sich lange hartnäckig hinter dem Weltmeister auf der Ducati, der schliesslich vor 93.519 Zuschauern für den achten Sieg von Ducati in Spielberg seit 2016 sorgte. KTM hat bisher zweimal gewonnen – durch Oliveira 2020 und Binder 2021. Binder sicherte sich in der Steiermark einen Startplatz in der ersten Reihe, brauste am Samstag und auf Sonntag auf den grandiosen zweiten Platz und sicherte seinen vierten WM-Rang gegen Zarco ab – mehr durfte man sich beim Heim-GP für KTM nicht erwarten. Und dazu wurde seiner Werksvertrag noch bis Ende 2026 verlängert – um zwei weitere Jahre.
"Es wäre zwar nichts schöner gewesen, als hier zu gewinnen", seufzte der 28-jährige Südafrikaner. "Das war der Plan, als wir hierher gekommen sind. "Aber erste Startreihe und zweimal auf dem Podest, diese Ergebnisse nehme ich gerne entgegen. Das fühlt sich gut an. Ich kann gar nicht beschreiben, welch großartigen Job mein Team verrichtet hat. Sie haben jeden Tag hier bis nach 22 Uhr in der Nacht gearbeitet. Meine Crew hat wirklich das letzte aus dem Motorrad heraus gekitzelt. Mein massiver Dank gilt meiner Mannschaft. Sie haben es geschafft, mir beim Bremsen heute noch einmal Vorteile gegenüber Samstag zu verschaffen. Ausserdem Komplimente an Pecco, er hat heute nicht den kleinsten Fehler gemacht."
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"Als bei mir heute der Hinterreifen nachließ und die Haftung ‘goodbye sagte, musste ich in der zweiten Rennhälfte nachlassen. Außerdem muss ich jetzt an meinen Bruder denken, der sich im Moto2-Rennen verletzt hat. Ich hoffe, er ist bald wieder okay."
"Das Rennen heute war eine Kopie des Sprintrennens hier. Ich habe alles getan, um den Mangel an Drive beim Bremsen aufzuholen. Aber dann habe ich in einer Runde dreimal die Kontrolle über das Vorderrad verloren. Danach sagte ich: Sei schlau, schone die Reifen – und bring den zweiten Platz heim." "Wir haben hier Hinterreifen mit einer neuen Karkasse, die nicht ideal zu unserem Motorrad passen. Aber wir fahren im Quali eine Sekunde schneller als im Vorjahr. Ich darf mich also nicht beklagen. Aber eines ist klar: Es gibt keine andere Rennstrecke, auf der der Vorderreifen stärker belastet wird als hier."
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MotoGP-Ergebnisse, Spielberg (20. August): 1. Pecco Bagnaia, Ducati, 28 Runden in 42:23,315 min 2. Brad Binder, KTM, + 5,191 sec 3. Marco Bezzecchi, Ducati, + 7,708 4. Luca Marini, Ducati, + 10,343 5. Alex Márquez, Ducati, + 11,039 6. Maverick Viñales, Aprilia, + 11,724 7. Jorge Martin, Ducati, + 12,917 8. Fabio Quartararo, Yamaha, + 19,509 9. Aleix Espargaró, Aprilia, + 20,231 10. Enea Bastianini, Ducati, + 20,729 11. Franco Morbidelli, Yamaha, + 21,527 12. Marc Márquez, Honda, + 23,027 13. Johann Zarco, Ducati, + 24,259 14. Augusto Fernández, KTM, + 25,365 15. Jack Miller, KTM, + 25,475 16. Pol Espargaró*, KTM, + 28,073 17. Fabio Di Giannantonio, Ducati, + 29,998 18. Takaaki Nakagami, Honda, + 32,316 19. Lorenzo Savadori, Aprilia, + 42,392 20. Iker Lecuona*, Honda, + 46,239 – Raúl Fernández, Aprilia, 1 Runde zurück – Joan Mir, Honda, 16 Runden zurück – Miguel Oliveira, Aprilia, 22 Runden zurück *= 3-Sekunden-Strafe ("track limits"-Vergehen) MotoGP-Sprint, Spielberg (19. August): 1. Pecco Bagnaia, Ducati, 14 Runden in 21:01,844 min 2. Brad Binder, KTM, + 2,056 sec 3. Jorge Martin, Ducati, + 5,045 4. Alex Márquez, Ducati, + 8,252 5. Jack Miller, KTM, + 11,365 6. Pol Espargaró, KTM, + 11,816 7. Aleix Espargaró, Aprilia, + 11,960 8. Maverick Viñales, Aprilia, + 11,984 9. Franco Morbidelli, Yamaha, + 13,634 10. Marc Márquez, Honda, + 14,435 11. Fabio Di Giannantonio, Ducati, + 15,251 12. Joan Mir, Honda, + 16,740 13. Enea Bastianini, Ducati, + 18,825 14. Raúl Fernández, Aprilia, + 19,536 15. Fabio Quartararo, Yamaha, + 22,321 16. Iker Lecuona, Honda, + 25,593 17. Augusto Fernández, KTM, + 25,789 – Johann Zarco, Ducati, 3 Runden zurück – Luca Marini, Ducati, 8 Runden zurück – Lorenzo Savadori, Aprilia, 9 Runden zurück – Takaaki Nakagami, Honda, 12 Runden zurück – Marco Bezzecchi, Ducati, 13 Runden zurück – Miguel Oliveira, Aprilia, 1. Runde nicht beendet
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