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Pedro Acosta (GASGAS/2.): «Maverick war unantastbar»

Von Thomas Kuttruf
Nach einem Raketen-Start führte Pedro Acosta seine erstes MotoGP-Rennen an. Als Marc Márquez aus dem Rennen stürzte, war die #31 erneut vorne. Doch der Debüt-Sieg wurde vom überragenden Maverick Viñales verhindert.

Sein «erstes Mal» auf einer MotoGP-Rakete auf der unvergleichlichen Rennstrecke von Austin wurde für den Rookie des GASGAS-Tech3 Teams von Hervé Poncharal zu einer weiteren Sensationsfahrt. Als wäre die Tatsache, dass Acosta in seinem dritten Rennen auf der komplexen Piste aus der ersten Startreihe losbrauste, nicht schon Spektakel genug, legte der jüngste Pilot des Feldes im Rennen den bestmöglichen Start hin. Erstmals in seiner noch sehr kurzen Karriere in der Topliga führte der Moto2-Weltmeister ein MotoGP-Rennen an.

Gesteigert wurde die sportliche Leistung an diesem Tag nur von Landsmann Maverick Viñales. Acosta zeigte ein erneut super beeindruckende Fahrt, kämpfte über das ganze Rennen mit um den Sieg und stand nach 20 langen Runden im dritten MotoGP-Rennen zum zweiten Mal auf dem Podest. Nur 1,7 sec. fehlten Pedro Acosta auf seinen ersten Sieg in der Königsklasse. Entsprechend aufgedreht sprach der 18-Jährige nach der Siegerehrung über das Rennen.

Pedro Acosta: «Ja, das war heute wirklich ein besonderes Erlebnis. Ich hatte schon in der Vergangen in Austin sehr aufregende Rennen, aber das heute war noch mal ein anderes Level. Ich habe es einfach extrem genossen vom Start weg.»

Wie Sieger Viñales ging Acosta dabei auch einen kleinen Reifenpoker ein: «Kurz vor dem Start sah ich meinen Crew-Chief Paul wie er in Bewegung war und mit den ganzen kommunizierte und dann haben wir uns kurzfristig für den Medium-Hinterreifen entschieden. Es war ein Risiko, denn ich hatte keine Erfahrung damit. Auch weil wir uns eigentlich den Plan hatten, erst einmal immer mit dem einer gleichen Gesamtabstimmung zu fahren. Ich meine, ich fahre in Wahrheit seit dem Test in Valencia mit dem gleichen Setting. Aber es war definitiv das Richtige – ganz sicher hätte ich das Rennen mit einem anderen Reifen so nicht fahren können.»

Zufrieden war der GASGAS-Tech3-Racer auch mit den Änderungen gegenüber dem Sprint-Rennen am Samstag. Obwohl die Distanz kürzer war, bin ich am Samstag früher langsamer geworden. Nachdem mich Jorge überholt hatte, ging es mit den Reifen immer weniger gut. Heute war es viel besser und irgendwie hat es funktioniert den Speed über das ganz Rennen zu verteilen. Ich bin super happy mit unserer Arbeit.»

Anerkennen Worte fand der durch seinen zweiten Platz nun bis auf den vierten Rang in der Weltmeisterschaft vorgerückte Spanier für den Sieger: «Um es kurz zu machen, Maverick war absolut unschlagbar. Natürlich habe ich eine Weile das gemacht, was ging, um dagegenzuhalten. Ich habe ihn ein paar Mal geblockt, versucht noch später zu bremsen, aber keine Chance, seine Pace war so überlegen. Er war heute unantastbar.»

Nach der Vorstellung in den Vereinigten Staaten ist Pedro Acosta keine Sensation mehr. Es ist bereits normal, das die #31 ein beständiger Anwärter für das Podium ist. Oder wie es Marc Márquez bereits beim Saisonauftakt in Katar zusammenfasste: «Pedro ist ein Champion und sein erster Sieg ist nur eine Frage der Zeit.»

Ergebnis US-GP:
1. Maverick Viñales (E) Aprilia 41:09,503 min.
2. Pedro Acosta (E) GASGAS +1,728 sec.
3. Enea Bastianini (I) Ducati +2,703 sec.
4. Jorge Martín (E) Pramac Ducati +4,690 sec.
5. Francesco Bagnaia (I) Ducati +7,392 sec.
6. Fabio Di Giannantonio (I) VR46 Ducati +9,980 sec.
7. Aleix Espargaró (E) Aprilia +12,208 sec.
8. Marco Bezzecchi (I) VR46 Ducati +13,343 sec.
9. Brad Binder (ZA) KTM +14,931 sec.
10. Raúl Fernández (E) Trackhouse Aprilia +16,656 sec.
11. Miguel Oliveira (P) Trackhouse Aprilia +18,542 sec.
12. Fabio Quartararo (F) Yamaha +22,899 sec.
13. Jack Miller (AUS) KTM +24,011 sec.
14. Augusto Fernandez (E) GASGAS +27,652 sec.
15. Alex Márquez (E) Gresini Ducati +32,855 sec.
16. Luca Marini (I) Repsol Honda +33,528 sec.
17. Marc Márquez (ESP) Gresini Ducati out
18. Alex Rins (E) Yamaha out
19. Joan Mir (E) Repsol Honda out
20. Franco Morbidelli (I) Pramac Ducati out
21. Takaaki Nakagami (J) LCR Honda out
22. Johann Zarco (F) LCR Honda out

Fahrer-WM nach Austin:
1. Martín 80
2. Bastianini 59
3. Viñales 56
4. Acosta 54
5. Bagnaia 50
6. Binder 49
7. Espargaro 39
8. Marc Márquez 36
9. Di Giannantonio 25
10. Miller 22
11. Bezzecchi 20
12. Quartararo 19
13. Alex Márquez 14
14. Oliveira 13
15. Raúl Fernández 7
16. Augusto Fernández 7
17. Mir 7
18. Zarco 5
19. Rins 3
20. Nakagami 2
21. Morbidelli 0
22. Marini 0

Konstrukteure:
1. Ducati 96
2. KTM 76
3. Aprilia 72
4. Yamaha 19
5. Honda 8
Teams:
1. Ducati Lenovo 109
2. Aprilia 95
3. Pramac 80
4. KTM 71
5. GASGAS 61
6. Gresini 50
7. VR46 45
8. Yamaha 22
9. Trackhouse 20
10. Honda 7
11. LCR 7

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