MotoGP: KTM zur Personalie Marc Marquez

Spanische MotoGP-Übermacht: Heiß auf Siege in Jerez

Von Thomas Kuttruf
Nix wars für Spanien. 2023 standen nach beiden Rennen Pecco Bagnaia, Brad Binder und Jack Miller ganz oben

Nix wars für Spanien. 2023 standen nach beiden Rennen Pecco Bagnaia, Brad Binder und Jack Miller ganz oben

Im letzten Jahr sahen die Fans in Jerez enge MotoGP-Rennen. Doch gefeiert wurde ohne spanische Piloten. Besonders mit Verstärkung durch Marc Márquez und Pedro Acosta soll sich das am kommenden Wochenende ändern.

Bei aller sportlichen Herrlichkeit des MotoGP-Rennens in Jerez de la Frontera im vergangenen Jahr, aus Sicht der überdimensionalen spanischen Fan-Welt, mussten die Korken in den ganz großen Champagnerflaschen bleiben.

Einen groben Schönheitsfehler hatte die Veranstaltung schon aufgrund der Abwesenheit des Serienweltmeisters und Nationalhelden Marc Márquez. Und bei allem Respekt, das Duo Iker Lecuona und Joan Mir hatte 2023 weit weniger Begeisterungspotenzial. Auch der beliebte Pol Espargaro war 2023 nicht am Gas.

Trotz Startplatz Eins durch Aleix Espargaro, sowohl im Sprint als auch beim Gran Premio schaffte es kein spanischer MotoGP-Fahrer auf das Podest. Bitter war der GP besonders für Jorge Martin. Der Pramac-Racer wurde zweimal Vierter und musste mit anschauen, wie ausgerechnet Pecco Bagnaia den Grand Prix gewann. Die weiteren Party-Crasher des Jerez-Festivals waren KTM-Fahrer und hießen auch vor einem Jahr Brad Binder und Jack Miller. Der Südafrikaner gewann den Sprint und wurde Zweiter im GP. «Thriller Miller» sicherte in beiden Fällen als Dritter das Podium ab.

Die spanischen Massen würden liebend gerne auch 2024 wieder einem KTM RC16-Fahrer zujubeln – allerdings sollte die Maschine rot lackiert sein und der Dompteur Pedro Acosta heißen. Mit einer unfassbar starken Saisoneröffnung hat der 19-jährige Rookie sich und die Fans für Jerez auf ideale Temperatur gebracht. Nach zwei Podestplätzen in Serie wäre ein Dritter beim heimischen Volksfest keine große Überraschung.
Recht wäre den Fans auch Dani Pedrosa. Der spanische Samurai, der seine Klinge für Österreich schwingt, war im letzten Frühjahr in Jerez umjubelt mit Spitzenzeiten unterwegs.

Es könnte richtig eng werden zwischen den spanischen Reitern. Zurück im Spiel ist ein konkurrenzfähiger und fitter Marc Márquez. Beste Karten hat auch Aprilia. Der in den USA unangreifbare Maverick Vinales kommt mit maximaler Adrenalin-Aufladung nach Andalusien. Damit nicht genug an Superhelden mit spanischem Pass. Jorge Martin hat als Führender der Weltmeisterschaft den größten Druck unter den heimischen Helden. Für den «Martinator» geht es um sehr viel am kommenden Wochenende.

Als potenzielle Spielverderber bleibt die gleiche Podiums-Besetzung wie 2023 plus der heuer in seiner besten Form fahrende Ducati-Werkspilot Enea Bastianini. Doha, Portimao und Austin haben gezeigt, dass niemand im Feld ein Abonnement auf Erfolg sicher hat. Vieles ist möglich. Die Hälfte des Startfeldes hat die Pace für einen Platz auf dem Podest – und einen spanischen Wohnsitz.

Es müsste aber schon mit dem MotoGP-Teufel zugehen, wenn bei diesem fahrerischen Super-Aufgebot erneut eine Podest-Party mit spanischer Beteiligung ausbliebe.

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