Superbike-WM: Was Toprak über Stoppies sagt

Stefan Bradl (HRC/19.): «Weit weg von meinem Maximum»

Von Thomas Kuttruf
Noch nicht in bester Verfassung zog MotoGP-Wildcard-Pilot Stefan Bradl auch beim GP-Rennen tapfer bis zum Zielstrich durch. Positiv sieht der Deutsche, dass auch alle anderen Honda-Kollegen durchfuhren.

Ein Tag nach dem Sprint stand für den HRC-Testfahrer am Sonntag die doppelte Renndistanz auf dem Tagesplan. Nach 24 Runden auf dem 50 Grad heißen Killerasphalt überfuhr der vor zwei Tagen noch gesundheitlich schwer angeschlagene Honda-Pilot die Ziellinie auf dem 19. Platz.

Dass es ein schwieriges Rennen würde, das war Stefan Bradl schon lange vor dem Start klar. «Ich wusste ja schon am Freitag, dass heute nicht leicht werden würde. Der halbe Tag den ich auslassen musste, der hat mir gefehlt, besonders war ich auch nicht ganz fit bin. Dadurch wurde das Rennen schon ziemlich lang, aber ich habe es durchgezogen.»

Stefan Bradl betrachtet seine Verfassung realistisch: «Da gibt es nichts zu verheimlichen, ich hatte heute auch fahrerisch nicht den besten Tag. Mir hat die Energie gefehlt für mehr. Das Bike ist ja sehr anstrengend zu fahren, erst recht auf dieser Piste mit dem sehr geringen Grip. Aber ich hatte heute einfach nicht mehr Kraft, als das Testprogramm herunterzufahren.»

Sehr positiv sieht der Bayer das Honda-Ergebnis im Bezug auf die gesammelten Daten: «Wie schon öfters gesagt, es geht ja aktuell für uns nicht darum, auf ein einzelnes Ergebnis zu fahren. Wir arbeiten einen sehr hohen Testberg ab und dadurch das heute alle unsere Piloten im Ziel waren, war das sehr wertvoll. Denn alle fünf sind heute mit einer anderen Spezifikation unterwegs gewesen. Unter diesem Aspekt war es ein guter Tag für das Projekt.»

Stefan Bradl verheimlicht aber auch weiter nicht, dass in der Maschine noch viele Schwierigkeiten und dass der Durchbruch noch nicht gelungen ist. Auf die Frage, ob ihn eines der neuen Teile, die beim Grand Prix zum Einsatz kamen, besonders überzeugt haben, überlegt der Testprofi lange und antwortet dann trocken: «Nein.»

Zu dem Testprogramm fügt Bradl an: «Wir machen alle unseren Job. Wir haben noch eine sehr lange Liste abzuarbeiten und alle bei Honda haben die Situation so akzeptiert.»

Das Rennen selbst schilderte der 34-Jährige als eine Mission der Krafteinteilung. «In den ersten Runde bin ich gut mitgekommen, aber im gleichen Maß wie der Grip dann nachgelassen hat, desto anstrengender wurde es. Dann habe ich auch den Kontakt verloren. Acosta war nach seinem Sturz kurz vor mir und auch Johann war nach seiner Long Lap nochmal bei mir. Ansonsten gibt es wirklich nicht viel zu sagen, es war unspektakulär.»

Während der Tross sofort in Richtung Mugello aufbricht, bleibt der schneeweiße HRC-Truck stehen. Stefan Bradl wird den ganzen Montag in Catalunya weiter testen. Der deutsche Testfahrer, der am Sachsenring den nächsten Wildcard-Einsatz absolvieren wird, abschließend: «Morgen geht es weiter. Es steht ein weiterer wichtiger Tag an, bei dem es um die richtigen Prioritäten geht. Wir könnten auch drei oder vier Tage fahren – also werden wir morgen sehr konzentriert arbeiten.»

Ergebnisse MotoGP-Rennen Barcelona (26. Mai):

1. Pecco Bagnaia (I), Ducati, 24 Runden in 39:11,726 min
2. Jorge Martin (E), Ducati, +1,740 sec
3. Marc Marquez (E), Ducati, +10,491
4. Aleix Espargaro (E), Aprilia, +10,543
5. Fabio Di Giannantonio (I), Ducati, +15,441
6. Raul Fernandez (E), Aprilia, +15,916
7. Alex Marquez (E), Ducati, +16,882
8. Brad Binder (ZA), KTM, +18,578
9. Fabio Quartararo (F), Yamaha, +20,477
10. Miguel Oliveira (P), Aprilia, +20,889
11. Marco Bezzecchi (I), Ducati, +21,023
12. Maverick Vinales (E), Aprilia, +22,137
13. Pedro Acosta (E), KTM, +31,967
14. Takaaki Nakagami (J), Honda, +32,987
15. Joan Mir (E), Honda, +33,132
16. Johann Zarco (F), Honda, +34,554
17. Luca Marini (I), Honda, +36,689
18. Enea Bastianini (I), Ducati, +50,615
19. Stefan Bradl (D), Honda, +55,295
20. Alex Rins (E), Yamaha, +1:03,428 min
– Franco Morbidelli (I), Ducati, 7 Runden zurück
– Augusto Fernandez (E), 19 Runden zurück
– Jack Miller (AUS), KTM, 22 Runden zurück

WM-Stand nach 12 von 42 Rennen:

 

 

 

 

 

 

 

1. Martin, 155 Punkte. 2. Bagnaia 116. 3. Marc Marquez 114. 4. Bastianini 94. 5. Vinales 87. 6. Acosta 83. 7. Aleix Espargaro 76. 8. Binder 75. 9. Di Giannantonio 62. 10. Bezzecchi 42. 11. Alex Marquez 42. 12. Quartararo 32. 13. Oliveira 29. 14. Raul Fernandez 28. 15. Miller 27. 16. Morbidelli 15. 17. Augusto Fernandez 13. 18. Mir 13. 19. Zarco 9. 20. Nakagami 8. 21. Rins 7. 22. Pedrosa 7.

Konstrukteurs-WM:
1. Ducati, 204 Punkte. 2. Aprilia 125. 3. KTM 122. 4. Yamaha 35. 5. Honda 19.

Team-WM:
1. Ducati Lenovo Team, 210 Punkte. 2. Prima Pramac Racing, 170. 3. Aprilia Racing, 163. 4. Gresini Racing MotoGP, 156. 5. Pertamina Enduro VR46 Racing Team, 104. 6. Red Bull KTM Factory Racing, 102. 7. Red Bull GASGAS Tech3, 96. 8. Trackhouse Racing, 57. 9. Monster Energy Yamaha MotoGP, 39. 10. LCR Honda 17. 11. Repsol Honda 13.

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