MotoGP: Honda präsentiert den neuen Production-Racer

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Der von den Teams sehnsüchtig erwartete Honda-Production-Racer für die Königsklasse wurde erstmals hergezeigt. Ab Montag wird er in Valencia getestet.

Die Honda Racing Corporation (HRC) präsentierte heute in Valencia den neuen Production-Racer für die MotoGP-Weltmeisterschaft 2014, der die Typenbezeichnung RCV1000R erhalten hat. Es ist der erste Production Racer von Honda in der Königsklasse seit dem erfolgreichen NS-500-Dreizylinder-Bike aus den 1980er-Jahren.

«Der Unterschied zur Werks-Honda ist nicht sehr gross», erklärte Shuhei Nakamoto, Vizepräsident der Honda Racing Corporation. «In Motegi ist ein Fahrer wie Casey Stoner am selben Tag mit dem Production-Racer 0,3 Sekunden langsamer als mit der Werksmaschine. Aber da die Open-Bikes wie bisher die Claiming-Rule-Maschinen weichere Hinterreifen verwenden dürfen, sinkt diese Differenz auf 0,17 Sekunden.»

Dass der käufliche Renner im Gegensatz zur Werks-Honda RC213V keine pneumatischen Ventile haben wird und kein Getriebe ohne Zugunterbrechung («seamless gearbox»), war bereits bekannt.

Es war auch durchgesickert, dass die drei Kundenteams Go&Fun-Gresini (Fahrer Scott Redding), AB Cardion Motoracing (Karel Abraham) und Power Electronics Aspar (Nicky Hayden, Hiroshi Aoyama) selbst auswählen können, ob sie die Dämpfungselemente (Gabel, Federbein) von Öhlins oder Showa beziehen wollen. Aber da die Teams ausnahmslos für Öhlins plädierten, kamen diese Produkte auch in die Erstausrüstung, dazu Nissin-Bremsen (statt Brembo).

HRC-Manager Tomo Sato gab die Motorleistung mit 175 Kilowatt (238 PS) an.

Da das Paket für einen Fahrer (zwei Maschinen, fünf Motorenleben und Ersatzteile für eine Saison, keine Sturzteile) zwischen 1 und 1,2 Millionen Euro (das ist der Kaufpreis) kostet, wurden bei Chassis,, Kupplung und Motorgehäuse natürlich gewisse Qualitätsabstriche gegenüber der RCV213V gemacht, für die die Kundenteams Gresini und LCR rund 3 Mio Euro an Leasinggebühren bezahlen.

Ab kommenden Montag werden für drei Fahrer (Abraham leidet noch an seiner Schulterverletzung) für die dreitägigen Valencia-Tests zwei neue RCV1000R-Maschinen zur Verfügung stehen.

Bildet dieser kostengünstige Prototyp die Zukunft der MotoGP-Technik ab? «Ich weiss es nicht. Fragt Carmelo», reichte Nakamoto die Antwort an Dorna-Chef Carmelo Ezpeleta weiter.

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