Cal Crutchlow (10.): «Es war wirklich unterhaltsam»

Von Günther Wiesinger
MotoGP
Im Rennen: Cal Crutchlow vor Andrea Dovizioso

Im Rennen: Cal Crutchlow vor Andrea Dovizioso

Ducati-Werkspilot Cal Crutchlow amüsierte sich über die Zustände in der Boxengasse vor dem Start. «Die Aufwärmrunde war heute das Qualifying», grinste er.

Cal Crutchlow lag beim MotoGP-Rennen auf dem Sachsenring nach 24 Runden noch an siebter Position vor Andrea Dovizioso und Pol Espargaró sowie Alvaro Bautista, aber am Schluss musste er diesem Trio den Vortritt lassen und sich mit Platz 10 abfinden.

Immerhin: Sein drittes Top-Ten-Ergebnis im neunten Rennen...

«In den letzten Runden bin ich überholt worden», lautete das Resümee des Engländers. «Dovi hat das Spiel sehr gut gespielt. Bei Rennmitte sind wir gemeinsam rumgefahren und haben uns gegenseitig bekämpft. Ich fühlte mich recht wohl, aber wir haben gegenüber Aleix Espargaró Zeit verloren. Dovi hat dann zwei Runden langsamer gemacht, er liess mich vorbei, dabei wollte ich ihn gar nicht überholen. Aber am Schluss hat er mich wieder ausgetrickst... Pol Espargaró hat dann uns beide überholt, denn wir hatten recht ähnliche Probleme. Wir hatten zwar zwei unterschiedliche Set-up, aber die Ergebnisse waren gleich... Wir konnten nicht einlenken und hatten keinen guten Hinterradgrip. Das einzige Positive heute: Wir sind in die Top-Ten gefahren und haben wieder ein Rennen beendet. Es kommt nicht oft vor, dass ich nahe an den Espargaró-Brüdern oder Bautista dran bin. Aber wir sind wieder 33 Sekunden hinter dem Sieger ins Ziel gekommen. Letztes Jahr hätte ich hier fast gewonnen...»

Wie hat sich dieser Motocross-Start aus der Boxengasse abgespielt? Crutchlow: «Ihr könnt euch nicht vorstellen, wie knapp Valentino und ich dran waren, in der Boxengasse zu stürzen... Ich schaute mich nach meiner Boxencrew um. denn wir waren gezwungen, nach der ersten Besichtigungsrunde an die Box zu fahren. Vale kam aus seiner Box, direkt vor meiner Nase, ich habe ich um wenige Zentimeter verpasst, ich wäre fast in die Boxenmauer geflogen. Aber mir gefiel das... Es war unterhaltsam, als wir alle aus der Boxengasse weggestürmt sind. Ich glaube nicht, dass es gefährlich war. Es war unsere Entscheidung, an die Box zu fahren. Wir kannten die Risiken. Wir wussten, was passieren kann. Wir haben das auch letztes Jahr in Valencia gemacht. Es war lustig.»

Aber die «Startaufstellung» in der Boxengasse war ziemlich willkürlich zusammengewürfelt worden. Crutchlow: «Es war ärgerlich, dass ich mich in der Aufwärmrunde so schlecht qualifiziert habe... Die Aufwärmrunde war nämlich ausnahmsweise das Qualifying. Ich bin diese Aufwärmrunde zu langsam gefahren und musste mich dann in die zweite Reihe stellen. Ja, es war wirklich abwechslungsreich. Meine erste Runde war nicht übel. Aber Andrea und ich, unsere Bikes liessen sich nicht einlenken, es ist ganz einfach. Es blieb uns nichts anderes übrig, als in den Bremszonen viel zu riskieren.»

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