MotoGP: VR46 bleibt der Vision treu

Jorge Lorenzo (Rang 3): «Wir rücken Honda näher»

Von Günther Wiesinger
Jorge Lorenzo im Getümmel vor Karel Abraham (17) und Michael Laverty (70)

Jorge Lorenzo im Getümmel vor Karel Abraham (17) und Michael Laverty (70)

Movistar-Yamaha-Werkspilot Jorge Lorenzo schaffte auf dem Sachsenring den dritten Podestplatz in diesem Jahr. Aber er war in den ersten Runden zu vorsichtig.

Jorge Lorenzo gelang mit Platz 3 auf dem Sachsenring ein versöhnlicher Abschluss der restlos missratenen ersten Saisonhälfte. Er büsste 10,3 Sekunden auf Sieger Marc Márquez ein, aber er liegt immer noch auf dem fünften WM-Rang hinter Andrea Dovizioso.

«Als ich gesehen habe, dass es nach dem Moto2-Rennen zu regnen beginnt, war ich ein bisschen enttäuscht. Denn mir wäre ein Trockenrennen lieber gewesen. Ich habe mich hier auf trockener Fahrbahn recht wohl gefühlt. Ich dachte, ich kann mit Marc und Dani mithalten. Wir haben dann überlegt, welche Strategie wir beim Motorrad wählen sollten. Dann haben wir gesagt, wir fahren in die Box, holen das Trocken-Bike und fahren aus der Boxengasse los.»

Teammanager Wilco Zeelenberg: «Wir haben auch überlegt, ob wir wie Stefan Bradl auf den Grid fahren und dort das Bike für die trockene Fahrbahn umbauen sollten. Aber wir waren uns bewusst, dass die Zeit für den Umbau knapp war. Bremsen, Gabel, Räder, Federbein – da war wenig zeitliche Reserve. Deshalb liessen wir Jorge aus der Boxengasse starten.»

Der spanische Yamaha-Werkspilot erlebte gleich in der ersten Kurve einen kritischen Moment. Denn die Karbonbremsen waren nicht vorgewärmt, die Reifen wie neu. «Ich hatte mit diesen nagelneuen Reifen nicht viel Vertrauen. Ich gönnte mir zwei Runden, um sie richtig auf Temperatur zu bringen. Und ich bin in der Anfangsphase in der vorletzten Kurve sehr vorsichtig gefahren, denn sie war völlig nass. Nachher bin ich sehr konzentriert weiter gefahren. Meine Pace war nachher sehr ähnlich wie jene von Marc und Dani, manchmal habe ich eine Zehntelsekunde eingebüsst. Aber ich habe in der vorletzten Kurve nie ein perfektes Gefühl gehabt. Ich habe dort manchmal ein oder zwei Zehntel liegen gelassen. Aber ich fühle mich jetzt wieder stärker. Das gibt mir Zuversicht für die Zukunft und für die zweite Saisonhälfte.»

Kann Lorenzo eine ähnlich starke zweite Saisonhälfte gelingen wie 2013? «Bei Yamaha wird emsig gearbeitet, denn das andere Fabrikat ist sehr stark... Wir kommen näher und näher. Aber wir brauchen noch ein paar Kleinigkeiten. Dann können wir wieder um Siege fighten.»

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