Ramsbachers Suzuki-MX2-Team: Neu unter dem MXGP-Dach

Von Adam Wheeler
Motocross-WM MX2
Teammanager Thomas Ramsbacher (re., Mitte Jeremy Seewer): Neue, direkte Zusammenarbeit mit Suzuki-Werksteam

Teammanager Thomas Ramsbacher (re., Mitte Jeremy Seewer): Neue, direkte Zusammenarbeit mit Suzuki-Werksteam

Das MX2-Team Rockstar Suzuki Europe von Thomas Ramsbacher ist in der WM und im MX Masters hochangesehen. Nun wurde das Projekt fix dem Suzuki-MXGP-Werksteam in Belgien zugeteilt.

Die Gerüchteküche wollte wissen, dass eine geplante Verschmelzung von Rockstar Energy Suzuki Europe und dem MX2-Grand-Prix-Team Standing Construct nicht zu einem erfolgreichen Abschluss kommen würde. Nun bestätigte diese Woche MXGP-Werks-Suzuki-Teamleiter Sylvain Geboers in einem umfangreichen Blog-Eintrag, dass das MX2-Projekt mehr unter den belgischen Suzuki-Flügel rücken wird.

Das MX2-Team von Suzuki trat in der Vergangenheit mit Xavier Boog, Ken Roczen, Arnaud Tonus, Valentin Teillet und Max Anstie an, es gab zuverlässigen Werkssupport. Diese Verbindung wird nun noch gestärkt, denn Geboers und seine MXGP-Organisation übernimmt die direkte Kontrolle bei den technischen Angelegenheiten. Diese Änderung wird die Entwicklung der RM-Z250 beeinflussen und damit auch für den neu engagierten Fahrer Glenn Coldenhoff und die bisherigen Piloten Julien Lieber und Jeremy Seewer.

Thomas Ramsbacher hat Suzuki International Europe von einem neuen Projekt, das am Anfang Mitte des letzten Jahrzehnts Clément Desalle eine Grand-Prix-Möglichkeit verschaffte, zu einer Top-Mannschaft im GP-Fahrerlager und im ADAC MX Masters gemacht. Der Deutsche bleibt Teammanager, aber er kann neu auf die volle Unterstützung von Geboers und den kompletten Ressourcen der Werkstatt in Lommel zählen wie auch von der Verbindung zu Hamamatsu in Japan profitieren. Der vormalige MX1-Mechaniker Luc Piccart wird auch eine Schlüsselrolle in der Organisation übernehmen.

«Ich will, dass das MX2-Projekt zu einer Kopie von dem wird, was wird aktuell in der MX1 haben, wo wir sehr gut funktionieren, gutes Personal haben und alles fast zur Routine geworden ist», erklärte Geboers. «Es gibt Leute die sich die Verantwortung teilen können in beiden Teams, wenn es um die Dämpfung, Einspritzung und Datenerfassung geht. Luc Piccart wird eine sehr praxisbezogene Rolle einnehmen. Er ist jemand, den wir sehr gut kennen und der Mechaniker für Strijbos, de Dycker und auch für Clément war. Er kenn sich im Haus aus.»

Geboers, Piccart und Ramsbacher werden in den kommenden Monaten bis zum ersten Grand Prix des Jahres am 1. März in Katar die Arbeit aufteilen.

Vom bisherigen MX2-Piloten Max Anstie waren 2013 grosse Taten erwartet worden, aber der talentierte Brite schaffte es nie auf das Podest und die Suzuki war nicht gerade berühmt für ihre Starts. «Wir wissen, dass einige Leute wegen der Resultate kritisch mit der RM-Z250 waren. Das ist etwas, woran wir ab sofort arbeiten müssen», schilderte Geboers. «Wir arbeiten unermüdlich daran, das Motorrad zum Start der Saison bereit zu haben. Wir tun unser Bestes. Wir haben mit der RM-Z450 ein grossartiges Motorrad. Das Ziel ist es nun, mit den gleichen Leuten und dem gleichen System die 250er genauso gut zu machen.»

Über die gescheiterte Fusion mit Standing Construct ist noch wenig bekannt. Diese belgische Formation, die bisher Coldenhoffs Arbeitgeber war und mit ihm den fünften Gesamtrang in der WM geholt hat, dürfte nun erneut als Team mit KTM-Unterstützung auftreten.

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