Motocross-WM MXGP

Glenn Coldenhoff (KTM): Ist der Knopf aufgegangen?

Von - 26.08.2019 13:22

Der Niederländer Glenn Coldenhoff gewann in Uddevalla innerhalb von nur acht Tagen seinen zweiten Motocross-Grand-Prix in der Königsklasse. WM-Rang 3 ist in Reichweite.

Das Leben erzählt oft seltsame Geschichte, das trifft auch im Sport und derzeit besonders für KTM-Fahrer Glenn Coldenhoff zu. Der 28 Jahre alte Niederländer aus dem Team Standing Construct triumphierte nach seinem Sieg in Imola am Sonntag beim schwedischen Grand Prix von Uddevalla zum zweiten Mal innerhalb von nur acht Tagen. Davor hatte Coldenhoff in fünf Jahren MXGP nur einen Grand Prix für sich entschieden, damals als Werksfahrer für Suzuki in Kegums. Auch sein bisher einziger MXGP-Laufsieg datiert aus dem Jahr 2015 in Kegums. Imola vor acht Tagen war der erste Grand Prix, bei dem er beide Durchgänge gewinnen konnte.

In Uddevalla zeigte sich «The Hoff», der seit Wochen in Hochform agiert, zudem äußerst kaltschnäuzig. Als ihm seine Crew im Finish signalisierte, er müsse sich für den GP-Sieg Platz 2 schnappen, überholte er bei seiner Aufholjagd eingangs der letzten Runde MXGP-Rookie Pauls Jonass (Husqvarna). Damit schnappte er ausgerechnet dem neuen Weltmeister Tim Gajser (Honda) den Triumph vor der Nase weg.

«Was für ein Tag. Aufeinanderfolgende Grand-Prix-Siege! Ich habe ihn aber nicht geschenkt bekommen», jubelte Coldenhoff in Anlehnung an den knappen Verlauf des zweiten Rennens in Schweden. «Ich muss mich bei meiner wunderbaren Crew bedanken. Es war ein harter Tag, aber ich bin sehr zufrieden. Jeffrey war im ersten Lauf vor mir und Febvre knapp hinter mir, deswegen bin ich etwas nervös geworden – aber ich habe durchgehalten und gewonnen. Ich bin mit meiner fahrerischen Leistung im Moment sehr zufrieden.»

Coldenhoff, der aus der Cross-Stadt Oss stammt und ein guter Kumpel von KTM-Star Jeffrey Herlings ist, verfügt bei Standing Construct über einen Vertrag für 2020, wo er voraussichtlich wieder neben Ivo Monticelli fahren wird. Das Team reduziert das Aufgebot von drei auf zwei Fahrer. Leidtragender ist der Brite Max Anstie, der auf der Suche nach einem neuen Job ist.

Coldenhoff hat einen langen Leidensweg hinter sich: Im Dezember 2018 brach er sich bei einem fürchterlichen Trainingssturz in Lommel die Hand und drei Wirbel. Jetzt fehlen ihm als Vierter der Gesamtwertung bei noch vier ausstehenden Rennen nur noch 22 Punkte zu Gautier Paulin und WM-Rang 3.

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