Charlie Geipel gelingt Doppelschlag in Assen

Von Annette Laqua
ADAC Procar
Das Podium in Assen mit dem Doppelsieger Charly Geipel

Das Podium in Assen mit dem Doppelsieger Charly Geipel

Der Toyota-Pilot Charlie Geipel gewann in Assen beide Rennen der ADAC Procar.

In beiden Läufen war der Beginn nahezu gleich: Remo Friberg schoss mit seinem heckgetriebenen BMW in Front und war erst einmal vorne. In Lauf eins dauerte es bis Umlauf acht, ehe Geipel den Schweizer auf den zweiten Platz verwies, im zweiten Heat waren wenigen Umläufe nötig. Das lag daran, dass der Bruder der amtierenden Divison-1-Meisters Philipp Geipel im ersten Lauf nur vom sechsten Startplatz kam und sich erst einmal durch das Feld arbeiten musste. Im zweiten Durchgang war er nach dem Start immerhin schon Zweiter, der Weg zur Spitze war nicht mehr so weit. «Das lief heute genau so, wie ich es mir erhofft hatte», strahlte Geipel nach den Rennen. «Ich habe viel Druck gemacht und es ging prima auf.» Für Charlie Geipel war es der erste Sieg in der Division eins der ADAC Procar-Meisterschaft.

Remo Friberg musste sich in beiden Rennen mit dem Platz hinter dem Sieger zufrieden geben. «Ich bin wirklich glücklich, denn ich schleppe in meinem BMW 40 Kilogramm mehr mit als Charlie in seinem Toyota.»

Als Dritter sah im ersten Lauf Michael Ruh die Zielflagge. Der Schweizer absolvierte in Assen seinen ersten Auftritt in der Procar und wusste auf Anhieb zu überzeugen. Er stellte seinen von Maurer Motorsport eingesetzten Chevrolet Lacetti auf den dritten Startplatz und brachte diese Position auch ins Ziel. «Ein traumhaftes Debüt in dieser Serie», freute sich Ruh. «Ich bin sehr glücklich.»

Nach dem zweiten Rennen war er allerdings eher zerknirscht im Fahrerlager zu finden, sein Chevrolet war mächtig angeschlagen. «Ich hatte ein kleines Problem mit Charlie Geipel», sagte er. «Geipel kam von der Strecke ab und ich habe ihm extra genügend Platz gelassen, als er neben mir wieder auf den Asphalt kam. Dennoch habe ich kurz später einen heftigen Schlag von ihm bekommen und bin abgeflogen. Solche Aktionen sind extrem unnötig.» So ging der dritte Rang im zweiten Rennen an Roland Hertner.

Auch der Schweizer Peter Rikli war in Heat eins auf klarem Kurs Podest, als seine rechte Vorderradaufhängung in der sechsten Runde brach. Da sein Auto bis zum zweiten Lauf nicht zu reparieren war, musste er nach seinem Ausfall einpacken. Etwas mehr Glück hatte Mercedes-Pilot Jens-Guido Weimann. Er schaffte es im ersten Rennen ins Ziel, doch schon da war ihm klar, dass sein Auto nicht mehr in Ordnung war. «Irgendetwas am Antriebsstrang ist kaputt», fasste er kurz zusammen, bevor auch er seine Sachen vorzeitig einpacken musste.

In der Division zwei lieferten sich Benedikt Boeckels, Guido Thierfelder und Thomas Mühlenz einen spannenden Dreikampf um den Sieg und die Podestränge. Boeckels hatte jeweils das bessere Ende für sich und freute sich über einen Doppelsieg, die anderen beiden Rivalen sicherte sich je einmal P2 und einmal P3.

Auch in der dritten Division war es spannend. Hier gewann einmal Marc-Uwe von Niesewand und einmal Mathias Schläppi. «Im zweiten Lauf hatten wir uns mit den Reifen verpokert, deshalb hatte ich gegen Mathias keine Chance», gab van Niesewand zu Protokoll.

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