Ruta 40, Tag 1: Honda dominiert, Husqvarna im Pech
Schon auf der ersten Etappe der Desafio Ruta 40 ist mit Weltmeister und Lokalmatador Luciano Benavides (Husqvarna) ein Favorit aus dem Rennen. Für Honda lief es dagegen mit einem Dreifach-Sieg wie geschmiert.
Nachdem beim Prolog am Sonntag über die Startreihenfolge entschieden wurde – Sieger Tosha Schareina (Honda) wählte traditionell mit Platz 11 eine hintere Position – begann am Montag die eigentliche Rallye.
Die erste Etappe der Desafio Ruta 40 führte über Pfade, die bereits im Rahmen der Dakar befahren wurden. Start und Ziel war Córdoba, die Wertungsprüfung lief über 381 km. Das Terrain mit vielen Höhenunterschieden bestand überwiegend aus Schotterpisten mit geringen Anteilen von Asphalt und Sand. Ein zehn Kilometer langer Abschnitt führte durch ein ausgetrocknetes, felsiges Flussbett.
GASGAS-Pilot Sam Sunderland eröffnete den ersten Renntag, aber die späteren Starter holten den Engländer schnell ein. Bei Kilometer 148 führte Sebastian Bühler mit seiner Hero vor Schareina. Entschieden war hier noch nichts, denn die ersten zehn Piloten lagen innerhalb nur zwei Minuten. Es sollte bis zum Ende ein knappes Rennen bleiben.
Nach 258 km folgte das Aus von Weltmeister Luciano Benavides. Der einzige Husqvarna-Werkspilot schlug sich bei einem Sturz die Hüfte an und wurde mit einem Helikopter geborgen. Nun sind von der Pierer Mobility AG nur noch die Red Bull GASGAS-Piloten Sunderland und Daniel Sanders dabei, denn Red Bull KTM fehlte ohnehin verletzungsbedingt komplett.
Mittlerweile hatte Schareina die Führung übernommen und der Spanier lieferte sich bis zum Ziel ein Kopf-an-Kopf-Rennen mit seinem Honda-Teamkollegen Ricky Brabec. Der Dakar-Sieger aus den USA holte sich am Ende den Sieg, nur eine Sekunde vor Schareina und 44 sec vor Adrian van Beveren – ein Dreifach-Sieg von Honda!
"Es gab einige schnelle Bereiche, sodass wir die 380 km ziemlich schnell gefahren sind – alles in allem ein schneller Tag", berichtete der Tagessieger. "Nach dem Tanken machte ich einen Zwischensprint, da ich im ersten Teil der Etappe etwas Zeit verloren hatte. Also habe ich in der zweiten Hälfte den Kopf eingezogen und wirklich darauf geachtet, dass ich die Kurven gut erwische, ohne zu sehr zu rutschen. Die Wege hier sind rutschig, aber wir haben einen guten Job gemacht, und ich freue mich auf die nächsten vier Tage."
Die beste Hero brachte Bühler aus Platz 4 ins Ziel, Teamkollege und WM-Leader Ross Branch wurde Fünfter. Für das deutsch-indische Team geht es in Argentinien hinsichtlich der Rally-Raid-WM 2024 in erster Linie darum, keinen Ausfall des Botswanaer zu riskieren.
Die GASGAS-Piloten Sunderland und Sanders belegten die Positionen 8 und 9.
Durch die bessere Zeit im Prolog ist Schareina Gesamtführender nach Etappe 1.
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