Indy: Cristian Bolton fliegt statt Hannes Arch

Von Günther Wiesinger
Air Race

Erstmals kämpft ein Südamerikaner in der Red Bull Air Race-WM um Punkte. Der Chilene Cristian Bolton übernimmt den Platz des tödlich verunglückten Hannes Arch.

Nachdem er für sein Land und für Lateinamerika Geschichte geschrieben hat, indem er beim Red Bull Air Race drei Jahre lang an der Challenger Class teilgenommen hat, wird Cristian Bolton am 1./2. Oktober auf dem Indianapolis Motor Speedway erstmals um WM-Punkte kämpfen.

Bolton wird also am übernächsten Wochenende erstmals in der Master Class fliegen – als erster Chilene überhaupt.

Bolton hat in der Challenger Class bereits sieben Podestplätze erreicht, er begann deshalb die Saison 2016 als offizieller Ersatzpilot. Cristian Bolton hat auch Platz 3 beim Challenger Cup-Finale 2015 vorzuweisen.

Und jetzt hat ihn der Air-Race-WM Veranstalter eingeladen, den Platz von Hannes Arch zu übernehmen, der am 8. September bei einem Helikopterabsturz ums Leben gekommen ist.

Vor seiner Laufbahn in der Challenger Class agierte Bolton als Lieutenant Colonel in der Chilean Air Force, wo er mit dem «Top Gun Award» ausgezeichnet wurde. Dazu war er in Chile als Chief Instructor in der Air Force Academy und in der Tactical Fighter School tätig. Er machte sich auch als Squadron Commander und Leader der prestigeträchtigen «Escuadrilla de Alta Acrobacia Halcones» einen Namen, das ist ein berühmtes aerobatisches Demonstrations-Team.

Cristian Bolton hat mehr als 4600 Flugstunden in allen möglichen Flugzeugen absolviert. Er verdient heute sein Geld auch als «Certified Flight Instructor», er unterrichtet Aerobatik in Chile und in den USA.

«Ich denke, die letzten Tage und Wochen waren für alle Menschen sehr schwierig, die mit dem Red Bull Air Race zu tun haben. Unsere Gedanken sind bei der Familie von Hannes Arch, bei seinen Freunden und seiner Freundin Miriam», sagt Cristian Bolton. «Ich hatte das Glück, Hannes 2014 kennengelernt zu haben, als ich neu in die Challenger Class gekommen bin. Seine menschliche Wärme, seine Visionen für das Leben, sein Charisma, seine unerschöpfliche Energie und sein Streben nach neuen Zielen, das hat mich alles beeindruckt. Für mich war er ein vorbildlicher Flugzeugführer, ein Vorbild für uns alle.»

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