Mulmshorn: Gespann knallt auf das Bein von David Kolb

Von Rudi Hagen
Der Moment, bevor das schwere Gespann auf das Bein von David Kolb krachte

Der Moment, bevor das schwere Gespann auf das Bein von David Kolb krachte

David Kolb und Beifahrer Patrick Herbst hatten beim Bahnpokal Seitenwagen in Mulmshorn Glück im Unglück. Nach drei Laufsiegen hatten sie beim Start zu Vorlauf 4 einen Überschlag, der viel schlimmer hätte enden können.

Der Langbahnpokal in der Seitenwagenklasse, die «kleine» deutsche Meisterschaft der Bahngespanne am Wochenende in Mulmshorn, hätte der Besetzung nach auch ein Lauf zum Gespann-Masters sein können. Alle sieben Gespanne, die auf dem Wümmering um den Bahnpokal kämpften, nehmen in dieser Saison auch an der erfolgreichen Serie für B-Lizenz-Gespanne teil.

Mario Siebert (Melsungen) und Peter Kirchner (Leipzig) vom Gespann-Masters Förderverein waren persönlich in Mulmshorn vor Ort, um die Rennen ihrer Schützlinge zu begutachten. Sie erlebten viel Gutes, aber auch einen Moment des Schreckens.

Nicole Standke und Beifahrerin Resi Hölper waren die überragenden Akteure dieses Bahnpokal-Wettbewerbs. Nach ihrem dritten Vorlauf hatten die Damen vom Rasteder AC und MF Niederelbe bereits dreimal gesiegt. Im vierten Vorlauf stand das Duell mit David Kolb und Beifahrer Patrick Herbst an, die bis dahin gleichfalls ihre Rennen dominiert und dreimal gesiegt hatten.

Doch das Team vom MSC Angenrod hatte Pech. Nachdem das Startband hochgeschnellt war, stieg das Gespann vorne steil in die Höhe. Patrick Herbst flog aus dem Boot, aber David Kolb geriet mit der linken Körperseite unter das Motorrad, welches mit voller Wucht auf sein Bein knallte.

Nachdem Helfer den Unglücklichen befreit hatten, war wohl so viel Adrenalin im Körper des Alsfelders, dass er die Schmerzen noch nicht wirklich spürte. Stadionsprecher Lars Klimek sauste gleich zu Kolb, der tatsächlich auch recht ruhig ins Mikrofon schilderte, was warum wohl passiert war. «Ich glaube, auf unserem Startplatz war eine Rille am Hinterrad, die aber nicht zu sehen war», sagte Kolb, «wahrscheinlich war sie durch loses Material verdeckt.»

Während Patrick Herbst mit ein paar blauen Flecken davonkam, entwickelte sich die Sache bei David Kolb schlechter. «Ich dachte anfangs, es wäre nur eine starke Prellung, aber als wir bei den Sanitätern ankamen, stellte man fest, das die linke Wade nach oben bis in die Kniekehle aufgeplatzt war», so Kolb einen Tag später im Gespräch mit SPEEDWEEK.com.

Im Rotenburger Krankenhaus wurde die Wunde dann wieder zugenäht und Kolb mit dem ärztlichen Rat nach Hause entlassen, sich dort noch einmal untersuchen zu lassen. Kolb: «Das habe ich gemacht. Jetzt habe ich erst einmal eine Pause verordnet bekommen und muss an Krücken gehen, denn das Bein muss zur Ruhe kommen. Ich hoffe, dass ich bis zum nächsten Masters-Lauf in vier Wochen in Melsungen wieder fit bin.»

Standke/Hölper gewannen den anschließenden Re-Start und auch das Finale zum Abschluss. Die prima aufgestellten Kelin-Krotzenburger Fabian Müller und Beifahrer Peter Maurer wurden am Ende Zweite vor Michael Kolb und Beifahrerin Nadin Löffler vom MSC Angenrod.

Ergebnisse Mulmshorn Bahnpokal Seitenwagen:

1. Nicole Standke/Resi Hölper (AC Rastede/MF Niederelbe), 16 Punkte. 2. Fabian Müller/Peter Maurer (MSC Klein-Krotzenburg), 11. 3. Michael Kolb/Nadin Löffler (MSC Angenrod), 9. 4. David Kolb/Patrick Herbst (MSC Angenrod), 9. 5. Dennis Möhlenpage/Pascal Hillmann (MSC Wagenfeld), 5. 6. Jens Lorei/Ralf Bittner (MSC Echzell/MSC Nidda), 3. 7. Patrick Hermanns/Sonja Dreyer (MSC Mulmshorn), 3.

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