Schlammschlacht: Pedercini und Russo klagen sich an

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Riccardo Russo ist bei Pedercini Kawasaki Vergangenheit

Riccardo Russo ist bei Pedercini Kawasaki Vergangenheit

Nach dem Meeting in Jerez kam es zur Trennung zwischen Pedercini Kawasaki und Riccardo Russo. Schuld daran will keiner sein; es gibt gegenseitige Anschuldigungen.

Rennfahrer bei Pedercini Kawasaki sitzen auf einem Schleudersitz. In der Superbike-WM 2017 musste das zuerst Alex De Angelis erfahren, der vom italienischen Team nach den Rennen in Laguna Seca im Juli vor die Tür gesetzt wurde. Sein Nachfolger Riccardo Russo musste nach Jerez seinen Platz räumen. Das Saisonfinale in Katar bestreitet das Pedercini Team nun mit dem Franzosen Jeremy Guarnoni.

Der Franzose bestreitet bei Pedercini die Superstock-1000-EM und sorgte mit seinem Sieg in Magny-Cours maßgeblich dafür, dass Kawasaki die Markenwertung für sich entscheiden konnte.

Pikant: Guarnoni ist bei Kawasaki Europe unter Vertrag, sein Superbike-Einsatz bekommt dadurch einen faden Beigeschmack.

«Kawasaki wollte ihn belohnen und hat uns angefragt, ob wir ihm einen Start in Katar ermöglichen können», gab Teammanager Lucio Pedercini bei motorinews24 zu. «Aber ich hatte keinen Druck. Angesichts der Ergebnisse [von Russo]. Unsrere Verbindung zu Kawasaki ist aber sehr eng.»

Russo teilte über soziale Medien wiederum mit, dass er von seiner Kündigung in Italien per Whatsapp erfahren habe, nachdem er von seinem Team in Jerez freundlich verabschiedet wurde. Der Italiener eroberte insgesamt fünf WM-Punkte. «Das war nicht richtig vom Team, ich habe einen Vertrag bis zum Saisonende unterschrieben», reklamierte Russo. «Der Wechsel von der Yamaha zu Kawasaki mitten in der Saison war nicht einfach. Ohne Tests war es schwer, das richtige Feeling zum Bike zu finden. Ich bin an jede Art von konstruktiver Kritik gewöhnt.»

Dem Widersprach Pedercini. «Ich habe ihn angerufen, aber er saß wohl schon im Flugzeug. Unsere Bikes sind denen vom Werksteam sehr ähnlich und wir bekommen alle Daten von Rea und Sykes. In den Telemetrie-Daten konnten wir sehen, wo er Fehler macht, deshalb habe ich versucht, Russo Ratschläge für das Bike zu geben. Er meinte aber er fahre gut und das wäre sein Stil», sagte Pedercini. «Selbst Stars wie Rossi, Lorenzo oder Marquez haben zuletzt an ihrem Fahrstil gearbeitet, um das Beste aus dem Bike zu holen. Russo sollte mehr Demut zeigen.»

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