Überangebot: Dorna will nur die besten Teams haben

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
24 bis 26 Fahrer nennt Vermarkter Dorna als die ideale Zahl Fahrer für die Superbike-WM. Es muss sich nicht immer um Zwei-Mann-Teams handeln, wie SBK Managing Director Daniel Carrera verriet.

In der MotoGP-WM hat Promoter Dorna alles daran gesetzt, nur noch gut finanzierte Zwei-Mann-Teams mit Hersteller-Unterstützung und starken Fahrern zu haben. Der Plan ging auf, noch nie verfügten so viele Fahrer über Spitzenmaterial wie seit letztem Jahr.

In der Superbike-WM schlägt die spanische Agentur einen anderen Weg ein. Erstens, weil es nicht so viele potente Teams gibt, die sich zwei Fahrer leisten können. Und zweitens, weil es ein Überangebot an Teams gibt.

«Wenn wir jedem Team, das jetzt mit einem Motorrad am Start ist, die Möglichkeit geben würden in Zukunft zwei zu haben, dann würden es zu viele», sagte SBK Managing Director Daniel Carrera im Gespräch mit SPEEDWEEK.com. «Wir müssen schauen, wie sich das entwickelt. Wenn zum Beispiel ein neuer Hersteller kommt, müssen wir ihm einen Platz anbieten können. Wir müssen ihm also entweder einen Platz frei halten, oder er muss mit einem bestehenden Team zusammenarbeiten. Wir haben viele Anfragen, es ist heute viel einfacher als 2012, als wir die Meisterschaft übernahmen. Das führt dazu, dass die Teams auf einen immer höheren Level kommen und auch besser aufgestellt sind.»

Teams wie Barni Ducati, IodaRacing Aprilia, Go Eleven Kawasaki oder Pedercini Kawasaki haben Interesse an einem zweiten Fahrer, doch die Finanzierung stellt stets ein Problem dar.

Nächste Saison sehen wir deshalb bis zu vier neue Teams in der Superbike-WM: Orelac VerdNatura Kawasaki, Triple-M Honda und HPC-Power Suzuki. VFT Ducati könnte zurückkehren.

Viele Teams brauchen neues Betätigungsfeld

2018 wird zum letzten Mal die Superstock-1000-EM ausgetragen. Das deutsche Team Triple-M steigt schon kommende Saison in die Superbike-WM ein (mit Honda und Patrick Jacobsen). Für das Team Van Zon Remeha BMW von Werner Daemen ist 2018 mit den Piloten Markus Reiterberger und Jan Bühn auch nur ein Übergangsjahr, um sich auf die höchste Klasse vorzubereiten. Auch das Team Berclaz BMW denkt über den Superbike-Einstieg nach.

Puccetti Kawasaki stellt für nächstes Jahr sein Superstock-Team ein und tritt stattdessen mit zwei Superbikes an. Toprak Razgatlioglu ist gesetzt, Ex-Weltmeister Sylvain Guintoli soll die zweite ZX-10RR pilotieren.

Wird die Superstock-EM beerdigt, kann die Dorna auf einen großen Pool an Teams zurückgreifen, die zukünftig in den beiden Supersport-Klassen oder in der Superbike-WM antreten wollen.

Carrera: «Es gibt bereits Anfragen von Superstock-Teams für alle drei WM-Klassen. Jedes Team bekommt von uns Unterstützung, wir bezahlen für alle Überseerennen den Transport des kompletten Materials. Das ist ein großer Beitrag von uns.»

Für die Superbike-WM 2018 zeichnen sich mindestens 24 Fahrer ab:

Übersicht Fahrer/Teams 2018:

Kawasaki: Jonathan Rea (GB), Tom Sykes (GB)

Pata Yamaha: Michael van der Mark (NL), Alex Lowes (GB)

Aruba.it Ducati: Chaz Davies (GB), Marco Melandri (I)

MV Agusta: Jordi Torres (E)

Milwaukee Aprilia: Eugene Laverty (IRL), Lorenzo Savadori (I)

Red Bull Honda: Leon Camier (GB), Bradl? Gagne? Baz? Guintoli? Giugliano?

Kawasaki Puccetti: Toprak Razgatlioglu (TR), Guintoli?, Baz?

Go Eleven Kawasaki: Roman Ramos (E)

Althea BMW: Mercado? Baz? Hernandez?

Barni Ducati: Javier Forés (E)

Grillini Suzuki: Jezek? Badovini?

Pedercini Kawasaki: Hernandez? Guarnoni?

Triple-M Honda: Patrick Jacobsen (USA)

Orelac Kawasaki: Mercado?

HPC-Power Suzuki: Dominic Schmitter (CH), Guintoli?

Guandalini Yamaha: ?

IodaRacing Aprilia ?: ?

VFT Ducati ?: Menghi?

Fahrer in fett sind offiziell bestätigt.

Fahrer ausgeschrieben und mit Land stehen kurz vor Vertragsunterzeichnung.

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