Es geht doch: Von Superstock ins MotoGP-Werksteam

Von Kay Hettich
Superbike-WM
Danilo Petrucci ist mit dem Werksvertrag bei Ducati an seinem Karrierehöhepunkt angekommen

Danilo Petrucci ist mit dem Werksvertrag bei Ducati an seinem Karrierehöhepunkt angekommen

Es wird immer wieder behauptet, Piloten aus den Superbike-Serien können sich nicht in der MotoGP durchzusetzen. Der Italiener Danilo Petrucci ist das beste Beispiel, um diese These zu widerlegen.

Anfang Juni bestätigte Ducati die Beförderung von Danilo Petrucci in das MotoGP-Werksteam 2019 an der Seite von Andrea Dovizioso, dabei hat der 27-Jährige in seinem siebten MotoGP-Jahr weder einen Sieg eingefahren, noch hatte er zuvor irgendeine bedeutende internationale Rennserie gewonnen!

Der Werdegang von Petrucci ist ungewöhnlich wie zielstrebig.

Sein erstes internationales Rennen bestritt der aus Terni stammende Italiener 2007 mit Yamaha in der mittlerweile abgeschafften Superstock-600-EM. Mit der Marke mit der Stimmgabel im Logo absolvierte er 2009 sein erstes Rennen in der italienischen Superstock-Klasse, im selben Jahr beendete er die Superstock-600-EM als Vierter.

Im Team Pedercini Kawasaki gab Petrucci 2010 sein Debüt im Superstock-1000-Cup und wechselte für das Folgejahr zu Barni Ducati. Der Vize-Titel öffnete ihm 2012 die Türe zur MotoGP – allerdings nur im chronisch unterfinanziert IodaRacing Team. Den klassischen Sprung in die Superbike-WM ließ Petrucci aus. 

In drei langen Jahren lernte Petrucci, demütig zu sein. Weder mit Ioda-Aprilia (2012 bis Brünn), dann mit Suter-BMW (ab 2012 Misano bis 2013 Valencia) und ART (2014) waren Top-10-Ergebnisse die Regel, meistens reichte es kaum zu WM-Punkte. Erst mit dem Wechsel zu Pramac Ducati ging es mit den Ergebnissen aufwärts. Mit dem Werksvertrag im Ducati-Werksteam wurde Petrucci geadelt.

«Ich kam als Fahrer der untersten Stufe zu Ducati», erinnerte sich Petrucci. «Ich war Testfahrer für die Serienmaschinen. Doch Schritt für Schritt wurde ich zu einem der zwei bedeutendsten Fahrer. Das ist eine großartige Geschichte. Ich verspreche, dass ich alles geben werde und einer dieser Fahrer werden möchte, an den sich die Ducatisti ewig erinnern. Ich will die Leidenschaft von Ducati verkörpern. Ich denke dabei an Fahrer wie Stoner, Capirossi oder Bayliss


Weblinks

siehe auch

Kommentare

Bitte melden Sie sich an, um einen Kommentar zu schreiben.

Ferrari und Sebastian Vettel: Vertrauen verloren

Mathias Brunner
​Es wird 2021 keine sechste gemeinsame Saison geben mit Ferrari und Sebastian Vettel: Auf den ersten Blick geht’s ums Geld. Aber der tiefergehende Grund dürfte sein – das gegenseitige Vertrauen ist weg.
» weiterlesen
 

TV-Programm

So. 31.05., 11:10, Motorvision TV
Red Bull Romaniacs 2019
So. 31.05., 11:40, Motorvision TV
ADAC MX Masters - Fürstlich Drehna, Deutschland
So. 31.05., 12:10, Motorvision TV
Deutsche Kart Meisterschaft - Kerpen
So. 31.05., 12:15, ORF Sport+
Schätze aus dem ORF-Archiv: Tennisklassiker BA Trophy Wien 2010 Melzer - Haider-Maurer
So. 31.05., 13:10, Motorvision TV
UIM F1 H2O World Powerboat Championship
So. 31.05., 14:15, Motorvision TV
Formula Drift Championship
So. 31.05., 14:20, Motorvision TV
Andros Trophy
So. 31.05., 14:35, SPORT1+
Motorsport - Monster Jam
So. 31.05., 16:05, Motorvision TV
Isle of Man Tourist Trophy 2018
So. 31.05., 16:55, Motorvision TV
GT World Challenge
» zum TV-Programm