Die Superpole hat ausgedient: Neue Ideen für 2019

Von Ivo Schützbach
Superbike-WM
Früher drehte jeder Fahrer in der Superpole nur eine Runde – und diese alleine

Früher drehte jeder Fahrer in der Superpole nur eine Runde – und diese alleine

2019 sehen wir in der Superbike-WM zum ersten Mal drei Rennen pro Event. Der genaue Ablaufplan ist noch nicht beschlossen, SPEEDWEEK.com brachte in Erfahrung, wie die Ideen aussehen.

Fest steht für nächste Saison: Neben den beiden normalen Rennen, die weiterhin am Samstag und Sonntag ausgetragen werden (Startzeit bei Europarennen ist 14 Uhr), wird es ein drittes Sprintrennen am Sonntagmorgen geben, das sogenannte Qualirace. Dass es dafür WM-Punkte geben wird ist nicht entschieden, aber angedacht.

Der restliche Ablaufplan ist nebulös, doch es zeichnen sich Tendenzen ab.

Um die Neuerungen zu verstehen, müssen wir einen Blick auf den bisherigen Ablauf werfen. Dieses Jahr sahen wir drei freie Trainings, die als Qualifikation für die Superpole dienten. Die Top-10 der kombinierten Zeitenliste kamen direkt in Superpole 2, alle restlichen Fahrer mussten in Superpole 1, aus der sich nur die zwei Schnellsten für Superpole 2 qualifizierten. In Superpole 2 wurden die Startplätze 1 bis 12 ausgefahren, alle weiteren nahmen die Piloten ab Platz 3 in Superpole 1 ein.

Das Superpole-Ergebnis diente als Startaufstellung für Rennen 1.

Die Startaufstellung für Lauf 2 war ein Mix aus dem Ergebnis von Rennen 1 und dem Superpole-Ergebnis.

Für 2019 wird dies voraussichtlich alles über den Haufen geschmissen.

Auf die drei freien Trainings folgt zukünftig ein wahrscheinlich 25-minütiges Qualifying in allen Klassen, die Superpole wird abgeschafft. Der Hintergedanke ist, dass die Superbike-Superpole niemanden mehr interessiert, seit sie am Samstagmorgen direkt vor dem ersten Rennen ausgetragen wird. Außerdem hat sich die Superpole in der 300er-Klasse mit ihren vielen Fahrern als wenig praktikabel erwiesen.

Das Ergebnis des Qualifyings definiert die Startaufstellung für Rennen 1.

Sonntagmorgen gibt es dann das Sprintrennen, dessen Startaufstellung ebenfalls das Qualifying diktiert. Die Startaufstellung für Rennen 2 am Sonntagnachmittag ergibt sich aus dem Ergebnis des Sprintrennens.

Ob diese Ideen umgesetzt werden ist abhängig von der Superbike-Kommission, die Anfang Dezember das nächste Mal tagt.

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